Weltgedenktag für alle verstorbenen Kinder

sz Olpe. In der Kirche des Pallottihauses in Olpe findet am Sonntag, 13. Dezember, ab 16 Uhr ein ökumenischer Gedenkgottesdienst statt. Jedes Jahr sterben allein in Deutschland 20 000 Kinder und junge Erwachsene, weltweit sind es um ein Vielfaches mehr. Und überall bleiben trauernde Eltern, Geschwister, Großeltern und Freunde zurück. Täglich wird in den einzelnen Familien dieser Kinder gedacht.

Doch einmal im Jahr wollen weltweit Betroffene nicht nur ihrer eigenen Töchter, Söhne, Schwestern, Brüder, Enkel und Enkelinnen gedenken. Jedes Jahr am zweiten Sonntag im Dezember stellen Betroffene für jedes verstorbene Kind rund um die ganze Welt um 19 Uhr brennende Kerzen in die Fenster. Während die Kerzen in der einen Zeitzone erlöschen, werden sie in der nächsten entzündet, so dass eine Lichterwelle 24 Stunden die ganze Welt umrundet. Jedes Licht im Fenster steht für das Wissen, dass diese Kinder das Leben erhellt haben und dass sie nie vergessen werden. Das Licht steht auch für die Hoffnung, dass die Trauer das Leben der Angehörigen nicht für immer dunkel bleiben lässt. Das Licht schlägt Brücken von einem betroffenen Menschen zum anderen, von einer Familie zur anderen, von einem Haus zum anderen, von einer Stadt zur anderen, von einem Land zum anderen. Es versichert Betroffene der Solidarität untereinander. Es wärmt ein wenig das kalt gewordenen Leben und wird sich ausbreiten, wie es ein erster Sonnenstrahl am Morgen tut.

Zum zehnten Mal beteiligt sich der Arbeitskreis Gedenkgottesdienst an dieser Aktion durch die Gestaltung einer ökumenischen Gedenkfeier in Olpe. Der diesjährige Gottesdienst steht unter dem Thema „Wegzeichen“. Die Namen der verstorbenen Kinder und Geschwister werden verlesen und in Texten und besonderer musikalischer Gestaltung sollen sich das Erleben der Familien und die Verbundenheit untereinander ausdrücken. Im Anschluss an diese Feier sind die Angehörigen eingeladen, im benachbarten Jugendhof bei Tee und Gebäck ein zu verweilen und die Möglichkeit zum Austausch und der Weitergabe von Informationen wahrzunehmen.

Der einladende Arbeitskreis besteht aus betroffenen Eltern, den Mitarbeiterinnen der Beratungsstelle „Mirjam“ und der Schwangerenberatungsstelle des Katholischen Sozialdienstes, Pastor Martin Eckey, Pater Bernd Hartwig SAC und dem Musiktherapeuten Karl-Heinz Wortmann.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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