Polizei mit Blut bedroht

33-Jähriger drohte Beamten mit Hepatitis-C-Virus

mik Olpe. Am 16. und 17. Mai 2002 schnitt sich Lars K.* den Unterarm auf. Anschließend bedrohte der Arbeitslose Polizeibeamte mit seinem Blut. Denn das enthält Hepatitis-C-Viren. An die beiden Taten konnte sich der 33-Jährige aus Attendorn gestern vor dem Olper Amtsgericht nicht mehr erinnern.

»Ich war stinkbesoffen«

»Ich war stinkbesoffen, keine Ahnung, wie das gelaufen ist«, sagte Lars K.. Außerdem habe ein Arzt ihm an dem Tag Tabletten gegen seine Alkoholsucht gegeben. Und die hätten die Wirkung des Schnapses verstärkt. Der Polizeibeamte Markus W. (44) hat die beiden Tage nicht vergessen.

Mit Glasscherbe in Arm geschnitten

Am 16. Mai seien Markus W. und seine Kollegen zum Attendorner Bahnhof gerufen worden. Dort hatten Randalierer eine Telefonzelle beschädigt. Weil die Polizisten auch Lars K. wegen des Vorfalls kontrollieren wollten, griff dieser zu einer Glasscherbe und schnitt sich in den Arm. Am Tag danach wollte er mit seinem Blut die Verhaftung eines Freundes verhindern. Doch in beiden Fällen wurde keiner mit dem Hepatitis-C-Virus infiziert. Gemeinsam mit Lars K. saß Sebastian B. (33) auf der Anklagebank. Die beiden sollen mit zwei weiteren Bekannten einen Taxifahrer um das Beförderungsentgelt betrogen haben. Ganze 8,70 e blieben sie dem Taxifahrer schuldig. Beide sagten aus, sie hätten ihrem Kumpel 3 e vor Fahrtbeginn gegeben. »Mehr hatten wir nicht«, so Sebastian B.

Doch der Kumpel hat nicht bezahlt. Das sagte Taxifahrer Paul W. im Zeugenstand aus. Er habe die vier zum verabredeten Ort gefahren. »Dann sind die ausgestiegen und weggegangen«, so der 66-jährige Rentner. Er habe noch zwei Mal gerufen, was mit seinen 8,70 e sei. Vergebens.

Bewährung abgelehnt

Wegen gemeinschaftlichen Betruges verurteilte Richter Jochen Schneider Sebastian B. zu einer Freiheitsstrafe von 6 Wochen. Schneider setzte die Strafe nicht zur Bewährung aus, da Sebastian K. einschlägig vorbestraft ist. Lars K. erhielt wegen gemeinschaftlichen Betruges sowie versuchter Nötigung und versuchter Körperverletzung eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten. Doch Richter Schneider setzte die Strafe zur Bewährung aus. Außerdem muss der 33-Jährige Attendorner 200 Sozialstunden leisten (* Namen von der Redaktion geändert).

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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