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Plätze im Kolpinghaus reichen nicht aus
Verein „Gemeinschaftsgärten Olpe“ gegründet

Mitten in Olpe, aber auch auf den Dörfern sollen in Zukunft Gärten gemeinsam bewirtschaftet werden. Der Verein "Gemeinschaftsgärten Olpe" möchte zudem Brachflächen nutzen, um in Hochbeeten Gemüse und Kräuter anzubauen.
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  • Mitten in Olpe, aber auch auf den Dörfern sollen in Zukunft Gärten gemeinsam bewirtschaftet werden. Der Verein "Gemeinschaftsgärten Olpe" möchte zudem Brachflächen nutzen, um in Hochbeeten Gemüse und Kräuter anzubauen.
  • Foto: Pixabay (Symbolbild)
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

yve Olpe. „Wir hatten auf sieben Leute gehofft, um den Verein gründen zu können“, blickt am Donnerstagabend Matthias Koch erstaunt auf die Besucher, die vor dem kleinen Saal im Kolpinghaus Olpe Schlange stehen. Stühle werden versetzt, weitere unter Beachtung der Abstandsregeln in den Raum gestellt. Aber die Platzkapazitäten reichen noch immer nicht. Die Fenster werden geöffnet, einige verfolgen die Versammlung dann von draußen. „Wir haben hier so manchen Profi dabei“, freut sich Koch. Die braucht es, um dem Verein „Gemeinschaftsgärten Olpe“ den richtigen Schub zu geben. Die Gründungsversammlung jedenfalls kann als Erfolg verbucht werden, nach über zwei Stunden ist die Satzung verabschiedet, ein Vorstand gewählt.

yve Olpe. „Wir hatten auf sieben Leute gehofft, um den Verein gründen zu können“, blickt am Donnerstagabend Matthias Koch erstaunt auf die Besucher, die vor dem kleinen Saal im Kolpinghaus Olpe Schlange stehen. Stühle werden versetzt, weitere unter Beachtung der Abstandsregeln in den Raum gestellt. Aber die Platzkapazitäten reichen noch immer nicht. Die Fenster werden geöffnet, einige verfolgen die Versammlung dann von draußen. „Wir haben hier so manchen Profi dabei“, freut sich Koch. Die braucht es, um dem Verein „Gemeinschaftsgärten Olpe“ den richtigen Schub zu geben. Die Gründungsversammlung jedenfalls kann als Erfolg verbucht werden, nach über zwei Stunden ist die Satzung verabschiedet, ein Vorstand gewählt.

In Olpe soll gemeinsam gegärtnert werden

„Ich bin überwältigt“, zeigt sich auch Alice Holterhoff überrascht. Gemeinsam mit Matthias Koch hat sie die Vereinsgründung initiiert. Im Vordergrund der Versammlung standen zunächst Regularien. Schließlich, so Koch, müsse der Boden erst bearbeitet werden, damit etwas wachse. Nach der vollzogenen Gründung könnten Förderanträge gestellt werden, um geeignete Flächen anzumieten. Ziel sei, gemeinsam in der Stadt zu gärtnern – in mobilen Gefäßen wie Hochbeeten oder Palettenkästen. Verschiedene Konzepte könnten aber zum Tragen kommen, auch das Bewirtschaften von Gärten in Dörfern. Wichtig seien dem neuen Verein frei zugängliche Anlagen.

Wie zum Beispiel in Andernach unter dem Konzept „Essbare Stadt“. Dort wird die Natur durch den Anbau von Nutzpflanzen auf öffentlichen Flächen unter dem Motto „Pflücken erlaubt!“ statt „Betreten verboten!“ in die Stadt geholt, um neue Zugänge zu einer bewussten Ernährung zu schaffen.
„Die Gärten sollen auch Treffpunkt sein“, betont Koch, und zwar für alle Generationen, Kulturen und soziale Schichten. Willkommen sei jeder, egal ob mit oder ohne Erfahrungen. Gleichzeitig habe der Erhalt von alten Obstbaumsorten oder der Austausch und die Weitergabe handwerklicher Techniken im Obst- und Gemüseanbau vor dem Hintergrund der Nachhaltigkeit, des ökologischen Anbaus und der Erhalt der Biodiversität Gewicht.

"Wir fangen mit einem Garten an"

Ein Zuhörer äußerte Bedenken. Frei zugängliche Gärten zögen ungewollte Gäste an. Vor Vandalismus schützten auch keine Zäune oder Hecken, ist sich Koch sicher. Andere Besucher stellten gleich Ideen vor. Statt abgemähter Wiese könnten Kräuter und Co. den Biggerandweg säumen. Matthias Koch selbst brachte die in Zukunft mitten in der Stadt für einige Zeit entstehenden Brachflächen wie nach dem Abriss der Realschule oder des Rathauses ins Spiel. „Wir fangen mit einem Garten an, dann wachsen wir.“

Sprecherin Alice Holterhoff, Beisitzerinnen Cornelia Vanik und Katja Meier, Beisitzer Cornelius Becke, Kassiererin Jennifer Schnepper und Schriftführer Matthias Koch (v. l.) bilden den Vorstand des neuen Vereins „Gemeinschaftsgärten Olpe“.
  • Sprecherin Alice Holterhoff, Beisitzerinnen Cornelia Vanik und Katja Meier, Beisitzer Cornelius Becke, Kassiererin Jennifer Schnepper und Schriftführer Matthias Koch (v. l.) bilden den Vorstand des neuen Vereins „Gemeinschaftsgärten Olpe“.
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Die ersten Schritte sind jetzt getan, mit Vereinsgründung kann der Vorstand seine Arbeit aufnehmen. Zur Sprecherin des Vorstandes wählte die Versammlung Alice Holterhoff. „Ich freue mich, mit euch zusammen gärtnern zu können.“ Ihr Hobby ist das Imkern, wie bei Matthias Koch, der im Verein als Schriftführer agiert. Kassiererin ist Jennifer Schnepper, Klimaschutzbeauftragte der Stadt Wipperfürth und seit einem Jahr wohnhaft in Olpe. Zum Vorstand gehören drei Beisitzer. „Das ist eine spannende Sache“, freut Cornelia Vanik auf ihre neue Aufgabe. „Ich möchte mich gerne engagieren und aktiv mitwirken“, hatte Katja Meier vor ihrer Wahl zu Beisitzerin erklärt. Die Frauen werden von Cornelius Becke unterstützt. Kassenprüferinnen sind Inge Muckenhaupt und Christina Huckestein.

Auf Alice Holterhoff, Matthias Koch und ihre Mitstreiter kommt jede Menge Arbeit zu. Auf Unterstützung der Vereinsmitglieder können sie setzen, das zeigte das überaus große Interesse an der Veranstaltung. „Wir möchten Wissen erlangen und Wissen weitergeben“, ist die Sprecherin zuversichtlich, bald mitten in der Stadt säen, pflegen und ernten zu können.

Mitten in Olpe, aber auch auf den Dörfern sollen in Zukunft Gärten gemeinsam bewirtschaftet werden. Der Verein "Gemeinschaftsgärten Olpe" möchte zudem Brachflächen nutzen, um in Hochbeeten Gemüse und Kräuter anzubauen.
Sprecherin Alice Holterhoff, Beisitzerinnen Cornelia Vanik und Katja Meier, Beisitzer Cornelius Becke, Kassiererin Jennifer Schnepper und Schriftführer Matthias Koch (v. l.) bilden den Vorstand des neuen Vereins „Gemeinschaftsgärten Olpe“.
Autor:

Yvonne Clemens (Redakteurin) aus Stadt Olpe

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