Ein Turm voller Überraschungen
Regina Viktor bringt Wagenladung mit Spenden und Scheck ins Mutter-Kind-Haus

Sabine Rudolf (l.), Koordinatorin der Hauswirtschaft im Mutter-Kind-Haus, Marion Weidlich (2. v. l.), stellv. Einrichtungsleiterin, und Annette Sawitza (r.), Leiterin, freuten sich wieder sehr über den Besuch von Spenden-
sammlerin Regina Viktor.
  • Sabine Rudolf (l.), Koordinatorin der Hauswirtschaft im Mutter-Kind-Haus, Marion Weidlich (2. v. l.), stellv. Einrichtungsleiterin, und Annette Sawitza (r.), Leiterin, freuten sich wieder sehr über den Besuch von Spenden-
    sammlerin Regina Viktor.
  • Foto: Yvonne Clemens
  • hochgeladen von Yvonne Clemens (Redakteurin)

yve Olpe.  Strahlende Gesichter im Mutter-Kind-Haus „Aline“ in Olpe, aber dieser Anblick ist kein neuer: Ein Auto voller Spenden steht vor dem Gebäude. Kartons und Säcke stapeln sich im Kofferraum und auf den Rücksitzen. Scheinbar unentwegt räumt Regina Viktor ihren Wagen aus und stapelt die „Lieferung“ im Flur – ein Turm voller Überraschungen.
Die 50-Jährige ist bekannt im Mutter-Kind-Haus der Gemeinnützigen Gesellschaft der Franziskanerinnen zu Olpe (GFO). Regelmäßig fährt sie vor, um die jungen Bewohnerinnen und ihre Kinder zu unterstützen, um ihnen eine Freude zu bereiten.
 
Die Nöte sind groß wie noch nie

Seit über 20 Jahren opfert die Frohnhausenerin einen großen Teil ihrer Freizeit, sammelt Spielzeug, Süßigkeiten, Fanartikel, Bekleidung und Geld. In erster Linie für Kinder und Jugendliche. Das ist der dreifachen Mutter ein großen Anliegen. „In der Pandemie sind die Nöte groß wie noch nie“, sagt Regina Viktor. „Mich erreichen viele Anfragen von Menschen, die dringend auf Hilfe angewiesen sind.“ Die 50-Jährige versucht zu helfen, wo sie nur kann. Stammgast ist sie auch im Josefshaus, im heilpädagogischen Heim der GFO, in den Frauenhäusern in Olpe und Siegen, im Friedenshort in Eiserfeld oder im Café Patchwork in Siegen.
Im Haus „Aline“, in dem schwangere Frauen und Mütter mit ihren Kindern auf dem Weg in ein selbständiges Leben begleitet werden, sind die teils hochwertigen Spenden der 50-Jährigen sehr willkommen. Die Frohnhausenerin überraschte dieses Mal nicht nur mit Bettwäsche, Büchern, Bastelartikel und Süßigkeiten, sondern unter anderem auch mit einem Schaukelpferd, einer Wippe und einem Puppenhaus.
Überdies nahm „Aline“-Einrichtungsleiterin Annette Sawitza einen Scheck in Höhe von 400 Euro entgegen. Der Betrag setzt sich aus Privatspenden und einer größeren Summe des Hofladens Klein aus Herzhausen zusammen. Das Geld kommt genau zu richtigen Zeit. „Die Mütter und die Kinder sind Corona-bedingt viel zu Hause“, so Annette Sawitza. Um dem Lockdown entgegenzusteuern, werden nun weitere Fördermaterialien angeschafft.
Jährlich stellt Regina Viktor auch für einige Wochen Spendendosen in Friseursalons auf, um gemeinnützige Einrichtungen schnell und unbürokratisch zu helfen. Sie weiß aus persönlicher Erfahrung, dass Heime, Kliniken und Hospize auf finanzielle Hilfen angewiesen sind.
Bei ihren rührigen Einsätzen in den Kreisen Olpe und Siegen-Wittgenstein wird sie von ihrer Familie, Bürgern und Geschäftsleuten maßgeblich unterstützt. Ans Aufhören denkt die eifrige Spendensammlerin noch lange nicht, das käme ihr nicht in den Sinn. Denn die Anzahl bedürftiger Menschen in der Region werde schließlich nicht weniger, sagt sie – „ganz im Gegenteil“.

Autor:

Yvonne Clemens (Redakteurin) aus Stadt Olpe

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