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FDP-Antrag erfolgreich
Verkehrssituation in Sondern soll entschärft werden

Als 2015 der damalige Bürgermeister, Horst Müller (l.), und sein Technischer Beigeordneter, Bernd Knaebel (r.), die neuen Parkflächen in Sondern freigaben, war noch nicht abzusehen, dass viele Autofahrer das Angebot nicht annehmen würden. Durch einen Vorstoß der FDP im Rat der Stadt Olpe soll das Problem nun neu angegangen werden, den Parksuchverkehr aus dem Ort herauszuhalten.
  • Als 2015 der damalige Bürgermeister, Horst Müller (l.), und sein Technischer Beigeordneter, Bernd Knaebel (r.), die neuen Parkflächen in Sondern freigaben, war noch nicht abzusehen, dass viele Autofahrer das Angebot nicht annehmen würden. Durch einen Vorstoß der FDP im Rat der Stadt Olpe soll das Problem nun neu angegangen werden, den Parksuchverkehr aus dem Ort herauszuhalten.
  • Foto: hobö (Archiv)
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

win Olpe/Sondern. Stundenlang stritten am Donnerstag die Mitglieder des Ausschusses Umwelt, Planen, Bauen der Stadt Olpe um den von ihnen zu verantwortenden Bereich des Haushaltsplanentwurfs für das nächste Jahr. Alle Fraktionen brachten Änderungs- oder Ergänzungsanträge ein, von denen einige eine Mehrheit fanden. Den größten Erfolg erlebte hier die FDP, denn sie schaffte es, ihren beiden Anträge – wenn auch abgeändert – durchzusetzen.
FDP-Antrag zur Verbesserung der Situation in Sondern
Martin Moseler hatte beantragt, einen Haushaltsansatz von 30.000 Euro zu bilden, um die Verkehrssituation in Sondern zu verbessern. Auch zwei Jahre nach Fertigstellung der umfassenden Umgestaltung in Sachen Regionale-Konzept zeige jeder Tag, „dass es da noch einiges zu tun gibt“.

win Olpe/Sondern. Stundenlang stritten am Donnerstag die Mitglieder des Ausschusses Umwelt, Planen, Bauen der Stadt Olpe um den von ihnen zu verantwortenden Bereich des Haushaltsplanentwurfs für das nächste Jahr. Alle Fraktionen brachten Änderungs- oder Ergänzungsanträge ein, von denen einige eine Mehrheit fanden. Den größten Erfolg erlebte hier die FDP, denn sie schaffte es, ihren beiden Anträge – wenn auch abgeändert – durchzusetzen.

FDP-Antrag zur Verbesserung der Situation in Sondern

Martin Moseler hatte beantragt, einen Haushaltsansatz von 30.000 Euro zu bilden, um die Verkehrssituation in Sondern zu verbessern. Auch zwei Jahre nach Fertigstellung der umfassenden Umgestaltung in Sachen Regionale-Konzept zeige jeder Tag, „dass es da noch einiges zu tun gibt“. Moseler, der nicht nur Stadtverordneter, sondern auch Ortsvorsteher von Sondern ist, erklärte, aus der Bürgerschaft heraus seien während vieler Gespräche Anregungen gekommen, wie und was verbessert werden könnte. Ziel müsse sein, endlich den Besucherverkehr aus dem Ort herauszuhalten, „sie dazu zu bringen, dass sie erst gar nicht in den Ort hineinfahren“. Wie mehrfach berichtet, wurden im Zuge der Umgestaltung des Biggeufers in Sondern die großen Parkplatzflächen an Bahnhaltepunkt und Anlegestelle an den Ortseingang verlegt. Seitdem leidet die Ortschaft indes unter Parksuchverkehr – viele Besucher und Gäste der Personenschifffahrt scheuen den Fußweg von den Großparkplätzen und fahren in den Ort oder stellen ihre Fahrzeuge im Umfeld des Bahnhofs widerrechtlich ab.

Tiefbauamtsleiter Thomas Stupperich gibt sich skeptisch

Tiefbauamtsleiter Thomas Stupperich fragte nach, was sich Moseler vorstelle. „Wir haben sehr viel probiert, wir haben grelle Schilder aufgestellt, da sind Politessen im Einsatz – das alles führt nicht dazu, dass in Stoßzeiten die Besucher parken, wie sie wollen. Ich weiß nicht, was wir da baulich machen sollen, um es zu ändern. Ich habe gehört, dass es immer so war zu Stoßzeiten.“
Doch Moseler fand Unterstützung aus der CDU, und zwar von Michael Wrede: „Wir haben in Sondern schon oft erlebt, dass diese Bereiche extrem zugeparkt sind, aber in diesem Jahr war es zu viel. Selbst die Buswende wird so zugeparkt, und zwar derart, dass selbst die Feuerwehr nicht durchgekommen wäre. Es ist einfach kein Zustand. Herr Moseler als Ortsvorsteher hat sich da jahrelang drum gekümmert. Ich möchte, dass wir eine Lösung finden.“
Wrede schlug vor, den FDP-Antrag abzuwandeln: Unter Einbeziehung von Stadtverordneten und Verwaltung solle eine Lösung für Sondern gesucht werden. Andreas Zimmermann (UCW) sah darin eine Option: „Da könnten wir eigens zwei Leute einstellen und bekämen es nicht gelöst. Das ist von der Koordination der gesamten Fläche nicht zu lösen.“ Daher unterstütze er Wredes Vorschlag, nicht die Ursprungsidee der FDP. „Das hat weniger mit Kosten zu tun.“ Moseler willigte ein: „Ich kann Herrn Wredes Weg mitgehen. Ich würde das gern aber erweitern um die Ergänzung, dass wir das im ersten Halbjahr machen. Die nächste Saison fängt bald an. Es wäre nur schade, dass wir dann nichts bauen könnten, wenn wir gute Ideen hätten.“ Er betonte, es gehe ihm nicht nur um die sogenannte Multifunktionsfläche, sondern die Verkehrsführung und das Parken im Ort insgesamt.
Ausschussvorsitzender Rüdiger Schnüttgen (CDU) fand: „Man kann mit allen Schildern und Pollern dieser Welt die Dreistigkeit von Idioten nicht unterbinden.“

5000 Euro für heruntergekommene Sitzecke

In einem zweiten Antrag hatte die FDP beantragt, 15.000 Euro für eine heruntergekommene Sitzecke an der Winterbergstraße/Durchgang Westfälische Straße herzurichten: „Das ist nicht sehr einladend, da sollte man etwas tun. Solche Plätze draußen sind in diesen Zeiten besonders wichtig“, hatte Martin Moseler begründet. Er stieß damit auf breite Zustimmung, indes fand die Mehrheit die Kosten zu hoch. 5000 Euro sollen aber bereitgestellt werden, um die Fläche attraktiver zu machen.

Autor:

Jörg Winkel (Redakteur) aus Stadt Olpe

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