368 Stellplätze auf drei Ebenen
Parkpalette soll Platz schaffen

Diese Skizze auf Basis eines Luftbilds zeigt, wo die Parkpalette gebaut wird und wie die Verkehrsführung erfolgen soll. Rechts am Bildrand schließt sich das Freizeitbad an, oben die Bigge. Links sind die Gebäude zu erkennen, die vom einstigen Klärwerk erhalten sind und heute als Betriebsgebäude des Regenüberlaufbeckens dienen.
  • Diese Skizze auf Basis eines Luftbilds zeigt, wo die Parkpalette gebaut wird und wie die Verkehrsführung erfolgen soll. Rechts am Bildrand schließt sich das Freizeitbad an, oben die Bigge. Links sind die Gebäude zu erkennen, die vom einstigen Klärwerk erhalten sind und heute als Betriebsgebäude des Regenüberlaufbeckens dienen.
  • Foto: AMP Parking Europe
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win Olpe. Das Thema Parken sorgt in der Kreisstadt immer wieder für energische Debatten – sowohl in der Kommunalpolitik wie in der Bevölkerung. Zwar ist das kostenlose Parken, rund zwei Jahrzehnte lang in Olpe als Werbeargument für den Einkaufsstandort propagiert, mit wenigen Ausnahmen seit einigen Jahren Geschichte, doch im Vergleich zu Großstädten sind die zu entrichtenden Entgelte auf den städtischen Parkflächen im unteren Bereich angesiedelt. Dennoch kam es vor der Corona-Pandemie in Stoßzeiten, insbesondere vor Weihnachten oder vor Feiertagen, häufig zu der Situation, dass innenstadtnahe Parkflächen komplett belegt waren und Autofahrerinnen und Autofahrer zum Teil weite Strecken laufen mussten, um ihren Einkauf erledigen zu können.

Unfachmännische Instandhaltung mit Folgen

Über einer der Säulen des Parkkonzepts, dem Parkhaus Franziskanerstraße, schwebt seit Jahren das Schwert des Damokles. Unhörbar tickt hier eine Zeitbombe: Mangelhafte, unfachmännisch instandgesetzte Abdichtungen hatten im Winter von Pkw abtropfendes Tausalz in den Stahlbeton eindringen und die Armierung anfressen lassen. Ein Statiker hatte das Parkhaus bereits sperren lassen, provisorische Verstärkungen wurden eingeschweißt, das Parkhaus wird engmaschig kontrolliert, und dennoch, so die Prognose des Fachmanns, wird die Korrosion eines Tages dafür sorgen, dass das Parkhaus nicht mehr zu halten ist.

Schon länger plant die Stadt für diesen „Tag X“ an einer Alternative, die nun noch akuter geworden ist, seit feststeht, dass die Wirtschaftsförderungsgesellschaft große Teile der derzeitigen Parkflächen auf dem ehemaligen „SiBO“-Gelände zur Erweiterung des Bereichs „Biggesee-Front“ verkaufen wird. Eine Parkpalette soll auf dem Parkplatz entstehen, der bislang auf dem Regenüberlaufbecken vor dem Freizeitbad vorrangig die Kundinnen und Kunden von Bad und Sauna zur Verfügung steht.

Empfehlung zur Variante 3

Die Stadt ließ mehrere Varianten für eine solche Parkpalette entwerfen und empfiehlt nun, die sogenannte „Variante 3“ voranzutreiben und mittelfristig in Angriff zu nehmen. In der weiteren Ausarbeitung sollen die Planer unterschiedliche Vorschläge zur äußeren Gestaltung der Parkpalette (Dach und Fassade) zur Entscheidung vorlegen. Zwingend sollen sie dabei auch ein Grün- und ein Solardach vorschlagen.

Ziel müsse sein, „einen möglichst hohen Stellplatzzugewinn zu erreichen (...) und damit den täglich in die Stadt fließenden Verkehr bereits am Eingang der Stadt abzufangen, um so für eine Entlastung der innerstädtischen Verkehrsinfrastruktur zu sorgen“, heißt es in der Beschlussvorlage.
Die Tatsache, dass die Parkpalette auf einem Regenüberlaufbecken entstehen wird, stellt die Planer vor Herausforderungen. Mit der Ausarbeitung verschiedener Varianten wurde das Büro AMP Parking Europe (Hamburg/Karlsruhe) beauftragt.

Die Gesamtkosten liegen bei 4,2 Millionen Euro

Die Variante 3 würde auf der Grundfläche von 142 vorhandenen Stellplätzen auf drei Ebenen insgesamt 368 Stellplätze bieten, also einen Nettogewinn von 226 Plätzen. Mit Dach und Fassade wird ein Kostenrahmen von 4,2 Millionen Euro genannt.

Das Büro soll seine Pläne im Bauausschuss am 17. Juni vorstellen und im Detail erläutert. „Aus Sicht der Verwaltung ist aufgrund des in absehbarer Zeit zu erwartenden Wegfalls von Stellplatzflächen mit der Neuerrichtung der Parkpalette ein möglichst großer Stellplatzzugewinn bei wirtschaftlich vertretbarem Aufwand anzustreben.“ Die Variante 3 der Planvorentwürfe biete das günstigste Verhältnis der Bruttokosten zur Anzahl der neuen Stellplätze.

Hinsichtlich der genannten Kosten betont die Stadtverwaltung allerdings, der Kostenrahmen diene lediglich als Möglichkeit der wirtschaftlichen Gewichtung der unterschiedlichen Varianten untereinander und gebe, vor allem auch vor dem Hintergrund des „aktuell absolut unberechenbaren Marktgeschehens“, keine verlässliche Information zu den tatsächlich zu erwartenden Kosten.
Eine belastbare Kostenschätzung werde im weiteren Verlauf der Vorentwurfsplanung erarbeitet.

Autor:

Jörg Winkel (Redakteur) aus Stadt Olpe

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