Endlich Gäste in neuer Strandlounge am Biggesee
"Ommi Kese" startet durch

Anita Wege und Marlies Treude (v. l.) aus dem Siegerland fühlten sich wie im Urlaub. Nach einem Termin in Olpe steuerten sie die neue Strandbar in Sondern an.
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  • Anita Wege und Marlies Treude (v. l.) aus dem Siegerland fühlten sich wie im Urlaub. Nach einem Termin in Olpe steuerten sie die neue Strandbar in Sondern an.
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yve Sondern. Anita Wege und Marlies Treude fühlen sich wie im Urlaub. „Was ist das schön“, sind sich die Frauen aus dem Siegerland einig. Sie sitzen auf Holzsofas mit gemütlichen Kissen, gedämpfte Musik läuft im Hintergrund. „Vor zehn Jahren war ich schon einmal hier“, erinnert sich Anita Wege. „Es hat sich jede Menge verändert“, schaut sie sich um – „wirklich toll“. In diesem Moment serviert Peter Reck den Freundinnen ein Eis. „Wenn es ihnen schmeckt, geht die Marke bei uns in Serie“, sagt der Pächter der „Seesucht Ommi Kese“, die Strandlounge, Snackeria und Bar in einem ist.

Im Februar hatten Reck und seine Lebensgefährtin Nicole Keseberg die mutige Entscheidung bekanntgegeben, inmitten der Pandemie eine Gastronomie eröffnen zu wollen (die SZ berichtete). Es folgten umfangreiche Baumaßnahmen, um Beach-Ambiente aus viel Holz und Glas zu schaffen. Der Corona-Notbremse geschuldet, musste der mit Lichterketten behangene Sitzbereich mit direktem Blick auf den Biggesee zunächst abgesperrt werden. Einzig das „To Go“-Geschäft an der Fensterausgabe war erlaubt, undenkbar eine Eröffnungsfeier. Jetzt hängen die Werbeschilder, und der Betrieb nimmt endlich Fahrt auf.

"Wir planen für die kalte Jahreszeit Events,
die so frech wie ,Ommi’ sind."

Peter Reck
Pächter „Ommi Kese“

Beim Besuch der SZ lassen sich Einheimische als auch Touristen Kaffee oder Kaltgetränke schmecken. „Ein fantastischer Ausblick“, schwärmt Jörg Weber. Mit seinem Freund Manfred Ifland ist er auf Durchreise. Die Motorradfahrer kommen aus Eichsfeld in Thüringen. „Wir sind hier ganz zufällig vorbeigekommen und haben uns sofort entschieden, eine Pause einzulegen, schöner geht es ja nicht.“
In dem Gebäudekomplex an der Sonderner Talbrücke war zuletzt das Restaurant „Seesicht“ beheimatet. Die Fläche direkt am Seeufer ist seit dem Einstau des Biggesees 1965 im Besitz der Familie Keseberg, die auch die Personenschifffahrt betreibt.

Strandlounge noch Oma benannt

In den 60er-Jahren war Magdalene Keseberg dort eine Institution. Die Oma von Nicole Keseberg stand seinerzeit in einem Imbisswagen, der im Zuge des aufkommenden Tourismus' am See immer mehr Gäste anzog. Für Nicole Keseberg war ihre Oma immer „Ommi Kese“. „Da lag es doch nahe, dass wir unsere Strandlounge nach ihr benennen“, so der Pächter. Einige Jahre später entstand auf dem Grundstück eine großzügige Immobilie, in der Magdalene Keseberg ihren neuen Platz fand. Pommes, Würstchen und Co. verkaufte sie fortan aus einer Fensterausgabe, die auch bei „Ommi Kese“ in Betrieb ist.

„Ommi Kese“ war die Großmutter von Nicole Keseberg, die ab den 60er-Jahren Speisen und Getränke am Seeufer verkaufte.
  • „Ommi Kese“ war die Großmutter von Nicole Keseberg, die ab den 60er-Jahren Speisen und Getränke am Seeufer verkaufte.
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Den Innenbereich möchte Peter Reck erst im Herbst modernisieren. „Wir planen für die kalte Jahreszeit Events, die so frech wie ,Ommi’ sind.“ Der Winter sei natürlich eine Herausforderung, das Sommergeschäft stark wetterabhängig. „Der Tourismus muss funktionieren.“ Der 56-Jährige ist aber optimistisch, „die Sonne scheint, und Urlaub in Deutschland ist wieder gefragt“.

Innenarchitektur ähnelt Konzept von Ommi Kese

Daher können Gäste von Peter Reck und Nicole Keseberg den Blick auf Wasser und Wald nicht nur von der Strandbar, sondern auch vom Frühstückstisch oder gar vom Bett aus genießen. Erst seit wenigen Tagen sind die drei Ferienwohnungen im Haus bezugsfertig. Die Innenarchitektur ähnelt dem Konzept von „Ommi Kese“ – „stilvoll, aber nicht zu überladen, unsere Gäste sollen sich bei uns wohlfühlen“. So verhalte es sich auch mit der Speisekarte. „Wir bieten keine 30 verschiedene Sachen an.“ Klein, aber fein sei die Auswahl. „Es gibt zum Beispiel geschmorte Süßkartoffeln mit Couscous-Salat und Burrata, aber auch Klassiker wie Currywurst und Frikadellenbrötchen.“ Dazu Bier, gute Weine, einen Aperol oder einen Gin Tonic – „mehr braucht man doch nicht für einen schönen Abend am See.“ „Wer bei uns Feiern möchte, kann sein Wunschmenü natürlich mit uns zusammenstellen.“

Das nächste Ziel von Reck ist die Zusammenarbeit mit Partnern. „Warum nicht mal einen Burgerwagen auf den Platz stellen?“ Das sei eine Win-Win-Situation. „Hauptsache es ist lässig und entspannt – so wie heute“, schaut der 56-Jährige zufrieden auf seine Gäste, die endlich in bester Lage verweilen dürfen. Derweil verabschieden sich Anita Wege und Marlies Treude und geben grünes Licht für das neue Eis – „es hat geschmeckt, das können Sie anbieten“.

Anita Wege und Marlies Treude (v. l.) aus dem Siegerland fühlten sich wie im Urlaub. Nach einem Termin in Olpe steuerten sie die neue Strandbar in Sondern an.
„Ommi Kese“ war die Großmutter von Nicole Keseberg, die ab den 60er-Jahren Speisen und Getränke am Seeufer verkaufte.
Autor:

Yvonne Clemens (Redakteurin) aus Stadt Olpe

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