Borkenkäferplage

Beiträge zum Thema Borkenkäferplage

Lokales
Das Dach des Backhauses und der Auflieger wurden beschädigt.

Unfall in Richstein
Holztransporter rutscht in kleines Backhaus

vö Richstein. Ein mit Käferholz beladener Lastwagen ist am Donnerstagnachmittag auf der Straße Lindenhof in Richstein in ein kleines Backhaus gerutscht. Dabei wurden das Dach am Backhaus sowie die seitliche Verkleidung des Lkw-Aufliegers, auf dem der Container lagerte, beschädigt. Der Transporter hatte Holz geladen und war auf der steilen Gefällestrecke ins Rutschen geraten. Ein Fachunternehmen, das vom Fahrer selbst angefordert wurde, machte sich auf den Weg nach Richstein, um die Bergung...

  • Bad Berleburg
  • 11.11.21
LokalesSZ
Die große Landschaftsveränderung: Wie ein Mahnmal reckt die Kreuzeiche – oder was von ihr übriggeblieben ist – ihre Stümpfe zum Himmel. Während das Wahrzeichen auf dem Eichert (468 m N.N.) zwischen Neunkirchen, Eiserfeld und Brachbach ein Opfer des Sturms geworden ist, hat sich um die Fichten ringsum der Borkenkäfer gekümmert.
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FWV-Vorsitzender Norbert Uebach im SZ-Interview
Die Fichte hat keine Chance mehr

goeb Niederndorf. Norbert Uebach aus Niederndorf ist 1. Vorsitzender der Forstwirtschaftlichen Vereinigung (FWV) Südwestfälischen Gemeinschaftswaldes. Sie vertritt deutlich über 100 heimische Waldgenossenschaften, deren Bestände auf 23.000 Hektar Fläche wachsen. Herr Uebach, hätten Sie sich vor zehn Jahren vorstellen können, dass die Fichte einmal in eine Situation gerät, wie wir sie heute bei uns vorfinden? Nein, das hätte sich wohl niemand vorstellen können. Der Brotbaum der Waldbauern...

  • Freudenberg
  • 02.11.21
LokalesSZ
Seit vielen Jahrzehnten arbeiten die privaten Haubergsgenossen n mit den Revierförstern Hand in Hand und lassen sich von den Profis. Diese Kooperation steht jetzt auf dem finanziellen Prüfstand.

Waldbauverein verhandelt mit Landesforsten
Borkenkäfer frisst auch das Geld für die Förster

thor Kreis Altenkirchen. Die Auswirkungen der Trockenheit und der Käferschäden sind in den Wäldern des Kreises Altenkirchen immer noch allgegenwärtig. An vielen Stellen sind gigantische Freiflächen entstanden, noch trifft man unter der Woche eher auf Harvester und Lkw als auf Wanderer. Es sind dies nicht allein optische Veränderungen, gerade die vielen privaten Waldbesitzer, in Haubergsgenossenschaften und Interessentenschaften organisiert, stehen vor einer tiefgreifenden Zäsur. Für einige...

  • Altenkirchen
  • 04.10.21
LokalesSZ
Mit schwerem Gerät wurde der massive Fachwerkbinder von den vielen fleißigen Helfern millimetergenau in den im Giebel bis zu sieben Meter hohen Holzrahmenbau eingepasst.
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Franzi Schneider und Jakob Limper in Richstein
Ein Stall und ein Wohnhaus aus Käferholz

ll Richstein. Etwas ungläubig steht Franzi Schneider vor der imposanten Holzkonstruktion, die sich auf den Höhenzügen des idyllischen Örtchens Richstein bei Arfeld erhebt. Mit dem Handy hält die 27-Jährige den Moment fest, an dem gerade mit schwerem Gerät ein massiver Fachwerkbinder millimetergenau in den im Giebel bis zu sieben Meter hohen Holzrahmenbau eingepasst wird. „Das ist schon ein Mordsprojekt“, stellt die gebürtige Bad Laaspherin treffend fest und zeigt dabei auf das nahezu...

  • Bad Berleburg
  • 20.09.21
LokalesSZ
Überall in der Region das gleiche Bild, der Borkenkäfer vernichtet die heimischen Wälder. Ein neuer Verein, das Bündnis Zukunftswald, will die klimastabile Wiederbewaldung von 30.000 Hektar anschieben.
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30.000 Hektar klimastabil aufforsten
Bündnis Zukunftswald sucht Sponsoren

sz/goeb Siegen/Lindlar. „Bündnis Zukunftswald“ – unter diesem Namen ist in der Region Südwestfalen und Bergisches Land ein Verein gegründet worden, der sich dem Wiederaufbau klimastabiler Mischwälder verschrieben hat. Die Gründungsmitglieder trafen sich jetzt auf einer infolge der Borkenkäferkalamität kahlen Waldfläche bei Lindlar zur konstituierenden Sitzung. Allein in den beiden Forstwirtschaftlichen Vereinigungen Bergisches Land (FWV BL) und Südwestfälischer Gemeinschaftswald, aus deren...

  • Siegen
  • 19.09.21
LokalesSZ
Markus Mann lässt nicht locker: Hier würde er gerne Züge, vollbeladen mit Holz, rollen sehen.

Unternehmer mit Umfrage in Elkenroth
Reaktivierung der Bahntrasse: Markus Mann lässt nicht locker

damo Elkenroth. So leicht gibt sich Markus Mann nicht geschlagen: Für ihn ist die Idee, die alte Eisenbahntrasse von Elkenroth nach Weitefeld zu reaktivieren, noch lange nicht vom Tisch – auch wenn die Ortsgemeinde auf ihr Vorkaufsrecht verweist und dem Bau eines Radwegs den Vorzug geben möchte. Aber Mann geht davon aus, dass er gute Argumente hat – und die macht er derzeit in Elkenroth publik. Dazu wählt Mann einen cleveren Weg: den einer Bürgerbefragung. Markus Mann spricht von viel Zuspruch...

  • Betzdorf
  • 07.09.21
LokalesSZ
Die vor zwei Jahren eingeschlagene Fläche am Werlenkopf wird erst einmal zu großen Teilen sich selbst überlassen.
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"Natur hilft sich selbst“
Haubergsvorsteher Konrad Theis gegen übertriebenen Aktivismus im Wald

thor Bruche/Scheuerfeld. Keck reckt sich die blutjunge Rotbuche dem Sonnenlicht entgegen. der feste Wille ist jetzt schon erkennbar: Aus 20 Zentimetern sollen irgendwann 20 Meter werden. Ähnliche Ziele verfolgen nebenan einige kleine Fichten, Eichen, Ahorn-Bäume, ja sogar Weißtannen. Sie alle sind mehr oder weniger zufällig hier gelandet, hier, auf einer Anhöhe am sogenannten Werlenkopf im Gebiet der Haubergsgenossenschaft Bruche/Scheuerfeld. Es ist Naturverjüngung pur. Konrad Theis setzt auf...

  • Betzdorf
  • 06.09.21
LokalesSZ
Die Arbeitsgemeinschaft „Wiederbewaldung und Jagd“ schaut sich eine von abgestorbenen Fichten geräumte Fläche hoch oben auf dem Kindelsberg an.
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Exkursion auf den Kindelsberg
Jäger bei der Wiederbewaldung mit Schlüsselrolle

goeb Kreuztal. Auf die Jäger wird es entscheidend ankommen, jetzt, wo gigantische Flächen entstanden sind, auf denen einst der „Brotbaum“ des Siegerlandes, die Fichte, wuchs. Gerade oben auf den Kämmen standen die ältesten Exemplare – und die hat sich der Borkenkäfer zuerst vorgeknöpft. Wie auf dem Kindelsberg, wo sich am Freitag bei bester Fernsicht Förster, Vertreter der Waldgenossenschaften Ferndorf, Littfeld, Kreuztal und des Stiftswaldes Keppel versammelten, darunter auch viele, die selbst...

  • Kreuztal
  • 05.09.21
LokalesSZ
Judith Waldhans (Mitte) ist neue Försterin im Revier Herdorf. Zuletzt haben sich Kira Breyer und Roland Wenks kommissarisch um das Revier gekümmert.

29-Jährige kehrt zurück in die Heimat
Judith Waldhans ist neue Revierförsterin in Herdorf

damo Herdorf. Die Zeiten, in denen nur die Bewerber im Vorstellungsgespräch für sich Werbung machen mussten, sind lange vorbei: Der Fachkräftemangel lässt grüßen. Und auch im Forst sind neue Arbeitskräfte rar. Erstaunlich offenherzig klingt also diese Stellenbeschreibung: „Das ist eine Lebensaufgabe. Wer in so ein geschundenes Revier kommt, dessen Weg ist vorgezeichnet. Der muss hunderte Hektar neuen Wald aufbauen, und zwar unter schwierigen Rahmenbedingungen.“ So umreißt Forstamtsleiter...

  • Herdorf
  • 01.09.21
LokalesSZ
Friedrich Freiherr von Hövel weiß, wie schlecht es um den Wald steht. Mit seiner Forderung nach Unterstützung rannte er bei MdL Marco Weber und den beiden Bundestagsabgeordneten Sandra Weeser und Dr. Christoph Hoffmann (v.l.) offene Türen ein.

Hilferuf aus dem Wald
Waldbauern fordern schnelle Unterstützung

damo Wingendorf. Man muss schon genau hinschauen, um den Wald der Zukunft zu entdecken: Da, wo vor zwei Jahren noch mächtige Fichten standen, dominieren heute Brombeeren und Springkraut, und nur vereinzelt recken sich kleine Lärchen der Sonne entgegen. Genau diese Eigenschaft ist es, die Friedrich Freiherr von Hövel an den Lärchen schätzt: Sie gelten als Lichtbaum, können also auch in praller Sonne wachsen. Und in ihrem Schatten können in einigen Jahren andere Baumarten kultiviert werden. Aber...

  • Kirchen
  • 24.08.21
Lokales
Wenn die kahlen Käfer-Flächen erst mal zwei bis drei Jahre bewachsen, sieht der Jäger das Rehwild nur noch sehr schwer. Es bedient sich an den jungen Baumpflanzen. Deshalb muss es zu allererst im Bestand reduziert werden.

Konferenzen in Feudingen und Kreuztal
Wiederbewaldung: Das Rehwild muss zuerst geschossen werden

howe Siegen/Bad Berleburg. Die Sache ist klar: Um den niedergeschlagenen Käfer-Wald in der heimischen Region wieder aufzuforsten, bedarf es auch einer erheblichen Reduzierung des Wildbestandes. Die Arbeitsgemeinschaft „Wiederbewaldung und Jagd“ lädt deshalb alle Waldbesitzer und Jagdausübungsberechtigten zu zwei Regionalkonferenzen ein – einmal an diesem Freitag für Wittgenstein in Feudingen und für das Siegerland am 3. September nach Kreuztal. Dass der „Brotbaum“ Fichte als Hauptart künftig...

  • Kreuztal
  • 24.08.21
Lokales
Wie sieht der Wald der Zukunft aus? Darüber wurde beim Waldwirtschaftssymposium der Jungen Union Südwestfalen gesprochen.
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Symposium der Jungen Union Südwestfalen
Wiederaufbau des Waldes muss unbürokratisch erfolgen

sz Voßwinkel/Bad Berleburg. Das Waldwirtschaftssymposium der Jungen Union (JU) Südwestfalen fand jetzt in besonderem Ambiente unter einem offenen Zelt im Wildwald Vosswinkel statt. Im Mittelpunkt standen laut JU-Mitteilung der heimische Wald und dessen Zukunft. Der Themenschwerpunkt beim diesjährigen südwestfälischen Wirtschaftssymposium sollte gezielt aufgreifen und verdeutlichen, welche Bedeutung der Wald vor allem auch für die junge Generation hat. Gemeinsam mit der nordrhein-westfälischen...

  • Bad Berleburg
  • 21.08.21
LokalesSZ
Die heimische Landschaft hat sich sehr verändert, in vielen Ortslagen erkennt man sie nicht wieder. Was passiert mit den von kranken und abgestorbenen Fichten geräumten Flächen? Zwei Jahre warten und dann punktuell pflanzen, sagt das Forstamt. Doch an einigen Stellen sieht man bereits Fichten-Nachpflanzungen in Reinkultur.
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Fachleute geben der Fichte keine Chance
Der Borkenkäfer bleibt bis zum bitteren Ende

goeb Siegen/Bad Berleburg. Waldbesitzer suchen stets nach Baumarten, die wenig Arbeit machen. Die Fichte, der „Brotbaum“ unserer Region, ist so eine Baumart – oder sollte man besser sagen: Sie war es? Spaziergänger und Wanderer entdecken hier und da – in letzter Zeit sogar wieder vermehrt – Nachpflanzungen der Fichte in Kultur. Auf die Frage, ob die Fichte hier noch eine Zukunft hat, zögert Forstamtsdirektor Manfred Gertz mit der Antwort. „Wenn es genug Regen gibt, ja“, sagt er zögerlich und...

  • Siegen
  • 20.08.21
LokalesSZ
Die alte Bahnstrecke durch Elkenroth: Der Gemeinderat würde hier gerne einen Fahrradweg bauen, Unternehmer Markus Mann mit Zügen Holz transportieren.
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Bahntrasse durch Elkenroth
Fahrradweg oder Güterstrecke?

dach Elkenroth. Was wird aus dem alten Gleisstrang, der sich quer durch Elkenroth zieht? Geht es nach dem Gemeinderat, entsteht auf der Trasse ein Rad- und Fußweg, und zwar vom Ortseingang aus Richtung Dickendorf kommend bis zu jenem aus Richtung Weitefeld. Dafür hat das Gremium jedenfalls am Mittwochabend die Weichen gestellt und eine Satzung beschlossen, die der Gemeinde das Vorkaufsrecht verschafft (bei einer Gegenstimme und zwei Enthaltungen). Es gibt aber auch eine andere Idee: Wie bereits...

  • Betzdorf
  • 23.07.21
Lokales
Noch sind die Wurzeln der abgestorbenen und gefällten Bäume im Boden und halten ihn fest. Doch wenn das tote Wurzelwerk austrocknet, wird es brüchig und bietet dann keinen Halt mehr. Ist bis dahin nicht neue Vegetation entstanden, die diese Funktion übernimmt, drohen bei neuen Starkregen Hangrutsche. Unser Bild entstand am Hohen Hagen zwischen Neuenkleusheim und Stachelau, einer Steillage, die gerade vom Käferholz geräumt wird..

Ohne ausreichenden Nachwuchs rutschen Hänge ab
Noch halten die Wurzeln

win Olpe. Der Wald hat mannigfaltige Funktionen. Eine davon ist es, als Wasserspeicher zu dienen: Wie ein Schwamm saugt ein gesunder Wald Regen auf; die Bäume geben es langsam ab. Angesichts der kahlen Hänge, die vor Monaten noch Fichtenwälder waren, kommt bei manchem die Frage auf, ob die Borkenkäferkalamität und die damit verbundene Abholzung der toten Fichtenwälder eine Mitursache der Fluten sein könnte, die gerade in Teilen von Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz ihr Werk der Zerstörung...

  • Kreis Olpe
  • 20.07.21
Lokales
 „Wir brauchen solide Finanzierungen. Über die Holzvorräte geht das nicht mehr.“ so Prof. Dr. Andreas Bitter.

Wald der Zukunft geht uns alle an
Aufarbeitung der Borkenkäfer-Krise

sz Siegen/Bad Berleburg. Holzstapel reiht sich an Holzstapel – aktuell nicht nur in Südwestfalen ein gewohntes Bild. Trockenheit und Borkenkäfer setzen den Wäldern und den Waldbesitzern zu. Die Wald- Landschaft verändert sich drastisch. Standort-Drifts nennen die Fachleute die veränderten Gedeih-Bedingungen an Standorten und die Suche nach geeigneten Baumarten zur Wiederaufforstung. Zu den Experten in Sachen Forstökonomie und Forsteinrichtung gehört Prof. Dr. Andreas Bitter von der TU Dresden....

  • Siegen
  • 20.07.21
Lokales
„Diese entstandenen Freiflächen wieder aufzuforsten, wird eine Herkulesaufgabe für die Waldgenossenschaften“ – davon ist Norbert Uebach, Vorsitzender der forstwirtschaftlichen Vereinigung südwestfälischen Gemeinschaftswaldes, überzeugt.

Symposium der FDP
Waldbesitzer sollen selbst über Wiederaufforstung entscheiden

sz Siegen/Bad Berleburg. Die FDP-Fraktion im Kreistag Siegen-Wittgenstein hatte jetzt Jäger und Waldbauern zu einem öffentlichen Symposium über die Zukunft des heimischen Waldes eingeladen, nach langer Corona-Pause die erste öffentliche politische Veranstaltung mit 40 Teilnehmern im Lÿz. Streit blieb an diesem Abend aus, denn die Ausführungen der beiden geladenen Experten aus dem Bundes- und Landtag, Karl Heinz Busen (MdB) und Markus Diekhoff (MdL), fanden Anklang. „Der Wald ist für alle...

  • Siegen
  • 18.07.21
LokalesSZ
Die Wälder sind im Wandel, und mit ihnen verändert sich die Natur: Die Spechte haben vom Borkenkäferbefall profitiert. Aber auch der Käfer selbst zeigt neuerdings andere Verhaltensmuster.

Wie die Natur auf das Fichtensterben reagiert
Vogelkonzert auf Brachflächen

damo Altenkirchen. Meistens ist der Mensch schneller als die Natur: Lebensräume verändern sich, das Klima ist im Wandel – und die Evolution vollzieht sich zu langsam, als dass Tiere und Pflanzen reagieren könnten. Im Fall des Borkenkäfers scheint es nach Einschätzung des Forstamts Altenkirchen andersrum zu laufen: „Wir erleben immer häufiger, dass der Käfer Sachen macht, die er eigentlich nicht machen sollte“, berichtet der Technische Produktionsleiter Frank Schneider. Förster beobachten...

  • Altenkirchen
  • 28.06.21
LokalesSZ
So wie hier in Wilnsdorf sieht es derzeit vielerorts aus. Durch den Borkenkäferbefall mussten riesige Felder Fichten abgeholzt werden.
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Wegen Holzmangel am Bau
Wirtschaftsminister will auch gesunde Fichten fällen

tip Burbach. Hohe Preise und wenig Material: Auf dem Bau mangelt es zurzeit an Holz. Der Bundeswirtschaftsminister will dem entgegenwirken. Dazu schlägt Peter Altmaier (CDU) vor, wieder mehr Fichten zu fällen – und zwar auch die gesunden. Eine aktuell gültige Beschränkung für den Einschlag von Fichtenholz soll „schnellstmöglich“ rückgängig gemacht machen, heißt es in einem Papier aus dem Wirtschaftsministerium. Ein Vorschlag, der nicht nur hierzulande scharf kritisiert wird. Burbachs...

  • Burbach
  • 27.06.21
LokalesSZ
Ein Harvester in Aktion: Sechs dieser Ungetüme fahren aktuell für die Amtshäuser Firma. Die Maschinen haben mit dem harten Schadholz zu kämpfen.
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Käferholz lässt Technik glühen
Eine Herausforderung für den Harvester

vc Amtshausen. Das Unternehmen Holz-Winter sorgt aktuell dafür, dass die vom Borkenkäfer befallenen Bäume aus Wittgensteins Wäldern verschwinden. Und ist damit in bester Gesellschaft. Dabei hat Unternehmer Martin Winter immer ein Auge auf die aktuelle Entwicklung des Waldes – und eben auf den Borkenkäfer. Schon während des Gesprächs klingelt im Firmenbüro in Amtshausen oft das Telefon: Disponenten, Mitarbeiter und Lieferanten rufen unablässig an. „Durch den Käfer“, meint Inhaber Martin Winter...

  • Bad Laasphe
  • 26.06.21
LokalesSZ
Fährt man die L723 von Wilden in Richtung Gilsbach, dann bietet sich wenige Hundert Meter oberhalb des Quartier Landeskrone ein weiteres erschreckendes Bild. Riesige vom Borkenkäfer befallene Fichtenbestände sind gerodet worden. Seitlich bzw. hinter den kahlen, ehemals bewaldeten Flächen, sieht man die A45 und den unterhalb der Talbrücke liegenden Landeskroner Weiher.
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Wettlauf gegen die Zeit
Förster in großer Sorge: Borkenkäfer wütet wieder

sp Siegen/Bad Berleburg. Wenn Manfred Gertz, Leiter des Regionalforstamtes Siegen-Wittgenstein, und sein Team mehr als 3000 Borkenkäfer in einer einzigen Falle finden, ist das alarmierend. „Dann wird es kritisch“, sagt er. Ende Mai/Anfang Juni, in den Kalenderwochen 22 bis 23, war es sogar mehr als das zehnfache an Tieren. „Da hat das begonnen mit einem massiven Schwarmflug.“ Etwa 36 000 Käfer befanden sich in der KW 22 in der Falle. 20 Prozent der Borkenkäfer haben den Winter überlebt Im April...

  • Siegen
  • 20.06.21
LokalesSZ
Wenn Setzlinge knapp und teuer sind, muss man eben selbst welche herstellen, meint Maike Fröhling.
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Idee aus Bitzen
Jeder kann ein Stück Wald retten

damo Bitzen. Jahrzehntelang hat der Wald geliefert – aber diese Zeiten sind vorbei. Das hat auch die Familie Fröhling einsehen müssen. Sie wohnt am Waldrand in Bitzen, und fünf Hektar gehören ihr. Übriggeblieben ist davon nach drei Hitze-Sommern und der Attacke der Borkenkäfer nicht mehr viel. „Ich habe hier Fichten gefällt, die ich selbst vor 40, 50 Jahren gepflanzt habe. Da blutet einem das Herz“, sagt der 72-jährige Heinz Werner Fröhling. Und erstmals ist sogar ein Harvester in den Wäldern...

  • Altenkirchen
  • 16.05.21
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