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Landesmeisterschaften der Bäckerjugend
Wendenerin backt sich mit Blütenbrot auf Platz 3

Den Landeswettbewerb gewann Amanda Krajnc (hinten r.) aus Mönchengladbach, Zweite wurde Alexandra Köpplin aus Hamm (r.) und Dritte Julia Schönian (l.) aus Wenden.
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  • Den Landeswettbewerb gewann Amanda Krajnc (hinten r.) aus Mönchengladbach, Zweite wurde Alexandra Köpplin aus Hamm (r.) und Dritte Julia Schönian (l.) aus Wenden.
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mari Olpe. In der Ersten Deutschen Bäckerfachschule in Olpe wurden am Mittwoch die nordrhein-westfälischen Landesmeisterschaften der Bäckerjugend ausgetragen. Im Bereich der Bäckerinnen und Bäcker eroberte sich Amanda Krajnc aus Mönchengladbach den Titel der Landesmeisterin. Den 2. Platz sprach die Bewertungskommission Jungbäckerin Alexandra Köpplin aus Hamm zu, der 3. Platz ging an Julia Schönian aus Wenden, die ihr Handwerk bei der Landbäckerei Sangermann in Oberveischede erlernte. 
Begabte junge Menschen fördernDie drei jungen Bäckerinnen waren die einzigen aus NRW, die zum Kräftemessen beim Landeswettbewerb antraten. Ursprünglich hatten sich sechs Sieger aus den sieben Kammerbezirken von NRW angemeldet, doch drei hatten ihre Bewerbung kurzfristig zurückgezogen.

mari Olpe. In der Ersten Deutschen Bäckerfachschule in Olpe wurden am Mittwoch die nordrhein-westfälischen Landesmeisterschaften der Bäckerjugend ausgetragen. Im Bereich der Bäckerinnen und Bäcker eroberte sich Amanda Krajnc aus Mönchengladbach den Titel der Landesmeisterin. Den 2. Platz sprach die Bewertungskommission Jungbäckerin Alexandra Köpplin aus Hamm zu, der 3. Platz ging an Julia Schönian aus Wenden, die ihr Handwerk bei der Landbäckerei Sangermann in Oberveischede erlernte. 

Begabte junge Menschen fördern

Die drei jungen Bäckerinnen waren die einzigen aus NRW, die zum Kräftemessen beim Landeswettbewerb antraten. Ursprünglich hatten sich sechs Sieger aus den sieben Kammerbezirken von NRW angemeldet, doch drei hatten ihre Bewerbung kurzfristig zurückgezogen. Vermutlich wegen der recht anspruchsvollen Herausforderungen, und sicher spielte auch Corona eine Rolle: Denn es ist nicht einfach, mit Maske in der warmen Backstube zu arbeiten. Leo Trumm, früherer Leiter der Bäckerfachschule, der gemeinsam mit Erich Lehnen aus Brüggen die Leistungen der Bäckerjugend bewertete, war mit der Zahl dennoch zufrieden. Schließlich gelte es auch in Zeiten der Pandemie, begabte junge Leute weiter zu fördern.

Thema war die Natur

Als Wettbewerbsthema war „Natur“ festgelegt. Dazu hatten die Teilnehmer im Vorfeld eine Arbeitsmappe zu erstellen, die dem neuen handlungsorientierten Ansatz in der Ausbildungsordnung entsprechen musste. Neben einer kurzen Eigendarstellung musste die Mappe alle Rezepte beinhalten, die die Teilnehmer während des Leistungswettbewerbs verwendeten. Ebenso eine Beschreibung aller Gebäcke und die Erklärung, was die jeweilige Backware ausmacht. Weiter waren Werbeaussagen zu den einzelnen Gebäcken und ein Ablaufplan über die Herstellung der Produkte erforderlich. Neben der Mappe wurden die geforderten Gebäcke aus den fünf Kategorien Brote, Klein- und Partygebäcke, Plundergebäcke, gebackenes Schaustück und Thementorte sowie das Fachgespräch, die Sauberkeit, Hygiene und Arbeitsweise bewertet.

Blütenbrot aus Weizenteig

Die Teilnehmer hatten fünf Stunden Zeit, die Gebäcke mit den Zutaten nach Wahl aus der vorgegebenen Rohstoffliste zu backen. Freigestellt waren neben den Zutaten Rezeptur, Gebäckgewicht, Vielfalt, Form und Dekor. Doch alles musste essbar sein. Dabei zeigten sie, wie kreativ und talentiert sie sind.
Julia Schönian aus Wenden war stolz, die Region Westfalen-Süd vertreten zu dürfen. Sie backte ein Blütenbrot aus Weizenteig und ein Brot aus Roggenmischteig mit dem Aussehen eines Ahornblatts. Ihrer Torte verpasste sie die Form eines Baumstamms. Auch ihr Schaustück, ein Baum aus Sirupteig mit abgefallenen Blättern, war eine Gaumenfreude. „Es zeigt den Wandel des Lebens zwischen den Aspekten der vier Elemente Feuer, Wasser, Erde und Luft“, lautete ihr Werbeslogan.

Julia Schönian ist Prüfungsbeste der Innung

Dass es am Ende nicht zum 1. Platz gelangt hat und sie sich nicht beim Bundeswettbewerb im November in Weinheim mit den anderen 15 Landessiegern messen kann, darüber war Julia Schönian nicht traurig. Denn ein solcher Wettbewerb ist schon mit enormer Vorbereitung und auch mit Stress verbunden. Sie kann auf jeden Fall sehr stolz darauf sein, Prüfungsbeste der Innung, Kammerbezirkssiegerin und drittbeste Bäckerin der Bäckerjugend 2020 in NRW zu sein.

Bäckerin sein ist ihre Berufung

Und sie weiß, dass sie den richtigen Beruf gewählt hat. Denn Beruf kommt von Berufung. Schon vor ihrer Ausbildung hat sie zu Hause schon immer gerne gebacken, das setzt sie heute mit Freude fort. Im Rahmen der berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen kam bei ihr zunächst der Wunsch auf, Konditorin zu werden. Doch nach einem Praktikum befolgte sie den Rat ihres damaligen Chefs, den Beruf der Bäckerin zu wählen, da dieser ein vielfältigeres Arbeitsgebiet mit sich bringe.
Davon überzeugte sie sich während ihrer Ausbildung in der Landbäckerei Sangermann in Oberveischede. Hier backt sie verschiedene Brötchen, Brote und Torten. „Mittlerweile bin ich aufgrund meiner Fertigkeiten in jedem Bereich einsetzbar“, so die 20-Jährige, deren nächstes Ziel die Meisterprüfung ist. Das frühe Aufstehen macht ihr nichts aus. „So habe ich doch viel mehr vom Tag.“ Bäckermeister Georg Sangermann aus Oberveischede ist froh, dass er eine so gut ausgebildete Bäckergesellin in seiner Backstube hat.

Kreative Ideen für den Wettbewerb

„Sie ist sehr flink bei der Arbeit und sehr kreativ. Alle Ideen für den Wettbewerb hat sie selbst erarbeitet.“ Der Obermeister der Bäckerinnung Westfalen-Süd kennt die großen Herausforderungen bei den Landesmeisterschaften, bei denen er schon öfter als Preisrichter fungierte. Umso mehr zollte er seiner jungen Mitarbeiterin Respekt und Anerkennung für ihre tolle Leistung.

Autor:

Marianne Möller

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