Ein Tag als...

Beiträge zum Thema Ein Tag als...

LokalesSZ
Bestes Wetter zum Fegen: Philipp Gottwald lässt ein langes Seil mit Drahtigel, den sogenannten Kugelschlagapparat, in den Schornstein, um Ablagerungen und Rußpartikel zu lösen. „Ansonsten droht ein Kaminbrand“, erklärt der 27 Jahre alte Siegener.

Handwerk in fünfter Generation
Mit dem Schornsteinfeger in Siegen unterwegs

ap Siegen. Mit Kamera, Kernbohrgerät und Kehrbürste macht sich Philipp Gottwald auf den Weg zu seinem ersten Kunden. Auf dem Kopf trägt er einen schwarzen Zylinder, auf der rechten Schulter ein gebogenes Eisen. „Eines meiner ältesten Werkzeuge“, verrät der Siegener und führt es gleich vor. Sein Ur-Ur-Opa hat damit bereits den Ruß aus den Räucherkammern gekratzt – und dabei genau denselben Hut getragen. Aber nicht nur die Montur hat bei den Gottwalds Tradition: Schon in der fünften Generation...

  • Siegen
  • 16.09.21
LokalesSZ
Die ersten Schritte ins Leben: Bianka Bienerth nimmt den Fußabdruck eines Neugeborenen. Den bekommen alle Eltern bei der Entlassung mit nach Hause.
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Ein Tag mit Hebamme Bianka Bienerth
Eine Geburt ist harte Arbeit

ap Siegen. Energisches Schreien schallt über den Stationsflur. Doch von Aufregung und Hektik keine Spur. „Das war schon meine zweite Geburt für heute“, zeigt sich Bianka Bienerth sichtlich entspannt. Wie oft sie diesen Moment in ihrem 23-jährigen Hebammendasein schon erlebt hat, weiß die Mittvierzigerin nämlich längst nicht mehr. „Ich habe irgendwann aufgehört zu zählen“, lächelt die examinierte Geburtshelferin. „2500 waren es bestimmt.“ Auch Mehrlingsgeburten sind für die Oberdresselndorferin...

  • Siegen
  • 14.09.21
LokalesSZ
Radek Checinski hübscht einen verwilderten Garten auf. Doch der Selbstständige macht noch weitaus mehr als nur das: Er ist Hausmeister und Handwerker mit Leib und Seele– ein echter Alleskönner eben.
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Ein echter Allrounder
Ein Tag mit Hausmeister Radek Checinski

ap Buschhüten. Er schneidet die Hecke und mäht den Rasen, wechselt Glühbirnen, befreit die Gehwege von Laub und Schnee, und hilft auch hier und da schon mal beim Tapezieren oder Boden verlegen. Radek Checinski ist aber weder Gärtner, noch Trockenbauer. Eigentlich ist er gelernter Dachdecker mit Zusatzausbildung zum Spengler. Doch mittlerweile beherrscht er nicht nur den Umgang mit Dächern, sondern macht auch alles im und rund um das Haus. Selbstständig gemacht hat sich der 39-Jährige bereits...

  • Kreuztal
  • 04.09.21
LokalesSZ
Mit einem Diamantfräser bearbeitet Nathalie Laqua einen Zahnersatz. Und dabei ist Vorsicht geboten: „Keramik kann schnell platzen“, erklärt die 33-Jährige.
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Schönes Lächeln auf Bestellung
Ein Tag mit Zahntechnikerin Nathalie Laqua

ap Eiserfeld. Ihr Handwerk wird nie ganz aussterben, davon ist Nathalie Laqua überzeugt. Doch die fortschreitende Technik hat ihren Beruf über die Jahre mehr und mehr verändert – das weiß auch die gelernte Zahntechnikerin. „Früher haben wir noch jede Krone und Brücke selbst hergestellt“, erklärt die 33-Jährige. Heutzutage übernehmen Computerprogramme diesen und viele andere Arbeitsschritte im Eiserfelder Dentallabor Mehling Zahntechnik. Was sich in den vergangenen Monaten auch etabliert hat,...

  • Siegen
  • 03.09.21
LokalesSZ
Von der Maische bis zum Bier: Andreas Kühn überwacht den gesamten Brauprozess. Dazu gehört auch, immer wieder Proben zu nehmen und Qualität, Farbe sowie
Geschmack zu überprüfen.
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SZ-Serie: Ein Tag mit...
Der Mann fürs kühle Blonde

ap Mudersbach. Die Nähe zum Produkt und die Vielfältigkeit – das schätzt Andreas Kühn an seinem Beruf ganz besonders. Dabei wollte er eigentlich Elektriker werden. Heute prüft er Maische statt Maschinen. Geboren wurde Kühn 1963 – ein sehr geburtenstarker Jahrgang, was ihm damals die Ausbildungssuche nicht gerade leicht machte. Mit Vitamin B und ein bisschen Glück fand er schließlich doch eine Stelle als Azubi bei der „Krombacher“ und lernte in drei Jahren die Kunst des Bierbrauens. Von dem...

  • Siegen
  • 04.08.21
LokalesSZ
SZ-Redakteurin Katja Fünfsinn.

KOMMENTAR
Ein Segen!

soph Siegen. Es ist mittlerweile zehn Jahre her, dass ich meine Großmutter auf dem letzten Stückchen ihres Weges begleiten durfte. Für uns eher ungeplant bekamen wir ein freies Zimmer im Evangelischen Hospiz Siegerland neben dem Jung-Stilling-Krankenhaus. Was wir dort erlebt haben, waren Tage voller Trost, Respekt und Fürsorge. Vom ersten Moment in diesem Haus waren meine Sorge und Angst um das, was jetzt auf uns zukommen würde, verschwunden. Alle Mitarbeiter begegneten uns mit so viel...

  • Siegen
  • 29.07.21
LokalesSZ
Wie in einem Krankenhaus sieht es im Marien Hospiz auf der Eremitage ganz und gar nicht aus. Dabei ist dieser Ort für die Bewohner die letzte Station. Deshalb versucht Pflegefachkfraft Anette Nünnerich aus Niederdielfen, ihnen hier möglichst viele lebenswerte Stunden, Wochen oder Monate zu ermöglichen – so weit es trotz schwerwiegender Symptome eben nur geht.

Ein Ort, der Raum zum Sterben gibt
Anette Nünnerich spricht über ihre tägliche Arbeit im Hospiz

ap Niederdielfen. Wer hier lebt, kommt zum Sterben. Auf den ersten Blick sieht alles ganz gewöhnlich aus: lichtdurchflutete Räume, eine offene Gemeinschaftsküche und ein liebevoll gedeckter Tisch. Acht moderne Gästezimmer, jedes hat seinen eigenen Balkon. Sattgrüne Pflanzen, bunte Wanddekorationen, eine gemütliche Leseecke. Einzig die behindertengerechten Badezimmer sowie die vielen Schubladen mit Spritzen im Personalraum, die Pflegefachkraft Anette Nünnerich mehrmals täglich aufzieht, deuten...

  • Siegen
  • 29.07.21
LokalesSZ
Auch Warten gehört zu ihrem Beruf dazu. Zeit zum Essen, Durchatmen und „Augen ausruhen“ – bis sie den nächsten Fahrgast von A nach B fahren muss. „250 Kilometer am Tag kommen da schon mal schnell zusammen“, erzählt Taxifahrerin Birgit Hermann.
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Ein Tag mit Taxifahrerin Birgit Hermann
Mit "Axel 10" auf Achse

ap Siegen. Eine kleine Frau steigt hinten ein, macht es sich auf der schwarzen Lederrückbank bequem. Vom Dialysezentrum bis nach Hause ist es nicht weit. Doch für einen kurzen Plausch reicht die Zeit allemal. Man kennt sich, hält Schwätzchen. Manchmal über ganz belanglose Themen wie das Wetter, manchmal von Frau zu Frau und über Gott und die Welt. Die junge Beifahrerin unterhält sich gerne, manche wollen während der Heimfahrt auch einfach mal nichts reden. „Ich merke das relativ schnell“,...

  • Siegen
  • 26.07.21
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