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Zusammenarbeit gefordert
Parteien wünschen sich mehr Initiative von Bürgermeister Berghof

Interkommunale Zusammenarbeit ist für Drolshagen eigentlich nichts Neues – so wurde viele Jahrzehnte lang die Realschule in Olpe – hier ein Archivbild aus der Zeit vor der Schließung – gemeinsam mit der Nachbarstadt betrieben.
  • Interkommunale Zusammenarbeit ist für Drolshagen eigentlich nichts Neues – so wurde viele Jahrzehnte lang die Realschule in Olpe – hier ein Archivbild aus der Zeit vor der Schließung – gemeinsam mit der Nachbarstadt betrieben.
  • Foto: Foto: Archiv
  • hochgeladen von Yvonne Clemens (Redakteurin)

In der Ratssitzung der Stadt Drolshagen war am Donnerstag in den Haushaltsreden von CDU, UDW und UCW die interkommunale Zusammenarbeit ein großes Thema.
Die Fraktionsvorsitzenden wollten im Dorfgemeinschaftshaus Germinghausen von Bürgermeister Uli Berghof (CDU) wissen, warum sich auf diesem Gebiet wenig bis gar nichts tue. Denn sie sähen hohe Synergieeffekte, kommunale Aufgaben zu bündeln, zum Beispiel bei der Raumentwicklung, dem Flächenmanagement, der Beschaffung, der Gebäudewirtschaft, der Teilnahme an Fördergeldern sowie der Einrichtung von gemeinsamen Dienststellen mit spezialisiertem Personal.
Weitere Synergieeffekte seien über die gemeinsame Nutzung von Infrastruktur und technischen Einrichtungen bei der Planung und Entwicklung von Wohn-, Gewerbe- und Verkehrsflächen möglich.

In der Ratssitzung der Stadt Drolshagen war am Donnerstag in den Haushaltsreden von CDU, UDW und UCW die interkommunale Zusammenarbeit ein großes Thema.
Die Fraktionsvorsitzenden wollten im Dorfgemeinschaftshaus Germinghausen von Bürgermeister Uli Berghof (CDU) wissen, warum sich auf diesem Gebiet wenig bis gar nichts tue. Denn sie sähen hohe Synergieeffekte, kommunale Aufgaben zu bündeln, zum Beispiel bei der Raumentwicklung, dem Flächenmanagement, der Beschaffung, der Gebäudewirtschaft, der Teilnahme an Fördergeldern sowie der Einrichtung von gemeinsamen Dienststellen mit spezialisiertem Personal.
Weitere Synergieeffekte seien über die gemeinsame Nutzung von Infrastruktur und technischen Einrichtungen bei der Planung und Entwicklung von Wohn-, Gewerbe- und Verkehrsflächen möglich. Maßnahmen, die jeder einzelnen Kommune Geld sparen, sie aber mit anderen schneller nach vorne bringen würden.
UDW-Fraktionsvorsitzender Andreas Wintersohl griff die Aussage des Bürgermeisters aus der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses auf. Dort erklärte Berghof, dass er die interkommunale Zusammenarbeit vorantreiben wolle, aber selten Partner finde. „Ich habe aufgrund Ihrer Äußerung den Eindruck, dass bisher nur im Kreis Olpe gefischt wird. Interkommunale Zusammenarbeit ist aber nicht zwangsläufig kreisgebunden, auch nicht an direkte Nachbarschaften“, meinte Wintersohl und fragte den Bürgermeister: „Haben Sie Ihre Bemühungen schon einmal in Bergneustadt, Meinerzhagen oder Marienheide vorgetragen?“

Vielleicht müssen sich Stadtverordnete aus den Kommunen einmal absprechen

Mit Blick auf die Entwicklung der Personalkosten der Stadt hielt auch der UCW-Fraktionsvorsitzende eine deutliche Ausweitung kommunaler Zusammenarbeit für dringend geboten. „Das Argument, die Nachbarkommunen seien daran nicht oder wenig interessiert, vermag nicht zu überzeugen“, meinte Winfried Behme. „Vielleicht müssen sich Stadtverordnete aus den Kommunen einmal absprechen, wenn die Verwaltungen zu wenig Neigung zeigen. Der Breitbandausbau wie die Glasfaserversorgung sind dafür nur ein Beispiel. Warum kann man nicht die Bauhöfe oder gar die kompletten Bauämter zusammenlegen?“
Auch mit Blick auf den Bau des neuen Hallenbads in Wenden sei vielleicht eine gemeinsame Planung für zwei identische Bäder möglich. „Hier könnten nach unserer Auffassung erhebliche Planungs- wie Bauausführungskosten eingespart werden, die an anderer Stelle zur Verfügung stehen würden“, so Behme.
Des Weiteren müsse die Digitalisierung dringend auch in der Verwaltung vorangetrieben werden. Vieles könnte dann nicht nur im Home Office, sondern auch kommunenübergreifend erledigt werden.
CDU-Fraktionsvorsitzender Georg Melcher trug mit einem Scherz bezüglich des geplanten Hallenbadneubaus der Gemeinde Wenden zur Erheiterung der trockenen Materie bei: „Vielleicht sollen wir der Gemeinde Wenden hierfür ein kostenloses Grundstück an der Schillerstraße in Drolshagen anbieten.“
Er sei aktuell in Gesprächen mit den Gemeinden Wenden, Finnentrop und Kirchhundem, sagte Bürgermeister Berghof, ein unbedingter Befürworter interkommunaler Zusammenarbeit. Erst wenn sich hier keine Lösungen zur Bildung von Einheiten finden ließen, werde er die Kreisgrenzen überschreiten.

Autor:

Marianne Möller

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