Städtische Zuschüsse erst wieder nach 15 Jahren
Vereine beteiligen sich am Kunstrasenplatz

Die Instandhaltung und -setzung von Kunstrasen-Sportplätzen ist mit Aufwand verbunden und entsprechend teuer. Die Stadt Olpe will nun durch eine Richtlinie zur Förderung dafür sorgen, dass die Kosten in einem überschaubaren Rahmen bleiben.
  • Die Instandhaltung und -setzung von Kunstrasen-Sportplätzen ist mit Aufwand verbunden und entsprechend teuer. Die Stadt Olpe will nun durch eine Richtlinie zur Förderung dafür sorgen, dass die Kosten in einem überschaubaren Rahmen bleiben.
  • Foto: SZ (Archiv)
  • hochgeladen von Sonja Schweisfurth (Redakteurin)

win Olpe. Zwar müssen final noch der Hauptausschuss und der Rat der Stadt Olpe das Thema Kunstrasenplätze und ihre künftige Erneuerung behandeln, doch nach dem einstimmigen Votum des zuständigen Fachausschusses am Dienstag ist davon auszugehen, dass die Sportvereine im Stadtgebiet schon bald fix planen können, was die Zukunft ihrer Arenen angeht.

Zuschüsse erst nach 15 Jahren

Wie berichtet, hatten Stadtverwaltung und Stadtsportverband im Auftrag der Stadtverordnetenversammlung ein entsprechendes Konzept aufgestellt, das eine Mindestlaufzeit für künftige Kunstrasenplätze beinhaltet, dazu den Eigenanteil der Vereine festschreibt und eine Staffelung der zu erwartenden Erneuerungen. Demzufolge werden städtische Zuschüsse erst wieder gezahlt, wenn ein Platz 15 Jahre gehalten hat. Das soll eine entsprechend sorgsame Pflege durch die Vereine sichern. Erster Beigeordneter Thomas Bär: „Wir waren ja aufgefordert, eine Richtlinie zu entwickeln, um Planungssicherheit für die Vereine zu bekommen. Ein erster Antrag des VfR Rüblinghausen lag vor, wir wollten aber eine Grundlage für alle haben.“ Die Hauptarbeit habe der Stadtsportverband geleistet, und dies aus Sicht und mit Unterstützung der Vereine. „Mit diesem Regelwerk haben wir etwas an der Hand, mit dem Stadt und Vereine leben können.“ Joachim Schlüter, Vorsitzender des Stadtsportverbands und sachkundiger Bürger im Ausschuss, ergänzte, die Beschlussvorlage komme den Vereinen sehr entgegen. „Die Politik nimmt die Sorgen der Vereine ernst. Diese Vorlage beweist: Olpe ist eine sportfreudige und sportfreundliche Stadt, und das soll so bleiben.“

Auch an andere Sportarten denken

Kritische Töne kamen von der FDP. Henning Schütz regte einerseits an, beim Bau der Kunstrasenplätze nicht nur an den Fußball, sondern auch an andere Sportarten zu denken. Weiterhin habe er in Erfahrung gebracht, dass es in Sachen Kunstrasen auch ausdrücklich ökologisch erzeugte Kunststoffe gebe. Amtsleiter Ingo Sondermann entgegnete, die Stadt als Zuschussgeber folge da dem Bedarf der Vereine.
Joachim Schlüter ergänzte, die in der Beschlussvorlage vorgeschriebene Langlebigkeit der Beläge sei im Sinne der Vereine. „Was die Ökologie angeht, gebe ich Ihnen recht, da muss das Füllmaterial in Ordnung sein.“ Er wisse, dass das für Rüblinghausen vorgesehene Material die Anforderungen für Kindernahrung erfülle. Schütz verdeutlichte, er meine nicht die Verfüllung, sondern die CO2-Neutralität des eigentlichen Kunstrasens.

CO2-neutraler Belag

Schlüter: „Der von uns ins Auge gefasste Hersteller ist der einzige, der ein Pilotprojekt initiiert hat, um einen CO2-neutralen Belag zu entwickeln. Wir sind da also unterwegs.“ Michael Scheffel (CDU) ergänzte, die Vereine hätten ja nicht unerhebliche Summe mitzutragen. „Wer so eine Summe stemmt, dem muss ja klar sein, wohin die Zukunft seines Vereins geht. Wer so einen Antrag stellt, der wird sich entsprechende Gedanken machen.“ Auch Christian Bock (Grüne) lobte die Planungen: „Ich habe den Eindruck, dass man sich in Rüblinghausen sehr viele Gedanken gemacht hat, wir vertrauen dem und haben großes Vertrauen.“

Jeder Verein entscheidet selbst

Am Ende subsummierte Thomas Bär: „Wir sind eigentlich froh, damit eine relativ schlanke, einfache Richtlinie zu haben, ohne örtliche Besonderheiten nach vorn zu stellen. Am Ende muss jeder Verein selbst entscheiden, ob er das stemmen kann, einen neuen Kunstrasenplatz zu bauen.“ Schütz’ Bedenken waren durch die Wortbeiträge offensichtlich zerstreut: Er stimmte wie alle übrigen für die Beschlussvorlage.

Autor:

Jörg Winkel (Redakteur) aus Stadt Olpe

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