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Lounge für alle Jahreszeiten an der Talbrücke Sondern
„Ommi Kese“ ist zurück am See

In den 60er-Jahren stand Magdalene Keseberg im Imbisswagen, später verkaufte sie Würstchen, Pommes und Co. an der Fensterausgabe in dem einige Jahre später errichteten Gebäudekomplex direkt am Seeufer (kl.). Zuletzt war hier das Restaurant „Seesicht“ beheimatet, in wenigen Wochen öffnet hier „Ommi Kese“.
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  • In den 60er-Jahren stand Magdalene Keseberg im Imbisswagen, später verkaufte sie Würstchen, Pommes und Co. an der Fensterausgabe in dem einige Jahre später errichteten Gebäudekomplex direkt am Seeufer (kl.). Zuletzt war hier das Restaurant „Seesicht“ beheimatet, in wenigen Wochen öffnet hier „Ommi Kese“.
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  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

yve Sondern. Gemütliche Sofas mit dicken Kissen, auf den Tischen brennen Gasfeuer, zur Dämmerung weisen Lichterketten den Weg zur Lounge. Dort, wo gedämpfte Musik im Hintergrund ein Beach-Ambiente aus viel Holz und Glas beschallt. „Alles ganz lässig und entspannt“, lässt Peter Reck seinen Blick über das Areal schweifen. Er hat die Pläne im Kopf, jedes Detail – von Wildblumenwiesen bis zu Barhockern mit freiem Blick auf das Wasser.
„Ommi Kese“: Neue Lounge am See entsteht
Zu sehen ist noch nichts. Einzig Baulärm aus dem Inneren zeugt von Veränderung im Gebäudekomplex an der Sonderner Talbrücke in der Nachbarschaft zum Campingplatz. Zuletzt war hier das Restaurant „Seesicht“ beheimatet. Die große Küche ist verwaist, doch in wenigen Wochen wird es wieder betriebsam zugehen.

yve Sondern. Gemütliche Sofas mit dicken Kissen, auf den Tischen brennen Gasfeuer, zur Dämmerung weisen Lichterketten den Weg zur Lounge. Dort, wo gedämpfte Musik im Hintergrund ein Beach-Ambiente aus viel Holz und Glas beschallt. „Alles ganz lässig und entspannt“, lässt Peter Reck seinen Blick über das Areal schweifen. Er hat die Pläne im Kopf, jedes Detail – von Wildblumenwiesen bis zu Barhockern mit freiem Blick auf das Wasser.

„Ommi Kese“: Neue Lounge am See entsteht

Zu sehen ist noch nichts. Einzig Baulärm aus dem Inneren zeugt von Veränderung im Gebäudekomplex an der Sonderner Talbrücke in der Nachbarschaft zum Campingplatz. Zuletzt war hier das Restaurant „Seesicht“ beheimatet. Die große Küche ist verwaist, doch in wenigen Wochen wird es wieder betriebsam zugehen. Spätestens, wenn die Werbeschilder ausgetauscht sind und aus der „Seesicht“ die „Seesucht Ommi Kese“ wird – Imbiss, Lounge und Strandbar zugleich.

"Jeder ist willkommen"

„Jeder ist willkommen, auch in Shorts oder Bikini frisch vom Stand-Up-Paddle“, so Peter Reck. Er ist der Lebensgefährte von Nicole Keseberg und Pächter von „Ommi Kese“.

Die Fläche direkt am Seeufer ist seit dem Einstau des Biggesees 1965 im Besitz der Familie Keseberg, die auch die Personenschifffahrt betreibt. Als Ausgleich für ein Grundstück, das seinerzeit dem Wasser weichen muss. Die Großeltern von Nicole Keseberg seien aber Landwirte gewesen, erzählt Reck im Gespräch mit der Siegener Zeitung. „Das neue Gebiet war für ihre Zwecke nicht geeignet.“ Dazu noch aufgeschüttet von den massiven Bauarbeiten. „Zwei Jahre sollte der Einstau dauern, doch es waren nur fünf Monate. Plötzlich wollten alle an den See – viele Einheimische, auch schon Touristen.“

Magdalene Keseberg wird zur Institution am See

1967 macht Magdalene Keseberg aus der Not eine Tugend. Sie stellt einen Imbisswagen mit Würstchen- und Pommesverkauf auf den Platz am See. „Das war der Renner“, weiß Peter Reck. Über Jahre. Die mobile Verkaufsstation wird ausrangiert, der Imbiss zieht in einen Neubau. Die heute 90-jährige Magdalene Keseberg wird zur Institution am See.

In den 60er-Jahren stand Magdalene Keseberg im Imbisswagen, später verkaufte sie Würstchen, Pommes und Co. an der Fensterausgabe in dem einige Jahre später errichteten Gebäudekomplex direkt am Seeufer (kl.). Zuletzt war hier das Restaurant „Seesicht“ beheimatet, in wenigen Wochen öffnet hier „Ommi Kese“.
  • In den 60er-Jahren stand Magdalene Keseberg im Imbisswagen, später verkaufte sie Würstchen, Pommes und Co. an der Fensterausgabe in dem einige Jahre später errichteten Gebäudekomplex direkt am Seeufer (kl.). Zuletzt war hier das Restaurant „Seesicht“ beheimatet, in wenigen Wochen öffnet hier „Ommi Kese“.
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  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

Nicole Keseberg nennt sie zu dieser Zeit nur liebevoll „Ommi Kese“. „Da lag es doch nahe, wie wir die neue Seesucht-Location nennen“, kann es Reck kaum erwarten, das Logo am Haus und auf den Speisen- und Getränkekarten zu sehen.
Der 55-jährige aus dem Schwarzwald entstammt einer Gastronomenfamilie und hat als Restaurant-Fachmann internationale Erfahrungen. „Mir ist wichtig, dass die Gäste sich wohlfühlen, sich zurücklehnen und einfach abschalten können“. Weiße Tischtücher und ausstaffierte Bedienungen werde es nicht geben, ganz im Gegenteil. „Aktuell entwickeln wir ein Online-Format, mit dem Bestellungen von Tischen aus über das Smartphone eingehen. Getränke und Speisen können sich dann nach Aufforderung abgeholt werden.“ Das sei natürlich kein Muss. „Auch an der Ausgabe und an der Bar ist jeder willkommen.“

Snacks im Streetfoodstyle

In der „Ommi Kese“-Küche werden Snacks im Streetfoodstyle kreiert. Geschmorte Süßkartoffeln mit Couscous-Salat und Burrata, „Fish and Chips“ oder Klassiker wie Currywurst und Frikadellenbrötchen – „nur ein bisschen stylischer“. Soßen und Dips kommen nicht aus Eimern. „Wir legen Wert auf gute Qualität“, verspricht der 55-Jährige. „Ich möchte auch wissen, was die Gäste wünschen. Gespräche an Tischen gehören für mich unbedingt dazu.“ Sicher ist, dass die Getränkeauswahl nicht langweilig sein wird. „Ein Kühlschrank muss bunt sein und Kaffee und Co. handgemacht.“ Das einfache Bier sei dabei unverzichtbar, „und die Flasche Weißwein ist im Kühler auf Eis gebettet“. Wer mag, dem öffnen wir auch Champagner. Ist das Strandlokal besetzt, können Besucher an das Seeufer ausweichen – „leihweise gibt es sogar eine Picknickdecke.“

Für die To-Go-Variante hat sich der Pächter einem bundesweit etablierten Mehrweg-System angeschlossen, eine nachhaltige Alternative zu Einwegverpackungen. Der Kunde kann den Pfand für die bruchsicheren Becher und Schalen bei „Ommi Kese“ einlösen, die Behälter Zuhause nutzen oder sie in deutschlandweit über 6000 Ausgabestellen abgeben. An der Talbrücke übrigens das ganze Jahr über. „Wir konzentrieren uns nicht nur auf das Sommergeschäft“, so Reck. „Und nicht nur auf Touristen, sondern auf Einheimische, für die wir gerade einen Treffpunkt schaffen.“

Im Frühling soll es losgehen

Zunächst öffnet Reck den Außenbereich. Voraussichtlich im April/Mai klirren die Gläser, bruzzelt es in den Töpfen. Derweil gehen die Umbaumaßnahmen im Gebäude weiter. „Hier entsteht ein Bistro“, zeigt Reck in das ehemalige Restaurant. Eine Wand wird eingezogen, Glasfronten vergrößert, dazu aufklappbare auf der Terrasse für Wetterschutz an kälteren Tagen installiert. Im Außenbereich sind E-Bike-Ladestationen und eine Aufbewahrung für Stand-Up-Paddels vorgesehen. Nach Wassersport oder Spaziergang bei „Ommi Kese“ einkehren und nach wenigen Schritten ins Bett fallen, aufwachen und gleich den See sehen. Selbst das soll möglich werden. Nicole Keseberg plant, im großzügigen Gebäudekomplex drei Ferienwohnungen zu integrieren. Es bleibt also spannend am Gewässer, bei „Ommi Kese“ – von 1967 an eine Institution, jetzt zurück am Biggesee.

Autor:

Yvonne Clemens (Redakteurin) aus Stadt Olpe

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