Turnhalle wandert ins Jugendheim

Umfangreiche Baumaßnahmen in Pfarrheim und Kindergarten von St. Marien geplant

win Olpe. Die katholische Pfarrgemeinde St. Mariae Himmelfahrt in Olpe steht vor umfangreichen Baumaßnahmen. Pfarrheim und Kindergarten, 27 bzw. 32 Jahre alt, werden noch in diesem Jahr umfassend renoviert und umgestaltet. Am Donnerstag erläuterten Pfarrer Friedhelm Rüsche und stellv. Kirchenvorstandsvorsitzender Josef Zeppenfeld im Rahmen einer Pfarrversammlung, was in dem Gebäude geschehen soll.

Rüsche fasste zusammen: »Zum einen ist eine Renovierung nötig, zum anderen geht es um den Erhalt des viergruppigen Kindergartens in einem zeitgemäßen Zustand.« 1971 sei die Einrichtung dreigruppig nach damaligem Standard errichtet worden. Vor rund zehn Jahren sei die vierte Gruppe, diese bereits mit dem heute geforderten zusätzlichen Intensivraum, angebaut worden. Und damit die drei älteren Gruppen ebenfalls jeweils einen Intensivraum bekommen, der laut aktuellem Raumprogramm vorgeschrieben ist, seien die Baumaßnahmen nötig.

Eine weitere Ausweitung des Komplexes sei nicht möglich, so Rüsche, da das Außengelände des Kindergartens sonst zu stark beschnitten würde. Daher werde ein Teil des Pfarrheims »abgezwackt«–und künftig dem Kindergarten zugeschlagen. Zeppenfeld erklärte Näheres. Demzufolge wird eine der drei alten Gruppen aufgegeben. Sie wird faktisch aufgeteilt und so in zwei Intensivräume für die verbleibenden zwei alten Gruppen umgewandelt. Die vor zehn Jahren angebaute Gruppe bleibt unangetastet, hier steht lediglich ein Neuanstrich auf dem Programm. Die auf der selben Etage angeordnete Turnhalle nimmt künftig die vierte Gruppe samt Intensivraum sowie ein Treppenhaus ins Pfarrheim auf, das über dem Kindergarten liegt.

Zeppenfeld erklärte, innerhalb der Gemeinde sei durch alle Gremien überprüft worden, ob Räumlichkeiten aufgegeben werden könnten, ohne das Raumangebot allzu stark einzuschnüren. Die nun avisierte Lösung biete einen guten Kompromiss. Ein bisheriger Gruppenraum des Jugendbereichs wird aufgegeben, hier findet künftig die Turnhalle des Kindergartens samt Toilette und Geräteraum Platz. Durch weitere Renovierungsmaßnahmen wird der Wegfall dieses Raums kompensiert. Im verbleibenden großen Gruppenraum soll die vorhandene, im Stil der 70er Jahre fest eingebaute Musikanlage durch eine fahrbare Lösung ersetzt werden. Zudem soll der Billardtisch künftig bei Bedarf in einen Geräteraum geschoben werden können, um für Discos oder ähnliche Veranstaltungen mehr Platz zur Verfügung zu haben.

Weiterer Vorteil dieser Baumaßnahme, so Zeppenfeld, sei die Tatsache, dass durch das neue Treppenhaus zwischen Kindergarten und Pfarrheim ein zweiter Fluchtweg entstehe.

Die beiden ins Gebäude integrierten Garagen für die Priester, die im unmittelbar angrenzenden Pfarrhaus wohnen, werden zu Geräteräumen umgewandelt. Einer soll vom Kindergarten aus erreichbar sein und diesem zur Verfügung stehen, der andere von außen zugänglich sein und der Jugend und den Erwachsenen dienen, so dass hier künftig etwa das Einnetzgerät für Weihnachtsbäume untergebracht werden könne. Zwei neue Garagen sollen unmittelbar neben dem Eingang des Pfarrheims errichtet werden, und zwar so, dass dahinter die Abfallcontainer verborgen werden können.

Zudem werden sämtliche Fenster in Kindergarten und Pfarrheim – es handelt sich um Holzfenster, die so alt wie die Gebäude sind – durch neue aus Kunststoff ersetzt, zudem erhält das Gebäude auch einen neuen Außenanstrich.

Zwar habe die Erzdiözese bereits zugestimmt, so dass sofort mit dem Bau begonnen werden könne, so Rüsche. Doch werde damit gewartet, um die Schließungszeit des Kindergartens im Sommer zu nutzen. Ab Ende Juni sollen die Arbeiten im Pfarrheim und der Umbau des Gruppenraums zur Turnhalle beginnen, ab Ende August könne dann der Einbau des neuen Treppenhauses erfolgen. Die Arbeiten sollen Ende November abgeschlossen sein, so dass im nächsten Jahr, beim Jubiläum zum 50-jährigen Bestehen der Pfarrei, das Pfarrheim und der Kindergarten erneuert sind.

Die Maßnahme kostet insgesamt 276000e, wobei 178000e auf den Kindergarten entfallen. Nach Abzug aller Zuschüsse verbleibt für die Pfarrei ein Eigenanteil von 49000e, der aus Rücklagen und Spenden aufgebracht werden muss. Zudem ist vorgesehen, rund 15000e durch Eigenleistung der Gemeindemitglieder einzusparen.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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