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Volltanken bei der Gewerkschaft

André Arenz (l.) und Armin Fahrenkrog von „Bigge-Energie“ an der neuen Ladesäule, die die IG Metall Olpe an ihrer Geschäftsstelle bauen ließ. Arenz‘ Dienstwagen kann hier „aufgetankt“ werden, die Säule ist aber für jedermann nutzbar.
  • André Arenz (l.) und Armin Fahrenkrog von „Bigge-Energie“ an der neuen Ladesäule, die die IG Metall Olpe an ihrer Geschäftsstelle bauen ließ. Arenz‘ Dienstwagen kann hier „aufgetankt“ werden, die Säule ist aber für jedermann nutzbar.
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win Olpe. Wenn der Erste Bevollmächtigte der Industriegewerkschaft Metall, André Arenz, mit seinem neuen Dienstwagen morgens zur Arbeit kommt, dann kann er ihn künftig direkt auftanken. Aber nicht nur er, sondern alle Nutzerinnen und Nutzer von Elektroautos finden ab sofort vor der IG-Metall-Geschäftsstelle an der Josefstraße eine Ladesäule mit zwei „Zapfstellen“ für elektrische Energie, um die Akkus ihrer Autos zu füllen.

„Gebaut haben wir als IG Metall die Ladesäule“, erklärte Arenz gestern bei der Eröffnung. Errichtet und betrieben wird sie vom heimischen Versorger „Bigge-Energie“. Zwei Autos können gleichzeitig Strom aus dem Netz „saugen“.

win Olpe. Wenn der Erste Bevollmächtigte der Industriegewerkschaft Metall, André Arenz, mit seinem neuen Dienstwagen morgens zur Arbeit kommt, dann kann er ihn künftig direkt auftanken. Aber nicht nur er, sondern alle Nutzerinnen und Nutzer von Elektroautos finden ab sofort vor der IG-Metall-Geschäftsstelle an der Josefstraße eine Ladesäule mit zwei „Zapfstellen“ für elektrische Energie, um die Akkus ihrer Autos zu füllen.

„Gebaut haben wir als IG Metall die Ladesäule“, erklärte Arenz gestern bei der Eröffnung. Errichtet und betrieben wird sie vom heimischen Versorger „Bigge-Energie“. Zwei Autos können gleichzeitig Strom aus dem Netz „saugen“. Die Gewerkschaft wolle sich so zur Zukunftstechnologie der Elektromobilität bekennen und einen kleinen Beitrag dazu leisten, dass die Infrastruktur zum Laden verbessert wird. Arenz weist darauf hin, dass der Bau derartiger Ladesäulen bezuschusst wird, weil es im öffentlichen Interesse sei, mehr solcher „Tankstellen“ zu schaffen.

Vorrangig gedacht ist die neue Ladesäule tagsüber für Gäste der IG Metall. Zweieinhalb Stunden darf tagsüber hier geparkt werden, das ist im Preis des Stromkaufs inbegriffen. Danach fallen Kosten an, auch wenn nicht mehr geladen wird – so wird verhindert, dass Elektroautobesitzer die Stellplätze zum Parken missbrauchen, und dafür gesorgt, dass möglichst viele Verkehrsteilnehmer Zugriff auf das schnelle Laden haben. „Hier in der Nachbarschaft sind ja Häuser der Wohnungsgenossenschaft. Sollte sich da jemand ein Elektroauto kaufen, dann ist das ideal, der könnte beispielsweise abends bei uns den Wagen abstellen, nachts laden und morgens vollgetankt zur Arbeit fahren“, so Arenz, denn von 20 bis 8 Uhr wird kein Park-Aufschlag genommen, auch wenn der Wagen länger stehenbleibt als zum Laden nötig ist.

Arenz hat bewusst einen sogenannten Plug-in-Hybridwagen als neues Dienstfahrzeug gewählt, also ein Auto, das sowohl mit Elektro- als auch mit Benzinantrieb fahren kann, dessen Fahrakku sich aber auch ganz ohne Motorhilfe laden lässt, nämlich an solchen Ladesäulen wie der gestern freigegebenen. „Ich kann rund 60 Kilometer rein elektrisch fahren“, so Arenz, „das reicht im Alltag, wenn ich nicht nach Frankfurt oder Düsseldorf muss.“ Batteriebetriebene Elektromobilität sei derzeit die einzige Antriebstechnik, die sich rasch in industriellem Maßstab umsetzen lasse und ein Erreichen der Klimaziele bis 2030 realistisch mache. Wichtig sei der IG Metall aber, dass eine deutsche Batterieproduktion errichtet werde. Auch habe das Ganze nur Sinn, wenn zum Aufladen „grüner“, also umweltfreundlich erzeugter Strom verwendet werde. „Allerdings sind mittel- und langfristig auch andere Technologien wichtig, etwa der Wasserstoffantrieb“, weshalb er gegen eine einseitige Förderung nur der batterieelektrischen Antriebe sei.

Die IG-Metall-Ladesäule ist eingebunden in das Ladenetzwerk „Tank-E“, in dem mit Hilfe einer App auf dem Smartphone das Laden bequem vor sich geht und abgerechnet wird.

Hergestellt worden ist die Säule – wen wundert‘s – von Mennekes in Kirchhundem, einem Betrieb, mit dem Arenz auch beruflich zu tun hat und der in Sachen Elektromobilität ganz vorn dabei ist. Und zum Laden steckt Arenz ein Kabel in Ladesäule und Auto, das an beiden Enden den Stecker trägt, dessen kryptische Bezeichnung „IEC 62196 Typ 2“ kaum jemand kennt – wozu auch, schließlich ist „Mennekes-Stecker“ besser bekannt und fast jedem Elektroauto-Besitzer, fast jeder Elektroauto-Besitzerin ein Begriff.

Autor:

Jörg Winkel (Redakteur) aus Stadt Olpe

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