Müller und Bröcher treten zurück

Aufsichtsratsvorsitzende ziehen aus Bäder-Dienstreise Konsequenzen / »Es war ein Fehler«

hobö Olpe. Die Modernisierung des Freizeitbades in Olpe bremst immer mehr politische Karrieren unsanft aus. Nachdem bereits Wolfgang Reither als CDU-Fraktionsvorsitzender diesen Posten und sein Ratsmandat wegen dieses Themas niederlegte, und auch Udo Horn seinen Posten als Aufsichtsratsvorsitzender der Bäderbetriebe abgab, sind nun zwei weitere CDU-Stadtverordnete an der »Hürde« Freizeitbad hängen geblieben. In einer außerordentlichen Sitzung der Olper CDU-Fraktion erklärten sich Markus Bröcher (Vorsitzender des Aufsichtsrates der Olper Bäderbetriebe) sowie Siegfried Müller (Vorsitzender des Aufsichtsrates der Olper Stadtwerke), dass sie von ihren Ämtern zurücktreten.

Mit Bewerber Bäder angeschaut

Während Reither und Horn persönliche politische Ansichten zum Thema für ihre Schritte anführen konnten, sind Müller und Bröcher an der so genannten Bäder-Dienstreise und dem daraus resultierenden politischen Echo gescheitert. Wie die SZ heute vor einer Woche exklusiv berichtete, hatten Markus Bröcher und Siegfried Müller zusammen mit dem Geschäftsführer der Olper Stadtwerke, Wilfried Holtkamp, sowie Vertretern der Firma »kplan« und einem Olper Architekten eine Dienstreise durch Deutschland unternommen und sich verschiedene Bäder angeschaut.

Pikant ist, dass »kplan« nicht nur die Machbarkeitsstudie für die anvisierte Modernisierung des Olper Hallenbades erstellt hat, sondern auch als ein Bewerber für die Umsetzung desselben auftritt. Der Olper Architekt, so war zu vernehmen, soll im Falle einer Beauftragung der Firma »kplan« für diese tätig werden.

Auf Veranlassung von Bürgermeister Horst Müller hat das Rechnungsprüfungsamt der Stadt Olpe inzwischen recherchiert, ob diese Reise rechtliche Konsequenzen für eine wie auch immer geartete Vergabe durch den Aufsichtsrat der Bäderbetriebe haben könnte. Das Amt sagt zwar, rechtliche Konsequenzen drohten nicht, aber selbst die CDU-Fraktion kam in ihrer gemeinsamen Sitzung mit dem CDU-Stadtverbandsvorstand gestern zur der Auffassung: »Diese Reise war ein Fehler!« Das jedenfalls berichtete gestern Abend Klaus Klapheck, Vorsitzender der CDU-Fraktion im Olper Stadtrat, auf Anfrage der SZ.

Über drei Stunden diskutiert

Immerhin mehr als drei Stunden diskutierten die Olper Christdemokraten über das Thema Hallenbad-Modernisierung und vor allem über die Bäder-Dienstreise. Markus Bröcher, berichtete Klapheck, habe zu Beginn der Sitzung erklärt, dass er den Vorsitz im Aufsichtsrat der Bäderbetriebe niederlege und sich komplett aus dem Verfahren zurückziehen werde. Siegfried Müller habe im Verlauf der Diskussion schließlich erklärt, als Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke zurückzutreten.

Vergabe soll verschoben werden

Aufgrund der hohen Wellen, die die Bäder-Dienstreise politisch geschlagen hat, empfiehlt die CDU-Fraktion dem stellv. Vorsitzenden des Bäderbetriebe-Aufsichtsrates, Martin Arens, die eigentlich für Montag und Dienstag kommender Woche anberaumten Sitzungen des Aufsichtsrates zu verschieben. Eigentlich war vorgesehen, dann die Modernisierung an eine Firma zu vergeben. Die UCW hatte bereits in einer Stellungnahme geraten, von einer Vergabe zu vorgenannten Terminen abzusehen, weil erst am Mittwoch danach die von UCW und SPD beantragte Sondersitzung der Stadtverordnetenversammlung zum Thema »Bäder-Dienstreise« stattfindet. Klaus Klapheck: »Es wird nächste Woche zu keiner Vergabe kommen.«

Der CDU-Fraktionsvorsitzende will in Abstimmung mit dem CDU-Stadtverbandsvorsitzenden eine schriftliche Erklärung zu dieser Thematik verfassen. Klapheck betonte bereits gestern Abend, dass trotz der Dienstreise-Diskussionen alle Beteiligten das Ziel nicht aus den Augen verlieren dürften, den Bürger ein attraktives und technisch einwandfreies Freizeitbad zu schaffen.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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