Isolation nicht mehr erforderlich / 20 bis 30 Abstriche pro Tag im Olper St.-Martinus-Hospital
Schnelltest für Notfallpatienten

Manuela Japes arbeitet im klinisch-chemischen Labor des St.-Martinus-Hospitals. Hier werden ab sofort Corona-Schnelltest für Notfallpatienten durchgeführt.  Foto: privat
  • Manuela Japes arbeitet im klinisch-chemischen Labor des St.-Martinus-Hospitals. Hier werden ab sofort Corona-Schnelltest für Notfallpatienten durchgeführt. Foto: privat
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sz Olpe. Wer einen geplanten Eingriff im St.-Martinus-Hospital Olpe oder im St.-Josefs-Hospital Altenhundem hat oder ungeplant stationär aufgenommen werden muss, wird zunächst auf Covid-19 getestet. „So lange kein negatives Testergebnis vorliegt, wird der Patient bei uns als Covid-positiv behandelt – zum Schutz der anderen Patienten und zum Schutz unserer Mitarbeiter“, erklärt die ärztliche Direktorin, Dr. Christine Menges. Konkret bedeutet das, dass der Patient stationär isoliert werden muss, bis Klarheit herrscht.

Bislang arbeiteten beide Häuser mit einem externen Labor zusammen. Patienten, die beispielsweise einen geplanten operativen Eingriff haben, werden ein paar Tage zuvor zum Abstrich gebeten, der dann an das Labor eingeschickt wird und in der Regel binnen 24 bis 48 Stunden ein Testergebnis liefert. Kritischer wird es bei den Patienten, die ungeplant stationär aufgenommen werden müssen – diese Patienten mussten bislang isoliert werden, bis der Test Sicherheit lieferte.

Seit einer knappen Woche ist diese Isolation nun nicht mehr erforderlich. Das St.-Martinus-Hospital ist nun in der Lage, für beide Standorte einen Corona-Schnelltest durchzuführen. Patienten aus dem St.-Josefs-Hospital, bei denen ein dringender Abstrich erforderlich ist, erhalten diesen vor Ort. Die Probe wird dann per Kurier nach Olpe gebracht und hier im Labor untersucht. „Bei diesem Schnelltest handelt es sich um einen PCR-Test. Wir weisen die Virus-DNA im Abstrich nach“, erläutert Manuela Japes aus den klinisch-chemischen Labor des SMH. Das Gerät liefert nach etwa 50 Minuten ein Testergebnis, das dann direkt an die EDV des Krankenhauses gemeldet wird. Das Testverfahren läuft erheblich schneller ab als es im Großlabor möglich ist.

„Das Großlabor arbeitet mit einem kostengünstigeren System, das Ergebnisse nach einem längeren Zeitraum liefert“, weiß Japes. „Wir arbeiten hier mit Einwegkartuschen, in denen bereits alle erforderlichen Reagenzien enthalten sind. Das ist schneller, aber eben auch deutlich kostenintensiver.“ „Innerhalb sehr kurzer Zeit haben wir Gewissheit und müssen nicht unnötig Bettenkapazitäten belegen – und auch für den Patienten macht es natürlich einen Unterschied, ob er isoliert werden muss oder auf einer Normalstation behandelt werden kann“, erklärt Dr. Menges.

Dennoch ist der Schnelltest den Patienten vorbehalten, die notfallmäßig ins Krankenhaus müssen. Planbare Tests werden weiterhin mit dem Großlabor durchgeführt. Der Grund hierfür liegt in den Kosten. Diese sind im Schnelltestverfahren mehr als doppelt so hoch wie im Großlabor.

Das Gerät, das in Olpe zum Einsatz kommt, wurde bereits im Jahr 2008 angeschafft und ursprünglich für MRSA-Tests eingesetzt. „Der Hersteller hat für dieses Gerät einen Corona-Schnelltest entwickelt. Um das Gerät hierfür nutzen zu können, musste es gewartet werden und wurde um eine Werkbank mit einem Abzug ergänzt, die für den Test erforderlich ist“, berichtet André Kriegeskorte, Leiter Einkauf. „Aktuell haben wir bereits 100 Schnelltests durchgeführt – ein positiver war dabei. Wir planen derzeit mit 20 bis 30 Testungen im eigenen Labor pro Tag.“

Autor:

Redaktion Olpe aus Stadt Olpe

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