Prominenter Botschafter der Kinderhospizarbeit
Vom „Zivi“ zum Schirmherrn

Am Samstag wurde Fernsehmoderator Frank „Froonck“ Matthée (M.) von Koordinationsfachkraft Melanie Bähr zum Schirmherrn des Ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienstes (AKHD) Olpe ernannt.
  • Am Samstag wurde Fernsehmoderator Frank „Froonck“ Matthée (M.) von Koordinationsfachkraft Melanie Bähr zum Schirmherrn des Ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienstes (AKHD) Olpe ernannt.
  • Foto: mari
  • hochgeladen von Marc Thomas

mari Olpe. 30 Jahre alt wurde im vergangenen Jahr der bundesweit tätige Deutsche Kinderhospizverein, der seinen Sitz in Olpe hat. Anlässlich dieses „runden“ Jahrestags war der Ambulante Kinder- und Jugendhospizdienst (AKHD) ins Leben gerufen worden, und dieser hat seit Samstag einen neuen, prominenten Schirmherrn: Es ist der in Olpe geborene und aufgewachsene Hochzeitsplaner und Unternehmer Frank Matthée, der die VOX-Sendung „4 Hochzeiten und eine Traumreise“ moderiert.

Mit Frank „Froonck“ Matthée (54) hat der AKHD Olpe einen authentischen Schirmherren gewonnen, der mit Leidenschaft und Überzeugung hinter der Sache steht. „Meine ersten Kontakte mit Kindern, die unheilbar krank sind, konnte ich während meines Zivildienstes an der LWL-Förderschule in Olpe knüpfen. Es hat mich damals schon berührt, aber vor allem mit Dankbarkeit erfüllt, dass ich sie ein Stück auf ihrem schweren Weg begleiten und für viel Freude sorgen konnte.

"Wenn ich heute die Fotoalben sehen,
kommen mir immer wieder die Tränen."

Frank Matthée
ehemaliger Zivildienstleistender an der LWL-Förderschule Olpe

Die begrenzte Zeit zu versüßen, angenehm und besonderes zu gestalten, dabei die Kinder gleichzeitig normal zu behandeln und die Angehörigen zu entlasten, das waren und sind für mich große Anliegen. Die Kinder sind mir damals unglaublich ans Herz gewachsen. Wenn ich heute die Fotoalben sehen, kommen mir immer wieder die Tränen. Ich bin wegen meiner starken Bindung zu Kindern schon länger auf der Suche nach einem Charité-Projekt. Mit meiner neuen Aufgabe schließt sich nun ein Kreis. Als Schirmherr möchte ich nun die öffentliche Aufmerksamkeit noch mehr auf diese wichtigen Aufgaben lenken und ein größeres Bewusstsein für die Notwendigkeit dieses Dienstes am Menschen schaffen“, nannte er seine Motivation.

Kontakt durch Bürgergesellschaft Olpe

Der Kontakt zu dem Moderator kam zustande durch die Bürgergesellschaft Olpe, die den Fernsehmoderator in der Session 2015/16 zum Ehrensenator ernannt hatte. Matthée, der Wohnsitze in Berlin, Nizza und Olpe hat, erklärte, dass er schon seit Jahren die „Tafel“ in Berlin und benachteiligte Kinder in der Landeshauptstadt unterstütze. Vor zwei Jahren beteiligte er sich an der Aktion „Schule gegen Rassismus“ der Sekundarschule Olpe. „Kinder und Jugendliche sind unsere Zukunft. Da gilt es, gute Grundsteine zu legen“, betonte Frank Matthée. Vor der ehrenamtlichen Arbeit mit Familien mit lebensverkürzend erkrankten Kindern habe er den allergrößten Respekt: „Das ist eine anstrengende und emotionale Tätigkeit.“

Seinen Künstlernamen „Froonck“ verdankt er Popsängerin Sarah Connor. „Als ich ihre Hochzeit plante, begrüßte sie mich mit ‚Hallo Fronk‘, weil ich sie an Steve Martin aus dem Kinofilm ‚Der Vater der Braut‘ erinnerte. Ich habe französische Vorfahren und einen französischen Nachnamen, und in Frankreich wird mein Vorname ‚Fronk‘ ausgesprochen. Als ich vor 13 Jahren die Moderation der Sendung ‚4 Hochzeiten und eine Traumreise‘ übernahm, hatte ich die Idee, mit zwei ‚o‘ in meinem Künstlernamen die Eheringe zu symbolisieren, die während der Dreharbeiten getauscht werden.“

Kreisstadt Olpe stolz auf Deutschen Kinderhospizverein

Bei der Ernennung von Frank Matthée waren auch Kinderhospizvereins-Geschäftsführer Stefan Kranz, die Leiterin der Öffentlichkeitsarbeit, Silke Keller, die ehrenamtliche Mitarbeiterin im AKHD Olpe, Sussa Fuss, und Bürgermeister Peter Weber zugegen. Stellvertretend für die fünf Familien aus dem Kreisgebiet, die derzeit von Melanie Bähr und zwölf ehrenamtlichen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen betreut werden, berichte Familie Sippel aus Eckenhagen, wie wichtig die Begleitung sei. Die Familie hat drei Kinder, das mittlere ist lebensverkürzend erkrankt. Durch die Unterstützung des AKHD erfährt die Familie große Entlastung und hat stets einen Ansprechpartner.

Bürgermeister Weber betonte, dass die Kreisstadt Olpe stolz darauf sei, den Deutschen Kinderhospizverein vor Ort zu haben. Wie bedeutsam die Arbeit sei, habe er selbst beim 30. Geburtstag des Vereins im vergangenen Jahr erlebt. Mit der Gründung des AKHD Olpe sei nun auch der letzte Stein ins Rollen gekommen. Er dankte Frank Matthée, dass er das wichtige Thema für sich erkannt habe und als Prominenter den Verein, der sich zu großen Teilen aus Spenden finanziert, unterstützen möchte. „Ihr Einsatz ist bemerkenswert und schön.“

Autor:

Marianne Möller

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