»Singen wieder zur Regel machen«

Chor- und Musikfest begeisterte an zwei Tagen / Rehringhauser Vereine hatten eingeladen

mari Oberveischede. Unter dem Motto »Musik verbindet« gab es im Rahmen des Chorfestes Olpe-Land nicht nur schönen Gesang, sondern auch zünftige Blasmusik. Der Männergesangverein »Cäcilia« Rehringhausen und der Musikverein Rehringhausen gestalteten die beliebte Veranstaltung gemeinsam als Chor- und Musikfest in Oberveischede. Nach dem Stelldichein der Chöre aus dem Olper Land am Freitag spielte der Musikverein Rehringhausen, der erst kürzlich Begeisterungsstürme beim Großkonzert in der Olper Stadthalle auslöste, zum Tanz auf. Am Samstag sorgte beim Freundschaftssingen neben den Rehringhauser Musikern zusätzlich der befreundete Musikverein Brachthausen für gute Töne. Eine gelungene Idee, Gesang und Blasmusik zu verbinden. Sind doch beides sehr wichtige Kulturgüter der Region.

Der Vorsitzende des Rehringhauser Männerchors, Karl-Heinz Vitt, bedauerte, dass Singen in der Schule, in der Kirche und im täglichen Leben nicht mehr den Stellenwert besitze, den es verdiene. Deshalb appellierte er: »Es sollte wieder zur Regel werden, zu singen. Im Freundeskreis, bei Familienfeiern, im Urlaub und bei Geburtstagsfeiern. Wenn es irgendwo feierlich wird im Land, muss ein Chor singen.« Denn für das Singen im Chor gebe es gute Gründe: »Singen belebt, erfreut, macht Spaß, stärkt die Intelligenz, fördert die Gesundheit und hat auch eine hohe soziale Funktion. Es fördert die Gemeinschaft, gleicht einem Mannschaftsspiel, trainiert Teamgeist, Disziplin und Toleranz.« Als gutes Beispiel aus dem Heimatchor nannte er Rudolf Ohm, der im Gründungsjahr des Vereins 1925 geboren wurde, seit 46 Jahren mit Freude singt, 27 Jahre im Vorstand mitarbeitete und am Tage des Chorfestes seinen 81. Geburtstag feierte.

Zum Mannschaftsspiel traten dann die Männerchöre aus Rehringhausen, Stachelau, Altenkleusheim, Gerlingen, Oberveischede, Lütringhausen und Helden sowie die Gemischten Chöre aus Dahl/Friedrichsthal, Lütringhausen, Altenkleusheim und Thieringhausen auf die Bühne. Es war ein vielfältiges Liedgut zu hören. Die Sängerinnen und Sänger präsentierten fröhliche und beschwingte, aber auch klassische und andächtige Weisen. Sie sangen von Natur, Heimat, Liebe, Freundschaft und der Schönheit auf der Welt. Es kamen Lieder wie »What shall we do with the drunken sailor«, »Die Rose«, »Tanzen und springen«, »Der Wanderer«, »Barbara Ann«, »Aus und vorbei«, »Weit, weit weg«, »Der Spielmann«, »Vineta« oder »Roll jordan roll« zu Gehör, und jeder Chor überraschte mit individueller Note.

Für die vielen Sängerinnen und Sänger sowie für deren Chorleiter war es ein Erlebnis, das gegenseitige Leistungsspektrum zu erleben, das vom Sängerkreis-Vorsitzenden Jürgen Kötting gleichfalls gewürdigt wurde. Dabei gab es echte Highlights. Der gastgebende MGV »Cäcilia« Rehringhausen wurde beim Volkslied »Die Post im Walde« von Thomas Wirtz, Musiker des örtlichen Musikvereins, eindrucksstark auf der Trompete begleitet. Und die Sänger aus Altenkleusheim sorgten mit ihren Zurufen beim Lied »O Liebe« für allgemeine Erheiterung.

Zwei Chorleiter hatten zudem beim Chorfest Olpe-Land ihr Debüt. »Da Capo« aus Lütringhausen trat nach dem Umzug von Regine Reisinger nach Bad Ems erstmals mit Sandra Klein auf, und der Gemischte Chor Dahl/Friedrichsthal präsentierte als Nachfolger von Thomas Grütz die Wunschkandidatin Elisabeth Alfes-Blömer. Nach bemerkenswerten Vorträgen aller Chöre ging es mit flotter Tanzmusik des Musikvereins Rehringhausen unter Leitung von Reinhard Christes weiter, der seinen guten Ruf als Stimmungsgarant mal wieder unter Beweis stellen konnte.

Zum Freundschaftssingen am Samstag trainierten die Männerchöre aus Rehringhausen, Elben, Berlinghausen, Rhode, Iseringhausen, Neger, Ostentrop sowie der Gemischte Chor Brachthausen und der Frauenchor Elben Teamgeist, Disziplin und Toleranz. Das Ergebnis: Unterhaltsame, markante Lieder auf hohem musikalischen Niveau. Zwischendurch spielten die Musikvereine aus Brachthausen und Rehringhausen, die sich durch die gegenseitigen Gestaltungen ihrer Schützenfeste kennen und schätzen gelernt haben, mit unterhaltsamen Rhythmen auf. Danach konnte wieder das Tanzbein geschwungen werden, denn die Musikerinnen und Musiker aus Rehringhausen luden abermals stimmungsvoll zu Tanz und Unterhaltung ein.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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