Tisch für Bienen und Hummeln reich gedeckt

Adolf Schneider pflanzte Weiden bei Hüppcherhammer

sz Hüppcherhammer. Seit rund vier Wochen leuchten blühende Weiden in einem Hohlgraben unweit Hüppcherhammer. Bis die letzten Weiden verblüht sind, werden je nach Witterung noch drei bis vier Wochen vergehen. Hier hat Imkermeister Adolf Schneider aus Rüblinghausen nach Rücksprache mit dem Revierförster vor 15 Jahren begonnen, in den forstlich nicht genutzten Graben verschiedene Sorten Weiden anzupflanzen.

Die bei Pflegemaßnahmen anfallenden Äste und Triebe wurden als Stecklinge genutzt, so dass jetzt auf 200 Metern ein reichlich gedeckter Tisch für die Blüten besuchenden Insekten im zeitigen Frühjahr zur Verfügung steht. Der unterschiedliche Blühbeginn verlängert zeitlich das Blütenangebot, und bei Wetterrückschlägen, Frost oder einer Regenperiode geht nicht die gesamte Weidenblüte verloren.

Wenn auch die Anpflanzung für die Honigbiene erfolgte, so freut sich Adolf Schneider auch über Hummeln, solitär lebende Wildbienen, Schmetterlinge und Waldameisen, die die frühe Tracht nutzen. Ein Zeichen für die Nachhaltigkeit solcher Bemühungen sei das mittlerweile reichliche Angebot von Pollen und Nektar. Auf trockenem Boden ist die Weidenvermehrung mit Stecklingen an Ort und Stelle von den Niederschlägen abhängig und somit nicht immer erfolgreich. Hier setzt Schneider die im Vorjahr vorgezogenen Stecklinge mit Wurzelballen ein, praktisch eine Maßnahme mit Erfolgsgarantie.

Aber keine Regel ohne Ausnahme. Bei geeignetem Boden und mit Hilfe eines Erdbohrers setzt Schneider auch Stecklinge rund einen Meter tief in den Boden. Mit einiger Pflege, Verfüllen der Bohrung und regelmäßiger Bewässerung steht hier schon ein kleiner Baum mit kräftigen Trieben, die bereits Blüten angesetzt haben. Zum Schutze des Baums wurden die Triebe mit ihrem Blütenansatz zurück geschnitten. Dadurch wurden die Spaziergänger nicht verleitet, sich einen Vasenschmuck aus der Natur mit nach Hause zu nehmen. »Das Problem sind nicht die paar Zweige mit ihren Blüten, sondern die Verletzungen an den Pflanzen durch das Abbrechen und Abreißen der Äste«, so Adolf Schneider, der sich von den Spaziergängern am Hüppcherhammer die Devise »Ansehen immer – abpflücken nie« wünscht.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

2 folgen diesem Profil
ThemenweltenAnzeige
Die Vorländer Mediengruppe hat ihr Stellenanzeigen-Portal 57jobs.de komplett überarbeitet.
3 Bilder

Optimiertes Stellenanzeigen-Portal
Mit 57jobs.de einen neuen Job finden

Neues Design und neue Angebote für Unternehmen, aber bewährte Technik: Die Vorländer Mediengruppe hat ihr Stellenanzeigen-Portal 57jobs.de einem Relaunch unterzogen, der sowohl die Suche nach einem neuen Job als auch die Suche nach neuen Fachkräften noch einfacher gestaltet. Auf dem Portal der Siegener Zeitung und des Wochenanzeigers finden sich unter den ständig 10.000 Jobangeboten aus Siegerland, Wittgenstein sowie den Kreisen Olpe und Altenkirchen auch sämtliche Anzeigen aus den...

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen