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Leuchtende Augen bei Jung und Alt
Therapie-Alpakas beziehen neues Domizil

Drei Alpakas leben nun in direkter Nachbarschaft zu Kinderhospiz, Josefshaus und Kindergarten „Löwenzahn“. Die Tiere sorgten bei Alt und Jung für strahlende Mienen.
  • Drei Alpakas leben nun in direkter Nachbarschaft zu Kinderhospiz, Josefshaus und Kindergarten „Löwenzahn“. Die Tiere sorgten bei Alt und Jung für strahlende Mienen.
  • Foto: Jörg Winkel
  • hochgeladen von Pascal Mlyniec (Redakteur)

win Olpe. Eigentlich ist ihre Bestimmung das Liefern von Wolle. Doch zu diesem Zweck wurden Nino, Paola und Linus, drei Alpakas, nicht angeschafft. Vielmehr dienen die drei in Meinerzhagen geborenen und aufgezogenen südamerikanischen Zwergkamele als „Delfine auf vier Beinen“. Als sie am Donnerstag im Rahmen einer kleinen Feier auf dem Kimicker Berg auf dem Gelände des heilpädagogischen Kinderheims „Josefshaus“ willkommen geheißen wurden, offenbarte sich rasch, warum Alpakas für verschiedene Therapieformen eingesetzt werden: Die etwa rehgroßen Tiere mit den langen Hälsen, die den Kopf fast auf Erwachsenen-Höhe bringen, übten auf die anwesenden Menschen eine fast unbeschreibliche Wirkung aus.

win Olpe. Eigentlich ist ihre Bestimmung das Liefern von Wolle. Doch zu diesem Zweck wurden Nino, Paola und Linus, drei Alpakas, nicht angeschafft. Vielmehr dienen die drei in Meinerzhagen geborenen und aufgezogenen südamerikanischen Zwergkamele als „Delfine auf vier Beinen“. Als sie am Donnerstag im Rahmen einer kleinen Feier auf dem Kimicker Berg auf dem Gelände des heilpädagogischen Kinderheims „Josefshaus“ willkommen geheißen wurden, offenbarte sich rasch, warum Alpakas für verschiedene Therapieformen eingesetzt werden: Die etwa rehgroßen Tiere mit den langen Hälsen, die den Kopf fast auf Erwachsenen-Höhe bringen, übten auf die anwesenden Menschen eine fast unbeschreibliche Wirkung aus.

Ob Kinder aus dem Josefsheim, schwerkranke Gäste des Kinderhospizes „Balthasar“, ob Erzieherinnen, Hausmeister, Handwerker, Ordensschwestern – fast alle strahlten, als die drei Tiere in das Zelt geführt wurden. Nicht nur die kleinen Teilnehmer des Empfangs streichelten das frisch geschorene Fell, auch die Erwachsenen fuhren mit der Hand über die dichte Wolle und erfreuten sich am Anblick der Tiere.

"Wer sich in die Tiere nicht verliebt, ist selber schuld."
Lutz Aufenacker
Alpaka-Züchter

Rüdiger Barth, Leiter des Kinderhospizes, berichtete, er habe in einem Urlaub in Südtirol erstmals Alpakas gesehen und sich spontan in diese Tiere verliebt. Er sei sogar fest entschlossen gewesen, sich selbst welche zuzulegen und gemeinsam mit einem Freund eine Zucht aufzubauen, das sei letztlich nur an mangelnder Zeit gescheitert. Daher sei es ihm wie ein Wink des Schicksals vorgekommen, als ein alter Freund sich nach Jahren bei ihm zurückgemeldet habe mit der Nachricht, er wohne nun in Meinerzhagen und züchte Alpakas. Dieser alte Freund ist Lutz Aufenacker, und dieser kam mehrfach zu Besuch ins Kinderhospiz, stets ein Alpaka in Begleitung. Und als Barth bemerkte, wie die kranken und oft stark beeinträchtigten Gäste des Kinderhospizes auf die Tiere reagierten, entstand die Idee, ein solches Angebot ständig vorhalten zu können.

Beste Bedingungen für die Tiere

Hier kam Reinhard Geuecke ins Spiel. Der Bereichsleiter für Erziehungshilfe der Gemeinnützigen Gesellschaft der Franziskanerinnen zu Olpe (GFO) war bis Ende 2020 Leiter des Josefshauses und hatte schon lange eine Wiese im Blick, die sich zwischen Kinderhospiz, Kindergarten „Löwenzahn“ und Josefshaus befindet. Er plante, hier eine kleine Herde von Zwergziegen zu halten – das landwirtschaftliche Gen ist in der Familie fest verwurzelt, sein Bruder Georg ist Landwirt im Repetal, und wenn dieser beispielsweise auf der Wendener Tierschau auftreibt, hilft Reinhard Geuecke gern mit. Die Zwergziegen hatten gegen die Alpakas keine Chance, aber die Idee der Wiesennutzung passte ideal zu Barths Idee, und somit wurde der Plan geschmiedet. Der Orden der Olper Franziskanerinnen stellte die Wiese gern zur Verfügung, und drei Tiere aus der Zucht von Lutz Aufenacker haben nun dort einen prächtigen Stall samt großem Auslauf.

"Man kann und darf auch einfach nur Spaß an den Tieren haben."
Reinhard Geuecke
Bereichsleiter

Die drei Alpakas wurden von der Familie Aufenacker bereits als Therapietiere vorbereitet. Mehrere Mitarbeiter des Josefshauses werden sich in Sachen Tierpädagogik fortbilden. Die Betreuung wurde tageweise an verschiedene Gruppen des Josefshauses verteilt. Und Reinhard Geuecke ist sicher, dass die Alpakas schon bald sinnvoll eingesetzt werden können.

So sei erwiesen, dass die Tiere Stress lindern könnten. Auch sei es möglich, durch den Umgang mit den Tieren bei Kindern Empathie zu fördern. Auch bei Depressionen seien Alpakas hilfreich. Und nicht zuletzt: „Man kann und darf auch einfach Spaß an den Tieren haben“, so Reinhard Geuecke. Das war schon beim Einzug der Fall.

Autor:

Jörg Winkel (Redakteur) aus Stadt Olpe

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