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FDP mit scharfem Ton
Museumsstandort noch offen

Durch die Tatsache, dass im Siegerentwurf des Architektenwettbewerbs das Stadtmuseum im alten Bahnhof entstehen soll, waren nicht nur die Bürgerinnen und Bürger, sondern offensichtlich auch viele Ratsmitglieder davon ausgegangen, dass dies ein Fakt ist. Durch die Diskussion im Fachausschuss wurde nun klar, dass dies nur ein Vorschlag ist.
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win Olpe. Olpe soll ein Stadtmuseum bekommen – der mehrere Jahre alte Beschluss wird nun langsam mit Leben gefüllt. Am Mittwoch befassten sich die Mitglieder des Ausschusses Bildung, Soziales und Sport mit der gestalterisch-konzeptionellen Grundidee für die weitere Ausarbeitung einer Museumskonzeption. Das Büro Schwerdtfeger & Vogt hatte diese „konzeptionelle Grundidee“ dem nichtöffentlich tagenden „Arbeitskreis Bürgerhaus“ im März vorgestellt. Zur Erinnerung: Unter dem Begriff „Bürgerhaus“ führt die Verwaltung den Neubau des Rathauses mit angeschlossenem Stadtmuseum.
Museumsverein gibt ausdrückliche Zustimmung„Im Arbeitskreis haben sich keine Änderungen zu dem Entwurf (…) ergeben.

win Olpe. Olpe soll ein Stadtmuseum bekommen – der mehrere Jahre alte Beschluss wird nun langsam mit Leben gefüllt. Am Mittwoch befassten sich die Mitglieder des Ausschusses Bildung, Soziales und Sport mit der gestalterisch-konzeptionellen Grundidee für die weitere Ausarbeitung einer Museumskonzeption. Das Büro Schwerdtfeger & Vogt hatte diese „konzeptionelle Grundidee“ dem nichtöffentlich tagenden „Arbeitskreis Bürgerhaus“ im März vorgestellt. Zur Erinnerung: Unter dem Begriff „Bürgerhaus“ führt die Verwaltung den Neubau des Rathauses mit angeschlossenem Stadtmuseum.

Museumsverein gibt ausdrückliche Zustimmung

„Im Arbeitskreis haben sich keine Änderungen zu dem Entwurf (…) ergeben. Im Verlauf der anschließenden Erörterung wurde eine fraktionsübergreifende Zustimmung zu der Ausarbeitung festgestellt“, heißt es in der Beschlussvorlage. Auch der Museumsverein habe ausdrücklich Zustimmung signalisiert. Allerdings hätten sich „geringfügig kontroverse Ansichten“ unter anderem bei der Frage ergeben, wann und mit wem die Leitung des Museums zu besetzen sei. Auch die stetig steigenden Kosten seien zur Sprache gekommen.

Das wiederholte sich im Ausschuss. Werner Pulte (UCW) betonte, nach der Konzeption des Büros solle die Stellenbesetzung der Museumsleitung sechs Monate vor dem Ausstellungskonzept erfolgen, für das acht Monate Erarbeitung veranschlagt würden, „daher müsste zum 1. März die Stelle besetzt werden“. Die Verwaltung hingegen schlage vor, erst für 2022 die entsprechende Stelle zu schaffen.

Die Örtlichkeit sei erstmal Nebensache

„Das widerspricht sich. Ich hätte gern Klarheit.“ Erster Beigeordneter Thomas Bär versuchte, diese herbeizuführen: „Wir sind der Auffassung, dass wir 2022 die entsprechende Stelle ausweisen und im Lauf des Jahres 2022 besetzen, uns erscheint das ausreichend.“ Schärfer im Ton wurde Henning Schütz (FDP), der durch seine Fragen Antworten hervorrief, die bei manchem Ausschussmitglied Erstaunen hervorriefen. Das Museum komme ja laut dem Siegerentwurf des Architektenwettbewerbs nicht mehr ins Rathaus, sondern solle als Solitärbau im alten Bahnhof entstehen, „wo sind dann die Synergieeffekte geblieben, die immer angeführt wurden?“ Die Antwort kam nicht von der Verwaltung, sondern von Markus Bröcher (CDU): „Wir dürfen uns heute nicht zu sehr auf die Örtlichkeit fixieren, es geht in erster Linie um den Auftrag zur Erstellung eines Konzepts für ein Museum mit festgelegten Flächen, die wir beschlossen haben. Wo es mit diesen Flächen landet, ergeben weitere Planungen und Gespräche.“

Der Plan ist noch nicht abgeschlossen

Zwar sähen die Projektskizzen das Museum „fast durchweg im alten Bahnhof, das ist etwas, wo man eine Tendenz erkennen kann, aber wo es wirklich landet, ergeben erst weitere Gespräche.“ Schütz: „Dann können wir es ja auch in Rhode aufbauen.“ Da er hinsichtlich der steigenden Kosten und der ungeklärten Frage nach Synergien keine Antwort erhalte, finde er es „gewagt, über so etwas Vages abzustimmen“. Bär unterstützte die Aussagen Bröchers: „Wir haben voriges Jahr einen Sieger gekürt und bestimmen gerade die Projektsteuerer, wir hatten Gelegenheit, mit dem Architekten ein Erstgespräch zu führen. Wir sind noch auf dem Weg. die Wettbewerbsaufgabe ist gelöst, aber das heißt nicht, dass das eins zu eins so gelöst wird. Der Plan ist noch nicht abgeschlossen.“

Mehrheit stimmt für die Beschlussvorlage

Ulrike Beckmann (CDU) appellierte, „sich von der verstaubten Vorstellung eines Museums freizumachen. Es ist noch sehr viel offen, es sind viele gute Ansätze zu finden, wie man sich ganz neu ausrichten kann, ein modernes, auch kulturelles Angebot zu schaffen. Diese Chance sollten wir nutzen“.
Im Konzeptentwurf sei auch ein Aufruf enthalten, sich bürgerschaftlich einzubringen. Schütz blieb dabei: „Für mich ist das nicht zustimmungsfähig. In Schulnoten wäre das eine Fünf.“

Nicht begeistert ist auch Christian Bock (Grüne), wenn auch mit anderem Fazit als die FDP: „Auch wenn ich über die Reihenfolge mehrfach erstaunt war, bleibt uns ja gar nichts anderes übrig, als dieses Konzept so weiterzuentwickeln, daher werden wir zustimmen.“ Bei einer Enthaltung aus der SPD und der angekündigten Ablehnung durch Schütz stimmte der übrige Ausschuss mit großer Mehrheit für die Beschlussvorlage, die vorliegende „konzeptionelle Grundidee“ für die weitere Ausarbeitung einer Museumskonzeption zu nutzen.

Autor:

Jörg Winkel (Redakteur) aus Stadt Olpe

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