Technisch auf allerhöchstem Niveau
Zweites Herzkatheter-Labor in Olpe

Sind stolz auf das neue Herzkatheter-Labor: Chefarzt Dr. Frank van Buuren und Sigrid Remy, Pflegerische Leitung des Herzkatheter-Labors.
  • Sind stolz auf das neue Herzkatheter-Labor: Chefarzt Dr. Frank van Buuren und Sigrid Remy, Pflegerische Leitung des Herzkatheter-Labors.
  • Foto: Krankenhaus
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sz Olpe. Seit einigen Wochen verfügt die Kardiologie des St.-Martinus-Hospitals Olpe über ein zweites Herzkatheter-Labor – „und zwar über eines, in dem modernste Technik auf dem Niveau einer Universitätsklinik zum Einsatz kommt“, berichtet Dr. Frank van Buuren, Chefarzt der Medizinischen Klinik, stolz. Das neue Labor ermöglicht Untersuchungen der Herzkranzgefäße auf eine sehr schonende Art wahlweise mit einer Lichtquelle, Ultraschall oder einer Blutflussmessung.

Unnötige Behandlungen werden vermieden

„Alle diese Techniken sind direkt im Herzkatheterlabor fest verbaut und werden über eine Konsole bedient, sodass sie problemlos umgehend genutzt werden können. Das bietet unserem Team die Möglichkeit, stets das Beste für den Patienten anzuwenden, denn schon immer ist es unsere oberste Priorität, nur die Dinge beim Patienten durchzuführen, von denen er auch wirklich profitiert“, erklärt van Buuren. „Diese Technologien ermöglichen es uns in noch höherem Maße auch weiterhin Ballonaufdehnungen und Klappenbehandlungen, die unnötig sind, zu vermeiden.“

Auch das sechs Jahre alte bisherige Herzkatheter-Labor hätte schon einen sehr hohen Standard gehabt und hervorragende Arbeitsbedingungen ermöglicht, erklärte der Kardiologe weiter. „Jetzt wurde auch dieses nachgerüstet, so dass nun in beiden Laboren auf einem technisch noch höheren Level gearbeitet werden kann.“ Seit Ende 2018 kommen im Herzkatheter-Labor des St.-Martinus-Hospitals sogar sogenannte Impella-Pumpen zum Einsatz.

Corona-Virus hat auch Einfluss auf das Herz

Diese kleine Pumpe wird wie ein Herzkatheter über eine Arterie in der Leiste bis zur linken Herzkammer vorgeschoben und entlastet das Herz bei Notfällen oder besonders komplexen Eingriffen. „ In diesem Jahr sind bisher doppelt so viele Herzpumpen zum Einsatz gekommen wie im Vorjahr. Da spielt sicher auch die Coronakrise eine Rolle. Im vergangenen Jahr haben die Patienten weniger häufig einen Arzt aufgesucht und das Virus hat zudem bekanntermaßen auch einen Einfluss auf das Herz und die Blutgerinnung“, meint van Buuren. „In den vergangenen beiden Jahren verzeichnete das Krankenhaus eine deutlich verstärkte Nachfrage an kardiologischen Leistungen. Durch Corona ist das Herz noch einmal stärker in den Focus gerückt. Wir haben darauf reagiert und rund 720.000 Euro investiert. Zudem haben wir uns auch personell sowohl in der Pflege als auch ärztlich erweitert“, betont Dr. Gereon Blum, Geschäftsführer der Katholischen Hospitalgesellschaft.

Autor:

Redaktion Siegen aus Siegen

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