SMS-Mitarbeiter sammelten für Kinder:
Rekordsumme mit "Süßes für Bares" erreicht

Frank Neus, Reinhard Geuecke, Joachim Giesler, Rüdiger Barth, Gerd Schreiber und Ulrich Salzmann (v. l.) bei der symbolischen Scheckübergabe. 16 000 Euro gingen an das Kinderhospiz und das Josefshaus. Foto: win
  • Frank Neus, Reinhard Geuecke, Joachim Giesler, Rüdiger Barth, Gerd Schreiber und Ulrich Salzmann (v. l.) bei der symbolischen Scheckübergabe. 16 000 Euro gingen an das Kinderhospiz und das Josefshaus. Foto: win
  • hochgeladen von Jörg Winkel (Redakteur)

win Olpe/Dahlbruch. Es begann mit schnödem Diebstahl. Joachim Giesler, Meister in der Werkstatt des Walzwerkherstellers SMS in Dahlbruch, hatte in der Vorweihnachtszeit stets einen Teller mit Süßigkeiten auf seinem Schreibtisch stehen. Doch nur die wenigsten der „Klümpchen“ wurden von Giesler selbst genossen – der Löwenanteil wanderte in Taschen und Münder von Kollegen, die sich durch den vollen Teller eingeladen fühlten.

Giesler machte 1999 aus der Not eine Tugend und forderte die Kollegen auf, für jede Süßigkeit einen Groschen dazulassen. Weihnachten erfolgte der Kassensturz – 55 DM waren zusammengekommen. Schon damals teilte Giesler das Geld und ließ es zur Hälfte dem Kinderhospiz „Balthasar“ und dem Kinderheim „Josefshaus“ in Olpe zukommen. Und von der Idee angespornt, baute Joachim Giesler das Konzept aus. So entstand ein Spendentisch, der in einer Werkshalle zum Naschen einlädt – ein stählernes, diebstahlsicheres, angekettetes „Sparschwein“ dient dem Spendeneinwurf, und längst ist es meist nicht mehr der symbolische Groschen, der gegeben wird.

Jedes Jahr am 1. Oktober startet Giesler die Aktion, inzwischen unterstützt von Frank Neus, Ulrich Salzmann und Gerd Schreiber, und am letzten Arbeitstag vor Weihnachten wird Kassensturz gemacht. 2007 wurde die 1000-Euro-Grenze „geknackt“, und im vergangenen Jahr beim 20. Durchgang nutzte der Betriebsrat von SMS die Gelegenheit, das Projekt in der Betriebsversammlung vorzustellen. Und spontan entschloss sich die Geschäftsführung, den Betrag zu verdoppeln.

Giesler und Co. legten los. Sie rührten die Werbetrommel, das Spendenschwein wurde auf einer Sackkarre durch den ganzen Betrieb gefahren, um auch die anzusprechen, die nicht am Spendentisch vorbeikommen, und am Ende waren 7591 Euro zusammengekommen. Die beeindruckte Geschäftsführung rundete zunächst auf 8000 Euro auf und verdoppelte diesen Betrag sogleich, so dass heute je 8000 Euro an Reinhard Geuecke vom Josefshaus und Rüdiger Barth von „Balthasar“ überreicht wurden.

Geuecke erklärte, mit dieser Spende sei nun die Wallfahrt finanziert, die in diesem Jahr absolviert werden soll. Weiterhin werde das Geld eingesetzt, um Therapien oder Nachhilfe für Kinder aus dem Josefshaus zu bezahlen, Maßnahmen, die die Krankenkasse nicht zahlt.

Im Kinderhospiz wird das Geld eingesetzt, um die letzten Kosten für einen fast fertigen Musikraum zu decken. Außerdem ermöglicht die Spende, dass Eltern todkranker Kinder bei dringender Notwendigkeit auch länger als vier Wochen im Jahr die Dienste des Kinderhospizes in Anspruch nehmen können. Denn gerade diese Familien, so Barth, seien derzeit die am ärgsten betroffenen Opfer des Pflegekräftemangels. Er kenne mehrere Fälle, in denen eigentlich eine 24-Stunden-Versorgung durch einen Pflegedienst vorgesehen sei – der Dienst aber plötzlich nicht mehr kommt und beispielsweise die Nachtschichten komplett von den Eltern übernommen werden müssen.

Insgesamt haben Joachim Giesler und seine Kollegen in den 20 Jahren nun 42 077,76 Euro zusammengetragen.

Autor:

Jörg Winkel (Redakteur) aus Stadt Olpe

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