Polizei stellte Brandstiftung fest

Wohn- und Geschäftshaus wurde angesteckt / Totalabriss ist unumgänglich

win Olpe. Das Feuer in der Silvesternacht, welches das Wohn- und Geschäftshaus an der Ecke Westfälische Straße/ Agathastraße in Schutt und Asche gelegt hat (die SZ berichtete), ist von bislang unbekannten Tätern gelegt worden. Staatsanwalt Hans-Werner Münker teilte auf Anfrage der SZ mit, dass eine entsprechende Untersuchung der Polizei ein klares Ergebnis gebracht hätte: »Es ist definitiv Brandstiftung.« Festnahmen habe es noch nicht gegeben. Die Pressestelle der Polizei teilte mit, dass »aus ermittlungstaktischen Gründen« noch keine weitergehenden Auskünfte möglich seien.

Auch der gestrige Tag war für die Mitglieder der Olper Feuerwehr arbeitsreich. Die Wehrleute waren zunächst im Einsatz, um die Brandstelle abzusichern, während Baustatiker Bruno Schürholz und die Hauptkommissare Martin Hasenau und Georg Melcher den maroden Bau untersuchten. Schürholz’ erste Untersuchung war rasch beendet: Auf seine Informationen hin ordneten Ordnungsamtsleiter Wilfried Hilden und Bauplanungsamtsleiter Winfried Quast die halbseitige Sperrung der Westfälischen Straße und die Vollsperrung der Agathastraße an. Durch den Brand gelockerte Fassadenteile und die bis zum Nachmittag ungeklärte Frage nach der Standfestigkeit des Giebels ließen die Verantwortlichen der Stadt auf Nummer Sicher gehen.

Vor Ort war auch Miteigentümer Philipp Schneider. Er hatte Schürholz eingeschaltet und noch am Nachmittag einen Ortstermin mit Sachverständigen seiner Versicherung vereinbart. Doch schon die Inaugenscheinnahme vor Ort ließ bei allen Anwesenden keinen Zweifel, dass hier nur noch der Abrissbagger etwas zu tun haben wird.

Das genaue Baujahr des Hauses ist ungeklärt, liegt aber in jedem Fall vor der Wende ins 20. Jahrhundert. Zahlreiche Um- und Anbauten folgten, die letzten datieren aus den 60er Jahren. Philipp Schneider erklärte, seine Familie wisse noch gar nicht, wie nun weiter verfahren werden solle.

Wie schon am Silvestertag, war die Brandruine auch gestern Anlaufpunkt ungezählter Schaulustiger. Die Flatterbänder, mit denen Mitarbeiter des städtischen Baubetriebshofs die Brandstelle abgesperrt hatten, war für viele kein Hindernis, um sich das verkohlte Haus mit dem eingesunkenen Dach doch näher anzusehen als erlaubt.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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