Randalierer in Unterhosen

28-Jähriger sprintete im Vollrausch über A45 / Pkw beschädigt

mik Olpe. »Voll wie eine Haubitze«, »rappeldicht«, »knüppelvoll«. Alles Wortschöpfungen, mit denen Richter, Rechtsanwalt und Zeugen gestern am Amtsgericht den Zustand von Vladimir P.* am 5. Oktober 2002 beschrieben haben.

An diesem Tag saß der gebürtige Kirgise gegen 18 Uhr in der Wohnung seines Bruders in Lünen. Sie tranken Wodka und Bier. Bis Vladimirs Frau Jelena (25) aufbrechen wollte. Ihr Mann habe noch bleiben wollen, übersetzte eine Dolmetscherin Jelenas Zeugenaussage. Doch Frau P. setzte sich durch. Das Paar stieg in den kleinen Honda. Und schon nach wenigen Kilometern begann Vladimir P..

Er brüllte und fuchtelte mit den Armen. Seine Frau fuhr den Wagen in Richtung Heimat (Frankfurt) auf der A45. Doch die Heimreise endete in Höhe Olpe. Dort griff Vladimir P. zur Handbremse. Und zog sie an. Sofort blockierten die Hinterräder. Der Wagen prallte gegen die Leitplanke und schleuderte auf die Standspur. Dort legte Vladimir richtig los und seine Kleidung ab. Er brüllte, schlug die Tür zu. Dann lief er nackt bis auf die Unterhose in Richtung der Talbrücke Rüblinghausen. Dabei überholte ihn Patrick L. aus Arnsberg. Der junge Mann bremste den Wagen, wollte helfen. Dafür boxte Vladimir P. gegen die Windschutzscheibe seines Wagens. Und die platzte. Doch Schadenersatz forderte der junge Mann nicht. »Der Wagen ist kurze Zeit später sowieso verschrottet worden«, so Patrick L. im Zeugenstand.

Auch der Einsatzwagen der Polizei bekam Schläge ab. Zu dritt gelang es denn Beamten vor Ort, den Volltrunkenen in Unterhosen (2 Promille) in den Mannschaftswagen zu verfrachten. Der Angeklagte habe »überhaupt nicht orientiert« gewirkt, so Polizeibeamter Herbert H.. Und das war noch die schmeichelhafteste Aussage zum Zustand des 28-Jährigen.

Der weiß von der Tat nichts mehr, so sagte er gestern zu Richter Jochen Schneider. Allerdings widersprach er auch nicht dem Tatvorwurf. Außerdem beglich Vladimir P. den Schaden an der Leitplanke (137,60e). Gestern wurde es etwas teurer.

Richter Schneider verurteilte den Angeklagten wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr sowie Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte zu einer Geldstrafe von 1200 e (* Namen von der Redaktion geändert).

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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