Museumsverein macht weiter

Trotz fehlender Rats-Entscheidung: Am Projekt wird festgehalten

win Olpe. Trotz der turbulenten wie aus Vereinssicht enttäuschenden Diskussion in der jüngsten Ratssitzung (die SZ berichtete) über die Einrichtung eines Stadtmuseums endete am Dienstagabend die Jahreshauptversammlung des Fördervereins Stadtmuseum mit einer positiven Grundstimmung.

Nachdem Vorsitzende Wilma Ohly den Mitgliedern den Verlauf der Ratssitzung dargestellt hatte und die Beschlusslage verdeutlichte, entwickelte sich eine leidenschaftliche Diskussion, wie es weitergehen solle. Die Mehrzahl der Mitglieder stimmte schließlich mit dem Vorstand um Wilma Ohly und ihren Stellvertreter Herbert Kemper überein: Das Projekt Stadtmuseum wird weiterverfolgt, und zwar mit gleichem Nachdruck wie bisher. Aber dazu, so Kemper, müsse ein für den Verein positiveres politisches Umfeld geschaffen werden. Es stehe fest, dass auch auf mittlere Sicht seitens der Politik kein Umdenken stattfinden werde, das Museum in vom Verein beabsichtigter Form zu bauen. Daher müsse der Verein alles daransetzen, der Politik eine Zustimmung zu ermöglichen. Das soll vor allem durch eines geschehen: Die finanzielle Belastung für die Stadt soll reduziert werden. Dies soll geschehen, indem die Trägerschaft eines solchen Museums auf mehrere Schultern verteilt wird.

war könne und solle die Stadt nicht aus ihrer Verantwortung entlassen werden, weil es schließlich die Geschichte der Stadt Olpe ist, die in dem Stadtmuseum Niederschlag finden soll. Aber die Last soll auf mehrere Schultern verteilt werden. Noch nicht ausformuliert, aber mehr als andiskutiert wurde die denkbare Lösung, eine Stiftung ins Leben zu rufen. In dieser könnte sich die Stadt, der Kreis, Firmen, Personen, Banken und nicht zuletzt der Verein engagieren, um aus den Zinsen die laufenden Kosten eines solchen Stadtmuseums zu tragen. Herbert Kemper: »Das muss eine regelrechte Bewegung werden, die uns hilft.« Einig waren sich die Mitglieder mit dem Vorstand, ob das Museum angesichts der neuen Ausgangslage tatsächlich bis zum Stadtjubiläum 2011 realisiert werden kann.

Über den möglichen Standort – bislang war der Bahnhof im Gespräch, Museumsplaner Ulrich Hermann hatte aber Kosten von über 5 Mill.e veranschlagt, was letztlich Anfang des Jahres zur Ablehnung dieser »großen Lösung« durch den Rat geführt hatte – wurde in der Sitzung nicht gesprochen. Im Frühjahr soll ein neuer Vorschlag auf dem Tisch liegen. Um all das umzusetzen, ist aber nach Ansicht von Vorstand und Mitgliedern eines wichtig: eine Projektgruppe, an der außer dem Museumsverein auch die Fraktionen des Rats vertreten sind. Herbert Kemper: »Um das Thema weiter vernünftig zu behandeln, muss eine solche Gruppe her. Wir haben so etwas schon vor drei Jahren gefordert.«

Seitens der anwesenden Kommunalpolitiker erklärte Gerda Reuber (UCW), ihre Fraktion sei eigentlich sehr nah am SPD- und Grünen-Antrag für eine solche Projektgruppe. Ohne eine zeitliche Vorgabe, wie sie im vom Rat abgelehnten Antrag enthalten war, werde die UCW mitziehen. Klaus Peter Langner (SPD) kritisierte, das hätte die UCW auch in der Ratssitzung klären können. Fritz Klocke (Grüne) zeigte sich erfreut, dass zumindest auf Seiten der Opposition eine gemeinsame Linie durchsetzbar scheine.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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