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Bundesoberst des Sauerländer Schützenbundes eher skeptisch
Schützenfeste vor dem Aus?

So wie auf dem „Ümmerich“ in Olpe geht es auch bei den anderen Schützenfesten im Kreisgebiet sehr ausgelassen zu: Die Leute feiern dicht an dicht.
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  • So wie auf dem „Ümmerich“ in Olpe geht es auch bei den anderen Schützenfesten im Kreisgebiet sehr ausgelassen zu: Die Leute feiern dicht an dicht.
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mari Olpe. Wird in diesem Jahr im Kreis Olpe Schützenfest gefeiert? Diese Frage taucht derzeit bei den Vereinen, Bruderschaften und Gesellschaften sowie bei Freunden des Schützenwesens immer mehr auf. Denn schon Anfang Mai würde in der Regel der Schützenverein Elben die Schützenfestsaison im Kreis Olpe eröffnen. Und die Menschen brennen nach dem schwierigen Jahr förmlich darauf, endlich mal wieder unbefangen in geselliger Runde beisammen zu sein und zu feiern. Vor dem Hintergrund, dass von den rund 134 000 Einwohnern mehr als 40 000 Mitglieder in den Schützenvereinigungen organisiert sind, wird deutlich, welche Bedeutung des Schützenwesen im Kreis Olpe hat.

mari Olpe. Wird in diesem Jahr im Kreis Olpe Schützenfest gefeiert? Diese Frage taucht derzeit bei den Vereinen, Bruderschaften und Gesellschaften sowie bei Freunden des Schützenwesens immer mehr auf. Denn schon Anfang Mai würde in der Regel der Schützenverein Elben die Schützenfestsaison im Kreis Olpe eröffnen. Und die Menschen brennen nach dem schwierigen Jahr förmlich darauf, endlich mal wieder unbefangen in geselliger Runde beisammen zu sein und zu feiern. Vor dem Hintergrund, dass von den rund 134 000 Einwohnern mehr als 40 000 Mitglieder in den Schützenvereinigungen organisiert sind, wird deutlich, welche Bedeutung des Schützenwesen im Kreis Olpe hat.

Die SZ sprach mit Kreisoberst Markus Bröcher, der gerade einen Rundbrief an die dem Kreisschützenbund Olpe angehörigen Mitgliedsvereine geschickt hat. Darin schreibt er: „Was mit der Schützenfestsaison 2021 wird, ist für den Optimisten noch offen, für den Pessimisten erledigt und der Realist wartet noch mit einer Aussage, um nicht falsch zu liegen.“ Dem Kreisschützenbund obliege hier die Aufgabe, für die angeschlossenen Vereine, Bruderschaften und Gesellschaften frühzeitig Klarheit über gesetzliche Regelungen oder Verordnungen in der Pandemie zu erreichen und damit Planungssicherheit zu gewährleisten. Egal in welche Richtung: ob generelle Absage, Verbot der Schützenfeste oder Feste mit modifizierten Auflagen.

Optimistisch, dass Schützenfeste gefeiert werden

Er sei derzeit noch optimistisch, dass in diesem Jahr Schützenfeste gefeiert werden können, meint Markus Bröcher. Ob die Saison bereits Ende Mai oder später beginne, werde die Zeit zeigen. Er hoffe, dass man diesbezüglich im April eine Aussage erhalte, was im zweiten Quartal machbar sei. „Momentan wird über viele Öffnungen diskutiert. Wir müssen abwarten, was am Mittwoch die große Runde in Berlin bringt und in welcher Form die Impfgeschwindigkeit zunimmt, wenn demnächst auch die Hausärzte impfen dürfen, was gerade diskutiert wird.“ Um zum schnelleren Impfen für alle beizutragen, habe der Kreisschützenbund die Aktion „Mithilfe beim Transport zum Impfzentrum in Attendorn“ ins Leben gerufen. Diese sei von zahlreichen Vereinen in ihren Ortschaften mit der Organisation von Fahrten umgesetzt worden.

Beim Konzert am Schützenfestsonntag 2019 in Olpe auf dem Marktplatz gab es noch keine Berührungsängste.
  • Beim Konzert am Schützenfestsonntag 2019 in Olpe auf dem Marktplatz gab es noch keine Berührungsängste.
  • Foto: sz-Archiv: mari
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Den Optimismus des Kreisobersts teilt Bundesoberst Martin Tillmann nicht. „Es ist alles sehr schwierig. Ich bin da eher skeptisch. Es ist aber auch ein Stück weit in die Glaskugel gucken. Es kann sein, dass schnelleres Impfen und Selbsttests die Lage entspannen. Die Frage ist aber, wie man ein Fest mit tausend Leuten durchführen kann und welche Hygienevorschriften es gibt? Eingeschränkt und mit Abstand feiern, das passt nicht.“ Der Bundesoberst des Sauerländer Schützenbundes hat eher für das kommende Jahr einen positiven Blick. „Das Virus wird bleiben, aber bis dahin können wir mit ihm wie mit den anderen Viren leben.“

Entscheidungen mit Kreisschützenbund abstimmen

Für dieses Jahr hat bislang der Schützenverein Altenhundem sein für Anfang Juli terminiertes Schützenfest schon recht früh abgesagt, was Bröcher als „ohne Not vorpreschen“ wertet. „Die Schützenfeste in unseren Städten und Dörfern können sicher mit einem Vorlauf von acht bis zwölf Wochen, je nach Größe, abschließend organisiert werden. Ein Hallenfest sicherlich noch etwas leichter als ein Zeltfest. Wir müssen und werden hier weiterhin auf Sicht fahren“, appellierte Bröcher an die Vereine, Ergebnisse abzuwarten und Entscheidungen mit dem Kreisschützenbund abzustimmen. Über das im September geplante Kreisschützenfest in Lenhausen werde der Vorstand im März entscheiden.
Das sei jedoch ein Fest unter völlig anderen Bedingungen wie ein normales Ortsschützenfest.
Die Kreisdelegiertenversammlung, die ansonsten Mitte März stattfindet und im vergangenen Jahr kurzfristig abgesagt wurde, hat der KSB-Vorstand vorsorglich auf den 23. April terminiert. Beginn ist um 19 Uhr in der Schützenhalle in Lenhausen.

So wie auf dem „Ümmerich“ in Olpe geht es auch bei den anderen Schützenfesten im Kreisgebiet sehr ausgelassen zu: Die Leute feiern dicht an dicht.
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An diesem Termin möchte der Vorstand möglichst festhalten und plant daher sowohl eine Veranstaltung in bekannter wie auch mit eingeschränkter Präsenz. Bei letzterer Möglichkeit sollten die Delegierten die Möglichkeit haben, von zuhause per Videokonferenz teilzunehmen. Sollten die vorgenannten Durchführungsarten nicht erlaubt werden, prüfe man auch das Format „Autokino“. Die Bundesdelegiertenversammlung des Sauerländer Schützenbundes ist für den 4. September ab 15 Uhr in der Schützenhalle in Körbecke terminiert.

Autor:

Redaktion Olpe aus Stadt Olpe

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