Über 2000 Starter:
"Teamcup" wurde zur Hitzeschlacht

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win Olpe. Üblicherweise verbindet man einen Skiclub mit Schnee und Eis. Selten war ein solcher Skiclub weiter von diesen Elementen weg als am Freitag: Beim „Olper Teamcup“, dem jährlichen Volkslauf rund um die Olper Innenstadt, herrschten Temperaturen wie in den Tropen.
Die Häuserschlucht der Kölner Straße bot zunächst noch Schatten; die Organisatoren des Skiclubs hatten den Start aus dem Weierhohl hierher verlegt, damit die Läuferinnen und Läufer, die sich bis zu eine halbe Stunde vor dem Lauf sammelten, nicht in der sengenden Sonne stehen mussten.
Um 18.40 feuerte stellv. Bürgermeister Markus Bröcher die Startpistole zum ersten Mal ab. Grundschüler und Kindergartenkinder setzten sich mit ihren Betreuern und Trainern in Bewegung, um eine Runde der Strecke zu absolvieren. Hier liefen über 400 Mädchen und Jungen fast gleichzeitig los.
Weil beim ersten Start von Jahr zu Jahr immer jüngere Läufer mit auf die Strecke gehen, verzögerte sich der Zieleinlauf ein wenig, so dass der Lauf der älteren Schüler mit leichter Verzögerung gestartet wurde. Hier waren es über 500 Starter, die die 1,7 Kilometer lange Runde zweimal zu bewältigen hatten.
Als der letzte Schüler im Ziel war, ging es an den Hauptlauf, der Erwachsenen. Sie hatten drei Runden zu laufen, und hier wurde die Bandbreite dessen klar, was hier am Start war. Vom Walker bis zum Semiprofi – über 800 gaben ihr bestes. In Nachbarschaftskreisen, Vereinsmannschaften, Schulteams oder auch eigens zum „Teamcup“ gebildeten Verbünden mit teils witzigen, sich teils nur den Teilnehmern erschließenden Namen, gingen, liefen und rannten sie, was die Lunge hergab. Und obwohl am Ende keine Stoppuhr das Ergebnis festhielt, nutzten manche der heimischen Leichtathletik-Größen den „Teamcup“ als Trainingslauf und stoppten ihre Zeit selbst.
Gewertet wurde aber nicht die Zeit, sondern die Teamleistung: Alle Zielläufer erhielten eine Marke mit ihrer Einlaufnummer, und am Ende siegten die Viererteams mit der niedrigsten Summe. Die „Profis“ traten auch nicht für ihre üblichen Mannschaften wie SG Wenden an, sondern schlossen sich Teams von Firmen, Vereinen oder Kirchen an.
Beim Grundschullauf war es die Grundschule Hohenstein aus Olpe, die das Team mit den niedrigsten Nummern stellte und den Siegerpokal holte. Auf den Plätzen 2 und 3 folgten die Gräfin-Sayn-Grundschule aus Drolshagen, die sage und schreibe 200 Starter ihrer drei Standorte Drolshagen, Hützemert und Schreibershof mit in die Kreisstadt gebracht hatte, und die Düringer-Grundschule Olpe/Dahl.
Den Lauf der älteren Schüler entschied das Team 1 des Städtischen Gymnasiums Olpe für einem Team der St.-Franziskus-Schule und dem Team SGO 2 für sich.
Beim Hauptlauf wurden drei Preise vergeben. Das beste Männerteam kam von der Pizzeria l’Isoletta vor der Christusgemeinde Olpe und einem Team der Firma Kemper. Die schnellsten Frauen waren ein Team des Finanzamts Olpe vor der Max-von-der-Grün-Schule und dem Team 2 der Kreisverwaltung Olpe. Das beste Mixed-Team stellte der Deutsche Kinderhospizverein vor dem Team 1 der Firma Wilhelm Schauerte und der Firma Elektro Thurwach.
Schnellste Läufer waren Jonas Hoffmann und Christian Biele, die Seite an Seite die Ziellinie überquerten. Sportlich einigten sie sich auf die Verteilung der Einlaufmarken, und so ging die Nummer 1 an Christian Biele.
Rund um die Laufstrecke, die von der Kölner über die Westfälische Straße, die Rochusstraße, die Bleichewiese und das Weierhohl und wieder auf die Kölner Straße führte, herrschte Volksfeststimmung. Familien und Freunde der Läufer feuerten das Feld an, und insbesondere die Starter, die keine Chance auf einen Zielchip mit niedriger Nummer hatten, wurden besonders motiviert. Rund um den Kurkölner Platz warteten Imbiss- und Getränkestände auf Läufer und Fans, um nach dem Zieleinlauf die Zeit bis zur Siegerehrung zu überbrücken. Und während die eifrigen Helfer des Skiclubs Briefumschläge öffneten und Chipzahlen addierten, füllten die verschwitzten Läufer ihren Flüssigkeitshaushalt wieder auf.
Nachdem die letzten Pokale abgeholt, die letzten Gläser geleert, die letzten Würstchen gegessen waren, rückte das Technische Hilfswerk an, um Absperrungen und Mobilzäune auf die Lkw zu laden, und als die Dunkelheit einbrach, war kaum noch eine Spur davon zu sehen, dass bis kurz vorher Tausende von Teilnehmern und Gästen die Innenstadt in eine fröhliche, bunte, schwitzende Arena verwandelt hatten. Bilder und alle Ergebnisse gibt es auf der Homepage.

Autor:

Jörg Winkel (Redakteur) aus Stadt Olpe

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