Viele planen Alternativen zur Haussammlung
„Plan B“ für die Sternsinger

Tanja Heuel, Sabine Eichhammer-Hecken und Vikar Michael Kammradt (v. l.) stecken mitten in den Vorbereitungen für die bevorstehende Sternsinger-Aktion.
  • Tanja Heuel, Sabine Eichhammer-Hecken und Vikar Michael Kammradt (v. l.) stecken mitten in den Vorbereitungen für die bevorstehende Sternsinger-Aktion.
  • Foto: win
  • hochgeladen von Sonja Schweisfurth (Redakteurin)

win Olpe/Drolshagen. Es ist die weltweit größte organisierte Hilfsaktion von Kindern für Kinder: Seit 1959 tun sich in Deutschland katholische Jungen und Mädchen zusammen, um am Samstag, der am nächsten am Dreikönigstag liegt, die Häuser ihrer Wohngemeinden abzulaufen, Segen zu verteilen und Geld für Entwicklungsprojekte zu sammeln. Dabei wird eine Tradition aufgegriffen, die seit dem 16. Jahrhundert belegt ist. Auch in den heimischen Kirchengemeinden wird alljährlich fleißig gesammelt, im Raum Olpe mit einer Besonderheit: Während üblicherweise das gespendete Geld einer zentralen Aktion der bundesweiten „Aktion Dreikönigssingen“ zufließt, geht das zwischen Saßmicke und Sondern gesammelte Geld an Pater Hugo Scheer in Brasilien.

Sternsinger-Aktion wird doppelt geplant

Die Projekte des aus Olpe stammenden Steyler Missionars sind vom päpstlichen Missionswerk „Missio“ anerkannt, sodass die Olper Spenden zielgerichtet eingesetzt werden können. Diesbezüglich ist der neue Pastorale Raum Olpe-Drolshagen noch getrennt, denn die Drolshagener sammeln für das zentrale Anliegen der Aktion, diesmal für Gesundheitsprojekte in Uganda. Doch auch die Sternsinger-Aktion wurde schwer von den Auswirkungen der Corona-Pandemie getroffen. Und nachdem im Sommer die Hoffnung groß war, im Januar 2022 wieder wie gewohnt singen und sammeln zu gehen, sorgt die derzeitige vierte Welle dafür, dass vielerorts doppelt geplant wird.

Sternsinger in den Startlöchern

Alle Fäden laufen bei Vikar Michael Kammradt zusammen, der für den ehemaligen Pastoralen Raum Olpe Ansprechpartner für die Sternsinger ist. „Bei uns werden die Details in den jeweiligen Gemeinden geregelt“, so Kammradt, der froh und stolz ist, dass praktisch überall Sternsinger in den Startlöchern stehen und Geld sammeln wollen. Einige der Gemeinden, etwa Dahl/Friedrichsthal, haben sich schon für den „Fall der Fälle“ eingestellt und planen „Sternsingen auf Distanz“: In der Kirche werden Tüten mit den Segens-Aufklebern, einem Brief und kleinen Überraschungen ausgelegt, die die Dahler und Friedrichsthaler sich dann abholen können. In Olpe selbst wird derzeit noch davon ausgegangen, dass die Corona-Situation so weit abklingt, dass eine Haustürsammlung durchgeführt werden kann. Am 8. Januar wird in jedem Fall ein Aussendungsgottesdienst in der St.-Martinus-Kirche gefeiert, im Anschluss sollen die Gruppen in ihre Bezirke gehen und sammeln. Und sollte die Pandemie dies nicht zulassen, wird an ähnlichen Alternativen überlegt, wie sie im vergangenen Januar praktiziert wurden. „In jedem Fall werden die Spenden dringend benötigt“, weiß Sabine Eichhammer-Hecken, „gerade wegen der Corona-Krise“. Denn die Arbeit von Pater Hugo Scheer und seiner Leute in Brasilien ist durch die Pandemie erheblich schwieriger geworden – und die Zahl derer, die Hilfe bedürfen, größer. Daher hofft sie genau wie Tanja Heuel, mit der sie die Sternsinger der Olper St.-Marien-Gemeinde betreut, auf zahlreiche Anmeldungen von Sternsingerinnen und Sternsingern.

Jedes Kind macht Schnelltests

Durch eine Kooperation mit der Linden-Apotheke würde gewährleistet sein, dass jedes Kind vor dem Start einen Schnelltest absolviert, denn das Motto der diesjährigen Aktion soll auch für die Teilnehmer gelten: „Gesund werden – gesund bleiben“. In jedem Fall soll das gelten, was Vikar Kammradt im vorigen Jahr zum Motto gemacht hatte: „Wir dürfen nicht nichts tun.“
Ähnlich in Drolshagen, wo Gemeindereferentin Britta Enders die Fäden in der Hand hält. Auch hier entscheiden die einzelnen Gemeinden über das jeweilige Vorgehen, wobei überwiegend von Distanz-Aktionen statt einer Haussammlung ausgegangen wird.
Entschieden wird kurz vor Weihnachten, das genaue Vorgehen wird dann via Presse bekanntgegeben.

Autor:

Jörg Winkel (Redakteur) aus Stadt Olpe

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