Narren im Kreis feierten Karneval

Stimmung in Biggeseehalle: Karnevalsgesellschaften gaben Visitenkarten ihres Könnens ab

nico Sondern. »Da sin mer dabei, dat ist prima« tönte es am Samstag in der Biggeseehalle in Sondern. Lautstark sangen die Närrinnen und Narren den Kulthit der Kölner Band »De Höhner« und ließen ihrer guten Laune freien Lauf. Schon nach kurzer Zeit glich die ausverkaufte Halle einem Hexenkessel.

Die anwesenden Gesellschaften Heggen, Rahrbach, Meggen, Elspe, Attendorn, Ihnetal, Saalhausen, die Bürgergesellschaft und der Elferrat der Kolpingsfamilie Olpe, die Karnevalsvereine Schönau-Altenwenden und Neu-Listernohl, der Karnevalsclub Grevenbrück sowie der Turnverein Rönkhausen mit seiner Abteilung Karneval ließen sich das jährliche Highlight im Veranstaltungskalender natürlich nicht nehmen und konnten vom Präsidenten der organisierenden KG Neuenhof, Hans-Jürgen Springob, sehr zahlreich begrüßt werden.

Gute Sitte ist es, dass jede Gesellschaft mit einer Darbietung eine Visitenkarte ihres Könnens abgibt. Ihr Lampenfieber schnell wieder ablegen konnten die Mädels von der Prinzengarde der Kolpingsfamilie Olpe. Als erster hat man es ja bekanntlich immer etwas schwerer. Aber die Mädchen absolvierten ihren Gardetanz mit Bravour und ernteten tosenden Applaus. »Ne hoffnungslose Fall« konnte im Anschluss in der Bütt begrüßt werden. Und der plauderte einige Neuigkeiten aus dem Nähkästchen aus. Bei manchen Menschen seien Schönheitsreparaturen nicht durchführbar, da Enthauptungen verboten seien. Und der unterschied zwischen einem Türken und einem Sachsen liege auch auf der Hand: Der Türke spricht deutsch und hat Arbeit.

Im Matrosenoutfit legten die Mädels der KG Rahrbach eine kesse Sohle aufs Parkett bevor »Girl Power« einen Gardetanz präsentierten. Auch die Herren und das Funkenmariechen des KV Neu-Listernohl ließen ihre Beine in gewohnt schwungvoller Manier in die Lüfte fliegen. Golden Girls nannten sich die Akteurinnen aus Helden. Von Gold war wenig zu sehen. Mit Aufwand wurde die Bühne umgebaut und in Schwarzlicht gehüllt.

Hagere Gestalten aus der Unterwelt eroberten die Bühne und ließen dem Publikum das Blut in den Adern gefrieren. Zum schmunzeln der Auftritt des Männerballetts des Ausrichters, die für ihren Tanz ebenfalls mit Beifall belohnt wurden.

Dann hieß es »Vorhang auf und Bühne frei« für die Bürgergesellschaft Olpe. Die »Grünen Funken« hatten auch einen Showtanz, bei dem der Sommer im Mittelpunkt stand im Gepäck, bevor die Bigge-Jungs für Stimmung sorgten. Gerade aus Afrika angereist (zumindest der Optik nach zu urteilen) luden Heinz Weindorf, Ulf Ullenboom, Christoph Dittmann, Jochen Fernholz und Michael Lütticke die Gäste in die »Sansibar« ein.

Es dauerte nicht lange und die Prinzen, die ihren Platz direkt neben der Bühne hatten, eroberten die Bretter die, die Welt bedeuten und legten einen Sirtaki aufs Parkett. Schwungvolle Garde- und Showtänze gab es auch von der Funkengarde des TV Rönkhausen, der »Glück Auf Garde« aus Meggen, den »Blauen Funken« aus Schönau, die ihre Mariechen so richtig durch die Lüfte wirbelten, von »Eight after six« aus Saalhausen, die in Clownkostümen einen gelungenen Farbtupfer setzten und den »Golden Girls« der KG Ihnetal.

Zum Grande Finale wurde noch mal alles gegeben. Die »Klein-Colonias« machten ihrem Motto: »Jecke Tön sind angesagt, bis die ganze Bude kracht« alle Ehre. Mit eigenen Hits luden sie die Gäste zum schunkeln, tanzen und mitsingen ein. Und so ging es natürlich auch nach dem Programm weiter. Die Tanzband »Lennebuben« die bereits gemeinsam mit den Räubern aus Köln auf der Bühne standen, ließen bis tief in die Nacht keine musikalischen Wünschen offen.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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