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Deutsche Post: Bestellverhalten hat sich geändert
Tierfutter, Wein und Möbel sind der Renner

René Schäfer ist Betriebsleiter des Zustellstützpunkts Olpe der Deutschen Post.

ap Olpe. Das Online-Geschäft boomt – und damit steigt das tägliche Arbeitspensum der Zusteller. In diesem Jahr ist die Zahl der Pakete nicht nur in den Wochen von Black Friday bis Weihnachten auf Rekordhöhe. „Das Paketvolumen ist 2020 insgesamt deutlich gestiegen“, erklärt René Schäfer von der Deutschen Post. In seinem Bereich rechne man mit einem Plus von 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Doch was genau haben die Leute eigentlich bestellt? Der Betriebsleiter des Zustellstützpunkts Olpe zieht Bilanz.
Herr Schäfer, zuerst die Fakten: Wie viele Pakete wurden dieses Jahr von den Zustellern ausgeliefert?
2019 wurden 3,36 Millionen Pakete von unseren Mitarbeitern ausgeliefert.

ap Olpe. Das Online-Geschäft boomt – und damit steigt das tägliche Arbeitspensum der Zusteller. In diesem Jahr ist die Zahl der Pakete nicht nur in den Wochen von Black Friday bis Weihnachten auf Rekordhöhe. „Das Paketvolumen ist 2020 insgesamt deutlich gestiegen“, erklärt René Schäfer von der Deutschen Post. In seinem Bereich rechne man mit einem Plus von 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Doch was genau haben die Leute eigentlich bestellt? Der Betriebsleiter des Zustellstützpunkts Olpe zieht Bilanz.
Herr Schäfer, zuerst die Fakten: Wie viele Pakete wurden dieses Jahr von den Zustellern ausgeliefert?
2019 wurden 3,36 Millionen Pakete von unseren Mitarbeitern ausgeliefert. Die tägliche Obergrenze lag in der Vorweihnachtszeit bei den Verbundzustellern im Durchschnitt bei 160 bis 180 Paketen. Am Ende dieses Jahres werden die Kollegen unterm Strich voraussichtlich 3,85 Millionen und 200 Pakete am Tag zugestellt haben. Das ist schon ein ganzes Schüppchen mehr.

Tierfutter ist der Renner

Was haben die Leute denn online bestellt?
Tierfutter in großen Gebinden ist schon länger ein Renner, durch Corona hat der Versand der kiloschweren Säcke aber noch einmal stark zugenommen. Dasselbe gilt für Wein und Möbel. Was sich in den vergangenen Monaten noch deutlicher verändert hat: Aus Angst, sich in den Geschäften anzustecken, haben viele Menschen auch Waren für den alltäglichen Bedarf online geshoppt und sich bis vor die Haustür liefern lassen. Das war vorher nicht so. Bestellt wurden zum Beispiel Lebensmittel, Wasserkisten, Drogerieartikel und natürlich auch der Corona-Klassiker: Klopapier. Und auch Dinge, die man eigentlich im Baumarkt kaufen würde, wie Brennholz oder Zement, wurden häufig von unseren Fahrern zugestellt statt im stationären Handel gekauft.
Woher beziehen Sie eigentlich das Wissen über den Inhalt unserer Pakete?
Was in einem Paket verschickt wird, verrät meist schon die Verpackung. Auf den Kartons sind häufig Bilder oder Logos abgedruckt, die eindeutige Rückschlüsse auf den Inhalt ermöglichen, ohne dass man dafür ein Paket öffnen muss. Grundsätzlich gilt nämlich immer das Postgeheimnis. Deshalb führen wir auch keine Listen oder Statistiken über den Inhalt unserer Pakete.

Online läuft auch in der Region

Denken Sie, dass Unternehmen durch Corona das große Potenzial für den Online-Absatz erkannt haben?
Ja. Seit diesem Jahr setzen auch viele Einzelhändler aus der Region auf das Online-Geschäft. Man merkt ganz deutlich, dass der Online-Handel zu Zeiten von Corona wie ein Katalysator wirkt, da mit dem stationären Handel zu wenig Umsätze generiert werden.
Heißt das, Sie rechnen auch im nächsten Jahr damit, dass sich dieser Trend fortsetzen wird?
Ich glaube, dass das Niveau zum Jahresbeginn durch einen harten Lockdown sogar noch weiter ansteigen könnte. Auf jeden Fall denke ich aber, dass die Zahlen über das gesamte Jahr stabil auf diesem hohen Niveau bleiben werden. Viele haben die Vorzüge des Online-Shoppings erkannt und werden diese weiterhin in Anspruch nehmen, da bin ich mir sicher.

Pandemie offenbart Vorzüge des Online-Shoppings
Autor:

Alexandra Pfeifer

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