Spannende und greifbare Geschichten

Begrüßten in Olpe die Erfolgsschriftstellerin Tanja Kinkel: Wolfgang Hesse, Leiter der Katholischen Bildungsstätte (r.), und Georg Spielmann von der Buchhandlung Dreimann.  Foto: mari
  • Begrüßten in Olpe die Erfolgsschriftstellerin Tanja Kinkel: Wolfgang Hesse, Leiter der Katholischen Bildungsstätte (r.), und Georg Spielmann von der Buchhandlung Dreimann. Foto: mari
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mari Olpe. Im Jahr 1990 schrieb die gebürtige Bambergerin Tanja Kinkel im Alter von 19 Jahren während ihres Germanistikstudiums ihren ersten Roman. Das Buch „Wahnsinn, der das Herz zerfrisst“ war der Auftakt einer echten Erfolgsserie. Inzwischen hat die heute in München lebende Schriftstellerin ihren 13. Roman mit dem Titel „Im Schatten der Königin“ herausgegeben. Und Tanja Kinkel steht keineswegs im Schatten der Königin. Denn sie gilt inzwischen aufgrund ihres Erzähltalents als „Königin der historischen Romane“. Das Buch „Die Puppenspieler“ ist ihr bislang erfolgreichstes Werk. Am Freitag kam die 40-Jährige auf Einladung der Buchhandlung Dreimann und der Katholischen Bildungsstätte (KBS) zu einer Autorenlesung nach Olpe.

Dass diese im großen Saal des Lorenz-Jaeger-Hauses veranstaltet wurde, hatte seine besondere Bewandtnis. „Wir sind hier am ältesten Ort und auf dem historischsten aller Böden von Olpe, um 800 standen hier lediglich ein kleiner Bauernhof und eine Kapelle“, erklärte KBS-Leiter Wolfgang Hesse den schätzungsweise 150 Interessenten.

Um der Lesung einen geeigneten Rahmen zu verleihen, hatten die Schüler der 7. Klasse der Michael-Ende-Schule den Saal in ein historisches Ambiente verwandelt. Sie hatten sich mit der Frage beschäftigt, was die Ausrüstung eines Panzerreiters im 9. Jahrhundert kostet und gaben die Antwort in Bildern: 45 Kühe für eine Rüstung und ein Streitross. Soviel wie der Rinderbestand eines ganzen Dorfes. Ebenso vermittelten sie Einblick in die Zeitgeschichte von der Antike bis zur Neuzeit und in die Gesellschaftsordnung des Mittelalters und erklärten Redewendungen aus der Zeit der Handlung des neuen Romans von Tanja Kinkel. Über dieses Engagement hatte sich die Autorin so sehr gefreut, dass sie der Klasse am Freitagmorgen einen Besuch abstattete und aus ihrem neuen Buch vorlas. In ihrem neuen Werk nimmt die Autorin ihre Leser mit in die Zeit des britischen Empire und beschreibt auf 419 Seiten eine Woche im Jahr 1560. Zwei Frauen kämpfen in einer Welt voller Machthunger und Geheimnisse um ihr Glück. Eine von ihnen ist Königin Elisabeth I. „Es ist mein kürzester Handlungsspielraum“, sagte sie den Zuhörern im Lorenz-Jaeger-Haus und vermittelte beim Lesen echte Spannungsmomente.

In der anschließenden Fragerunde berichtete die Erfolgsschriftstellerin, woher sie ihre Inspirationen nimmt. „Das ist ganz unterschiedlich. Die Ideen kommen mir an spezifischen Orten wie an Denkmälern und in Gesprächen mit der Familie und Bekannten.“ Fortsetzungen liegen ihr nicht. Jedes ihrer 13 Bücher hat ein anderes Thema. Immer neues Terrain zu erobern, ist für Tanja Kinkel eine der reizvollsten Aspekte beim Schreiben.

Doch alle ihre Bücher haben eines gemeinsam: Die Handlungen sind spannend und greifbar, die Charaktere authentisch und Geschichtsunterricht liefert sie aufgrund ihrer gründlichen Recherchen gleich mit.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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