SZ

Verkehrskommission befürwortet Vorschlag
Weite Schlüppe zur Einbahnstraße erklärt

Seit Kurzem lässt ein Zusatzschild das Befahren der Weiten Schlüppe nur noch aus Richtung Eupener Straße/Hardtweg zu. So soll Begegnungsverkehr auf der an ihrer schmalsten Stelle gerade 3 Meter breiten Fahrbahn verhindert werden.
  • Seit Kurzem lässt ein Zusatzschild das Befahren der Weiten Schlüppe nur noch aus Richtung Eupener Straße/Hardtweg zu. So soll Begegnungsverkehr auf der an ihrer schmalsten Stelle gerade 3 Meter breiten Fahrbahn verhindert werden.
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win Olpe. Sie ist nur knapp 200 Meter lang und trägt einen verwirrenden Namen: Die Weite Schlüppe verbindet Eupener Straße und Hardtweg mit der Wüstenpforte und ist dabei die einzige Erschließungsstraße für drei große Häuser. „Weit“ ist die Straße dabei aber wahrlich nicht: An den engsten Stellen misst ihre Breite gerade einmal 3 Meter, sodass es hier schon zwischen Autos und Fußgängern eng wird. Ein Begegnungsverkehr von mehrspurigen Fahrzeugen ist komplett ausgeschlossen.
Die Kommission
konnte der Argumentation folgen, dass eine Einbahnstraßen-Regelung die Verkehrssicherheit erhöhen kann.

win Olpe. Sie ist nur knapp 200 Meter lang und trägt einen verwirrenden Namen: Die Weite Schlüppe verbindet Eupener Straße und Hardtweg mit der Wüstenpforte und ist dabei die einzige Erschließungsstraße für drei große Häuser. „Weit“ ist die Straße dabei aber wahrlich nicht: An den engsten Stellen misst ihre Breite gerade einmal 3 Meter, sodass es hier schon zwischen Autos und Fußgängern eng wird. Ein Begegnungsverkehr von mehrspurigen Fahrzeugen ist komplett ausgeschlossen.

Die Kommission
konnte der Argumentation folgen, dass eine Einbahnstraßen-Regelung die Verkehrssicherheit erhöhen kann.
Peter Püttmann
Ordnungsamtsleiter Stadt Olpe

Zwei neue Wohnanlagen in Planung

Früher eine beliebte Abkürzung, war das Sträßchen bisher mit einem „Durchfahrt verboten“-Schild versehen, freilich ergänzt durch „Anlieger frei“, das zumindest einiges an Verkehr fernhielt. Doch entstehen hier zwei neue Wohnanlagen, einmal mit acht, einmal mit zehn Einheiten. Etwa 35 Stellplätze sind vorgesehen. Der eine Bau, den ein Privatinvestor auf einem ehemaligen Grundstück der Lister- und Lennekraftwerke errichten lässt, steht schon im Rohbau. Eine weitere Wohnanlage mit zehn Parteien wird auf dem Grundstück der Villa Grünewald entstehen, die ein anderer Investor erworben hat und abbrechen lässt.

Anwohner in Sorge wegen Bauvorhaben

Dass die Weite Schlüppe derart großen Zuwachs an Anwohnern erfahren wird, hat Anlieger in Sorge versetzt. Bedenken gegen die Bauvorhaben an sich wurden von der Stadt zurückgewiesen – sie wären wohl auch chancenlos gewesen, gilt doch hier der alte Bebauungsplan Nr. 12, der von 1968 stammt, zuletzt 1973 angepasst wurde und nicht mehr gerichtsfest ist. Daher beurteilt die Stadtverwaltung derzeit alle Bauanträge in entsprechenden Gebieten nach dem Paragrafen 34 des Baugesetzbuchs. Dessen Kernsatz steht im Absatz 1: „Innerhalb der im Zusammenhang bebauten Ortsteile ist ein Vorhaben zulässig, wenn es sich nach Art und Maß der baulichen Nutzung, der Bauweise und der Grundstücksfläche, die überbaut werden soll, in die Eigenart der näheren Umgebung einfügt und die Erschließung gesichert ist.“ Und da muss ein Bauvorhaben schon kräftig aus der Reihe schlagen, um eine Genehmigung zu versagen.

Durch die Weite Schlüppe nur noch bergab

Doch in einem Punkt folgte die Stadt den Bedenken der Anlieger und legte der Verkehrskommission die Anregung vor, eine Einbahnregelung einzuführen. Ordnungsamtsleiter Peter Püttmann erklärte auf Anfrage der SZ, die Bauabteilung der Stadtverwaltung sei mit dem Anliegen aufs Ordnungsamt zugegangen, dieses habe den Änderungsvorschlag der Verkehrskommission vorgelegt. „Dem wurde zugestimmt, die Kommission konnte der Argumentation der Anlieger folgen, dass auf dieser schmalen Straße eine Einbahnstraßen-Regelung die Verkehrssicherheit erhöhen kann.“ Und so wurden neue Schilder aufgehängt, die das Befahren der Weiten Schlüppe fortan nur noch talwärts erlauben – mit einer Ausnahme: Fahrräder dürfen auch künftig in beide Richtungen bewegt werden.

Der Name „Schlüppe“ steht in Olpe für schmale Gassen, die ein „Durchschlüpfen“ erlauben. Die Weite Schlüppe ist dabei eine Ausnahme, denn sie kann befahren werden – die übrigen Schlüppen, etwa zwischen Felmicke und Westfälischer Straße oder von der Felmicke auf den Luise-Hensel-Weg, sind reine Fußwege, oft mit Treppenanlagen versehen.

Autor:

Jörg Winkel (Redakteur) aus Stadt Olpe

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