SZ

Bei den Highland Games entstehen Freundschaften
Veranstaltung mit Alleinstellungsmerkmal

36Bilder

soph Altenkleusheim. Baumstamm-Überschlag, Whiskyfass-Rollen oder Rundballen-Slalom – eigentlich hätte sich Altenkleusheim im Rahmen der Highland Games Südwestfalen wieder in eine schottische Exklave verwandelt. Das Organisationsteam hatte sich sehr auf diesen fünften „Geburtstag“ der über die Grenzen des Dorfes hinaus bekannten Veranstaltung gefreut. Seit November liefen die Planungen, doch im März stand dann fest: Die diesjährigen Highland Games fallen aufgrund der aktuellen Situation aus.  Das Organisationsteam bestehend aus Markus Hanses, Ingo Hoffert, Holger Wagner und Maximilian Hanses, hat sich mit der SZ auf der Wiese neben dem Spielplatz getroffen. Christof „Sputnik“ Arens konnte bei dem Treffen nicht dabei sein.

soph Altenkleusheim. Baumstamm-Überschlag, Whiskyfass-Rollen oder Rundballen-Slalom – eigentlich hätte sich Altenkleusheim im Rahmen der Highland Games Südwestfalen wieder in eine schottische Exklave verwandelt. Das Organisationsteam hatte sich sehr auf diesen fünften „Geburtstag“ der über die Grenzen des Dorfes hinaus bekannten Veranstaltung gefreut. Seit November liefen die Planungen, doch im März stand dann fest: Die diesjährigen Highland Games fallen aufgrund der aktuellen Situation aus.  Das Organisationsteam bestehend aus Markus Hanses, Ingo Hoffert, Holger Wagner und Maximilian Hanses, hat sich mit der SZ auf der Wiese neben dem Spielplatz getroffen. Christof „Sputnik“ Arens konnte bei dem Treffen nicht dabei sein. Es ist die Wiese, wo eigentlich die unterschiedlichen Disziplinen ausgetragen worden wären.

Baumstamm-Überschlag ist in jedem Jahr dabei

Damit der Besuch einen winzig kleinen Einblick in die Highland Games gewinnen kann, wurde der Baumstamm-Überschlag nicht nur erklärt, sondern musste auch gleich ausprobiert werden. Beim dritten Versuch überschlug sich der Stamm tatsächlich wie gewünscht und landete noch dazu auch fast in 12-Uhr-Ausrichtung. „Das wäre die volle Punktzahl gewesen“, so Markus Hanses.

Neben dieser Disziplin sind auch das Fassrollen und ein Slalom in jedem Jahr zu absolvieren. „Wir bieten unseren ,Clans’ aber auch immer wieder neue Aufgaben an, die wir vorher nicht unbedingt ankündigen, damit die Veranstaltung abwechslungsreich bleibt“, erläutert Markus Hanses. Denn die meisten „Clans“, die aus fünf bis zehn kostümierten Mitgliedern bestehen, kommen nach der ersten Teilnahme wieder.

Veranstaltung für die ganze Familie gesucht

Ein kurzer Rückblick: Markus Hanses hatte sich vor ein paar Jahren gefragt, was eine Veranstaltung für die ganze Familie und das gesamte Dorf sein könnte, die es ansonsten in dieser Form in der Region nicht gibt. Früher gab es die Dorfolympiade, bei der es um Sackhüpfen, Tauziehen und Slalomlaufen ging, die aber sicherlich kein Alleinstellungsmerkmal war. Mit einem Faible für Dudelsackmusik und Schottland an sich reifte nach und nach die Idee der Highland Games, die als Veranstaltung des Sportvereins laufen sollten. „Wir hatten anfangs dicke Bretter zu bohren“, erinnern sich die Organisatoren, „und sind wohl auch belächelt worden.“Aber im Jahr 2016 war es dann soweit: Zum ersten Mal wurde der Dorfplatz zum Treffpunkt von sechs „Clans“, die ihren Schlachtruf erklingen ließen und ganz im Stil von „Majestix“ aus Asterix und Obelix ihren „Clanchef“ präsentierten. Dann ging es begleitet von Dudelsackmusik zur Wettkampfwiese; die „Gable Mountain Highlanders“, eine Pipeband aus Friedewald im Kreis Altenkirchen, sind seit dieser ersten Auflage mit dabei. „Wir haben eine starke Verbindung, ein Anruf von uns genügt“, freut sich Markus Hanses.

Und auch den Rest des Dorfes hatten die Organisatoren schnell überzeugt: Seitdem die ersten Männer in Schottenröcken durch den Ort gelaufen sind, sind die Highland Games Südwestfalen aus dem Dorfkalender nicht mehr wegzudenken. Rund 90 Personen sind an den Vorbereitungen beteiligt, ein paar Tage vor den Wettkämpfen wird das Festzelt aufgebaut, die „Clans“ aus dem Ort bereiten sich schon Wochen vorher auf die Wettkämpfe vor und am Tag selbst kommen rund 600 Besucher, um sich von dem Spektakel unterhalten zu lassen.

"Clans" kommen auch aus Köln und Münster

Seit 2018 tragen die Organisatoren zudem dem Familiencharakter der Veranstaltung noch einmal deutlicher Rechnung und beginnen den Tag mit den Young Highland Games, den Wettkämpfen für die Kinder und Jugendlichen. Auch der Namenszusatz „Südwestfalen“ ist bewusst gewählt: „Wir wollen mit dem Event die ganze Region ansprechen.“ Neben „Clans“ aus dem Ort, die klangvolle Namen wie „Rambomöpse“, „Bier-Rangers“ oder „Queens in Kilts“ tragen und aus Vereinsmitgliedern oder auch Nachbarn bestehen, kommen auch Gäste aus Wenden und aus Köln sowie Münster. „Ein ,Clan’ hat mal einen Junggesellenabschied bei uns gefeiert und ist seitdem jedes Jahr dabei“, so Holger Wagner. Richtige Freundschaften seien durch die Veranstaltung entstanden, im Ort selbst, aber auch mit den „Clans“ von außerhalb. Allen voran dem aus dem Münsterland, dessen Mitglieder im Dorfgemeinschaftshaus schlafen und am nächsten Morgen zum Frühstück eingeladen werden.

Highland Games werden moderiert

Elf Erwachsenen-„Clans“ sind im vergangenen Jahr dabei gewesen. Da die Wettkämpfe auf der Wiese gleichzeitig stattfinden, moderiert Basti Müller seit zwei Jahren die Highland Games, um die Aufmerksamkeit der Besucher immer mal wieder auf eine andere Disziplin zu lenken. Bei den gestellten Aufgaben wie Bierkisten-Highlander, Highlander-Ritt oder Strohsack-Hochwurf geht es nicht in erster Linie um Kraft oder darum, Gewichte zu stemmen. „Teamgeist, Koordination und vor allem viel Spaß für alle stehen im Mittelpunkt“, betont Ingo Hoffert.

Damit sich Clans wie auch Besucher ordentlich stärken können, gibt es stets Frisches vom Grill und kühle Getränke. Am Bierkonsum lässt sich die Entwicklung der Veranstaltung recht anschaulich vor Augen führen: „Der hat sich seit dem ersten Jahr nahezu verdoppelt“, überschlägt Maximilian Hanses. Beim Bier setzen die Organisatoren auf Flaschen mit Bügelverschluss, damit die Wiese nach der Veranstaltung nicht nach Kronkorken abgesucht werden muss. Sicherheit ist an dieser Stelle oberstes Gebot: Der Genuss des Gerstensaftes sollte erst nach der Siegerehrung im Mittelpunkt stehen, wenn im Festzelt bei der „Nacht der Kelten“ zur Musik von „DJ Desire“ gefeiert wird.

„Weiterbildungsreise“ nach Schottland

Das Orga-Team nimmt nicht als „Clan“ teil, dafür gibt es am Wettkampftag zu viel drumherum zu tun – Teambetreuung, technische Schwierigkeiten oder Fotografieren sind nur einige Aufgaben, die während der Veranstaltung anfallen. Irgendwann, so das erklärte Ziel, soll eine „Weiterbildungsreise“ nach Schottland unternommen werden. Zunächst aber freuen sich alle auf die fünfte Auflage im kommenden Jahr, die mit doppelt so langer Vorlaufzeit dann „volle Pulle“ durchgezogen wird. Einen kleinen Einblick gibt es bei Youtube: 

Autor:

Katja Fünfsinn (Redakteurin) aus Siegen

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

Folgen Sie diesem Profil als Erste/r

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen