Olper Feuerwehr zählte 172 Einsätze

Ehrungen und Beförderungen bei Jahreshauptversammlung / Lob für Engagement

job. Olpe. Ein festlich, feierlicher Rahmen umspannte am Freitagabend die traditionelle Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Olpe. Der eigene Musikzug spielte zu Beginn, unterhielt mit Musikeinlagen zwischendurch und ließ auch am Ende der Veranstaltung sein Können aufblitzen. Daneben wurden zahlreiche Beförderungen und Ehrungen an jungen oder verdienten Mitgliedern ausgesprochen. Bürgermeister Horst Müller lobte und dankte den Männern im blauen Rock für ihre im abgelaufenen Jahr geleistete Arbeit und Hilfe für Menschen, Tier und Hab und Gut.

Der Reihe nach begann der Abend im Haus der Feuerwehr mit dem Bericht des Leiters der Olper Freiwilligen Feuerwehr, Stadtbrandinspektor Friedel Schulte, über die zahlreichen mehr oder weniger großen und gefährlichen Einsätze vielseitiger Art. 36 Kleinbrände, 13 Brände mittlerer Größe und drei Großbrände waren zu löschen. 59 Einsätze gab es mit technischer Hilfeleistung, viermal wurde die Wehr zu Wasserrettungseinsätzen gerufen. Auch Tiere waren viermal aus Notlagen zu befreien. Einschließlich der meist durch technische Fehler erfolgten Fehlalarmierungen hatte die Olpe Wehr insgesamt 172 Einsätze zu verzeichnen.

Die Freiwillige Feuerwehr Olpe zählt zurzeit 108 aktive Wehrmänner und Wehrfrauen. Der Musikzug zählt 58 Mitglieder, die Jugendfeuerwehr 24 und das Jugendorchester hat 33 Mitglieder. Mit der Ehrenabteilung (50 ältere Mitglieder) sind insgesamt 273 Olper Bürger in der Freiwilligen Feuerwehr organisiert.

Lobend erwähnte Friedel Schulte die Leistungen der Jugendfeuerwehr, von denen zehn Mitglieder einen Lehrgang in Kerpen erfolgreich abschlossen. Zudem belegte die Truppe beim Feuerwehrfest in Listernohl den 1.Platz. Der bereits angesprochene Musikzug hatte im vergangenen Jahr 38 Auftritte sowohl bei kirchlichen oder allgemein öffentlichen Veranstaltungen. Besonders, betonte Friedel Schulte in seinem Rückblick, habe das Jahreskonzert von allen Seiten nur Lob erfahren.

Im Rahmen der Beförderungen gab es zahlreiche Wehrleute in neue Rangstufen zu versetzen. Michel Grebe ist jetzt Feuerwehrmann-Anwärter. Zu Feuerwehrmännern wurden Stefan Scholemann, Christoph Ohm und Frank Schmidt befördert. Auch drei Feuerwehrfrauen hat nun die Olper Wehr: Claudia Arendt, Christina Harnischmacher und Britta Grebe bekamen dazu ihr Randabzeichen überreicht. Zum Oberfeuerwehrmann wurden Ansgar Koch und Elmar Rüenauver und zum Unterbrandmeister Dirk Maiworm, Michael Reperich und Sebastian Stachelscheid befördert.

Viel Beifall der Kameraden im vollbesetzten Haus bekamen die Brüder Georg, Michael und Thomas Hengstebeck, die alle drei zu Brandmeistern befördert wurden. Frank Hachenberg bekam seine Berufung zum Hauptbrandmeister und Joachim Hochstein nach erfolgtem Lehrgang mit Prüfung am Institut der Feuerwehr in Münster die Ernennung zum Brandinspektor. Nach vielen Jahren Dienst in der Freiwilligen Feuerwehr Olpe wurden Rudolf Hachenberg und Paul Voss in die Ehrenabteilung übernommen.

Ein Höhepunkt in der Versammlung war sodann die Überreichung des Feuerwehr-Ehrenabzeichen an drei verdiente Feuerwehrmänner, die der Olper Bürgermeister Horst Müller selbst übernahm. Für langjährige treue Pflichterfüllung erhielten das Ehrenabzeichens für 25 Jahre Unterbrandmeister Bernhard Hengstebeck und für 35-jährige aktive Pflichterfüllung die Unterbrandmeister Hermann Roß und Günter Stracke. Müller dankte den Feuerwehrmännern. Es sei eine Rarität, so lange der Freiwilligen Feuerwehr die Treue zu halten. »Ihr zählt seit 25 Jahren oder gar seit 35 Jahren zu denen, die da rein laufen, wo andere rauslaufen«, sagte der erste Mann der Stadt.

In seiner Ansprache lobte er noch einmal alle aktiven Wehrleute, die vor allen Dingen ihren Dienst als Ehrenamt, unentgeltlich ausüben würden. »Die Aufgabe der Feuerwehr ist es, den Menschen und sein Hab und Gut vor dem Feuer zu schützen. Aber noch viele andere Aufgaben kommen auf die Feuerwehr zu. Und wie oft begeben Sie sich selbst in Gefahr für Gesundheit oder gar Leben.« Müller lobte ganz besonders den schnellen und kompetenten Einsatz der Olper Wehr in der Neujahrsnacht anlässlich des vermutlich durch Brandstiftung verursachten Hausbrandes an der Westfälischen Straße (die SZ berichtete). »Auch eine Berufsfeuerwehr hätte nicht besser und erfolgreicher löschen und helfen können«, sagte er. Humorvoll bemerkte der Bürgermeister noch dazu: »Wäre in dieser Nacht jedoch das alte Ring-Kaufhaus abgebrannt, so würde ich sicher heute noch in Untersuchungshaft sitzen.« Bekanntlich ist Müller gegen eine Bestandserhaltung jenes Kaufhauses.

Zum Neubau eines Feuerwehrhauses hielt Müller sich recht zurück. Im März würden die ersten Entwürfe den Stadtverordneten vorgelegt. Wie dann der Lauf der Dinge sein werde, könne er noch nicht sagen. Er hoffe jedoch, dass er im Jahre 2005 den Grundstein für das neuen Haus legen dürfe.

Kreisbrandmeister Werner Grüneböhmer sagte noch seinen Dank für alle Leistungen und Arbeit bei den vielen und vielseitigen Einsätzen im vergangenen Jahr. Er wies darauf hin, dass diese Arbeit nicht immer leicht sei und erinnerte dabei an den folgenschweren Eisenbahnunfall in Attendorn. »Auch dort haben Kameraden einen nicht einfach zu vergessenen Einsatz geleistet.«

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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