Förster

Beiträge zum Thema Förster

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Grüne Lunge: Der Siegener Stadtwald – hier auf dem Häusling – dient den Bürgern als Naherholungsgebiet. Für eine nachhaltige Bewirtschaftung möchte die Verwaltung das FSC-Zertifikat erhalten.
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Bewerter nimmt Forst unter die Lupe
Stadtwald Siegen muss hohen Standard beweisen

js Siegen. Nachhaltigkeit soll im Siegener Stadtwald groß geschrieben werden. Für diese Marschrichtung hatte sich der Rat spätestens im Frühjahr 2020 ausgesprochen, als er den Beschluss fasste, den kommunalen Forst auf den „FSC-Waldstandard 3.0 für Deutschland“ zu bringen. Das damit verbundene Bewertungsverfahren kommt dieser Tage in eine entscheidende Phase: Ein unabhängiger Gutachter bereitet sich auf die Bewertung vor Ort vor. Am 28. Oktober wird dem Siegener Stadtwald unter die Kronen...

  • Siegen
  • 06.10.21
LokalesSZ
Dass sich Förster und Waldbesitzer über rücksichtslose Zweiradfahrer im Wald ärgern, ist nicht neu.
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Waldbesitzer, Förster und Jäger schließen sich zusammen
Gemeinsam gegen Motocrosser

damo Daaden/Herdorf. „Ich hab gedacht: Jetzt bekomme ich einen Wolf zu sehen“: Für Dr. Matthias Grübl gab es schlichtweg keine andere Erklärung dafür, warum der Hirsch derart panisch an seinem Hochsitz vorbeigerannt ist. Wenige Augenblicke später wusste es der Emmerzhäuser Jagdpächter besser – denn durchs Unterholz folgte keineswegs Canis lupus: Vier Mountainbiker mit strahlend hellen Helmlampen waren der Grund für die Panik. Für ihn ist das nur ein Beispiel einer Begegnung im Wald, auf die er...

  • Daaden
  • 17.09.21
LokalesSZ
Judith Waldhans (Mitte) ist neue Försterin im Revier Herdorf. Zuletzt haben sich Kira Breyer und Roland Wenks kommissarisch um das Revier gekümmert.

29-Jährige kehrt zurück in die Heimat
Judith Waldhans ist neue Revierförsterin in Herdorf

damo Herdorf. Die Zeiten, in denen nur die Bewerber im Vorstellungsgespräch für sich Werbung machen mussten, sind lange vorbei: Der Fachkräftemangel lässt grüßen. Und auch im Forst sind neue Arbeitskräfte rar. Erstaunlich offenherzig klingt also diese Stellenbeschreibung: „Das ist eine Lebensaufgabe. Wer in so ein geschundenes Revier kommt, dessen Weg ist vorgezeichnet. Der muss hunderte Hektar neuen Wald aufbauen, und zwar unter schwierigen Rahmenbedingungen.“ So umreißt Forstamtsleiter...

  • Herdorf
  • 01.09.21
Lokales
Mit dem Käscher hat Martin Szostak zumindest zwei der ausgesetzten Kaninchen erwischt. Die anderen haben die Verantwortungslosigkeit ihres Besitzers wohl mit dem Leben bezahlt.
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Hilfe für ausgesetzte Haustiere
„Die haben keine Chance, draußen zu überleben“

damo Freusburg. Auch wenn Martin Szostak mittlerweile Giebelwaldförster im Ruhestand ist, bleibt er doch für viele Freusburger ein wichtiger Ansprechpartner, wenn’s um den Wald und seine Bewohner geht. Und so klingelte Szostaks Telefon am Wochenende gleich mehrfach: „Die Leute haben mich informiert, dass jemand kleine Kaninchen am Waldrand ausgesetzt hat.“ Nun kennt sich Szostak in der Natur blendend aus, und so kann er sich an zwei Fingern abzählen, wie gut die Ex-Stallhasen in freier Wildbahn...

  • Kirchen
  • 12.07.21
LokalesSZ
Die Wälder sind im Wandel, und mit ihnen verändert sich die Natur: Die Spechte haben vom Borkenkäferbefall profitiert. Aber auch der Käfer selbst zeigt neuerdings andere Verhaltensmuster.

Wie die Natur auf das Fichtensterben reagiert
Vogelkonzert auf Brachflächen

damo Altenkirchen. Meistens ist der Mensch schneller als die Natur: Lebensräume verändern sich, das Klima ist im Wandel – und die Evolution vollzieht sich zu langsam, als dass Tiere und Pflanzen reagieren könnten. Im Fall des Borkenkäfers scheint es nach Einschätzung des Forstamts Altenkirchen andersrum zu laufen: „Wir erleben immer häufiger, dass der Käfer Sachen macht, die er eigentlich nicht machen sollte“, berichtet der Technische Produktionsleiter Frank Schneider. Förster beobachten...

  • Altenkirchen
  • 28.06.21
LokalesSZ
Eine Gruppe von Mountainbikern sucht Erholung und Abenteuer im Wald. Dagegen sei nichts zu sagen, erklären Naturschützer. Das Verlassen der Wege indes steht auf einem anderen Blatt.
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Aggressive Mountainbiker und Spaziergänger
BUND fordert Wegegebot im Wald

goeb Siegen/Betzdorf. Es ist schon erstaunlich: Noch im Jahr 2010, so ergab eine damalige Studie, war der Wald bei den Deutschen aus der Mode gekommen. Nur jeder Zweite zog sich seinerzeit die Wanderschuhe an und unternahm einen Streifzug durch Eichenfluren, Fichtenhaine oder Birkenwäldchen. Heute, nach einem Jahr Pandemie, hat sich das Bild stark gewandelt. Der Wald (und die Feldflur) sehen sich starkem Besucherdruck ausgesetzt. Menschen verlagern ihre sozialen Aktivitäten in die Natur, weil...

  • Siegen
  • 09.04.21
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Matthias Grohs ist neuer Revierförster in Daaden – und natürlich hat der dem Daadener Vorzeigebaum, der Hüllbuche, schon einen Willkommensbesuch abgestattet.

37-jähriger Selbacher
Matthias Grohs ist neuer Revierförster in Daaden

damo Daaden. Wenn alle Menschen so ticken würden wie Matthias Grohs, dann könnten die Berufsinformationszentren dicht machen und die Berufsberater Arbeitslosengeld beantragen. Im dritten Schuljahr, mit gerade einmal neun Jahren, hat Grohs einen Aufsatz zum Thema „Mein Wunschberuf“ geschrieben. „Ich habe damals geschrieben, dass ich Förster werden will“, blickt Grohs zurück. Und im Gegensatz zu vielen Klassenkameraden, die am Ende doch nicht Baggerfahrer oder Feuerwehrmann geworden sind, hat er...

  • Daaden
  • 07.12.20
LokalesSZ
Auf den ersten Blick mag die alte Strategie, tote Fichten zu fällen und aus dem Wald zu holen, einige Vorteile haben. Aber aufgeräumte Freiflächen – wie diese am Betzdorfer Struthof – bergen auch Risiken.

Mit den Fichtenskeletten leben
Aufräumen ist nicht immer gut

damo Kreis Altenkirchen.  „Es ist kein Wald mehr da, den man noch retten kann“: Frank Schneider, Technischer Produktionsleiter des Forstamts, redet nicht lange drumherum. Satte 1,2 Millionen Festmeter Fichtenholz sind mittlerweile aus den Wäldern des AK-Lands gekarrt worden, seit dort der Borkenkäfer das Regiment übernommen hat. 1,2 Millionen: Das entspricht 40 000 Lastwagen. Und das, was hierzulande noch an Fichten steht, lässt sich praktisch nicht mehr sinnvoll vermarkten. Kein Wunder also,...

  • Altenkirchen
  • 02.11.20
LokalesSZ
Dass der Hüllwald viele Besucher anlockt, ist kein Wunder – aber die alten Laubbäume drohen allmählich zur Gefahr zu werden. Im Frühjahr muss eine Inventur zeigen, von welchen Baumriesen Gefahr ausgeht.

Im Hüllwald auf den Wegen bleiben
Die Gefahr lauert oben

damo Daaden.  Hätte Daaden einen Stadtpark, wäre es der Hüllwald. Es ist kein Zufall, das praktisch jeder Daadener den alten Laubholzbestand mit seinem Namen kennt (und wer kennt sonst schon Flurbezeichnungen?), und dass dort oben etliche Wanderparkplätze angelegt worden sind. „Da geht wohl jeder Daadener schon mal hin“, meint auch Rainer Gerhardus. Aber: Vielleicht sollten die Besucher des Hüllwalds künftig ein bisschen vorsichtiger sein. Denn Rainer Gerhardus blickt mit einer gewissen Sorge...

  • Daaden
  • 25.10.20
LokalesSZ
Seit mehr als 36 Jahren ist er das Gesicht des Daadener Walds: Rainer Gerhardus. Jetzt geht der Förster in den Ruhestand – unter Rahmenbedingungen, die er sich ganz bestimmt anders gewünscht hätte.

In Daaden geht eine Ära zu Ende
Rainer Gerhardus war 36 Jahre Revierförster

damo Daaden. Das Forsthaus hat er längst geräumt, sein Büro aber noch nicht: Bis zuletzt hat Rainer Gerhardus alle Hände voll zu tun. Aber dass es auf seinem Schreibtisch noch so aussieht wie immer, darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass eine Ära zu Ende geht. Rainer Gerhardus hat heute seinen letzten offiziellen Arbeitstag nach mehr als 36 Jahren als Daadener Revierförster. Und in dieser Zeit hat er viele, viele Spuren hinterlassen – natürlich im Wald, aber auch in den Herzen der Menschen....

  • Daaden
  • 30.09.20
LokalesSZ
Der Wald erfüllt vielfältige Funktionen – derzeit steht der wirtschaftliche Betrieb offenbar der touristischen Nutzung entgegen. Bei genauer Betrachtung fällt auf, dass es nur über gegenseitiges Verständnis funktionieren kann.

Tourismus muss hinten anstehen
Wald kann nicht alle Funktionen erfüllen

vö Siegen/Bad Berleburg. Man muss nicht weit laufen oder fahren: Wer in diesen Tagen zu Fuß oder mit dem Fahrrad in der Natur unterwegs ist, dem treibt es den Schrecken in die Glieder. Der Wald ist eine einzige Baustelle, ein von zwei trockenen Jahren gezeichnetes, stark geschädigtes Öko-System. Unmengen von Käferholz warten darauf, bearbeitet und abtransportiert zu werden. Festmeter über Festmeter lagern an Wegrändern, Straßen, auf Wanderparkplätzen. Keine Kapazitäten freiDer Wald befindet...

  • Siegen
  • 09.07.20
LokalesSZ
Simon Wiese (l.) und Ulli Hille besprechen die weiteren Pläne. Der Forstunternehmer stapelt die gefällten Bäume, damit sie abtransportiert werden können.
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Mit Förster Simon Wiese im Revier Brachthausen unterwegs
Borkenkäferbefall und extreme Trockenheit sind die dominierenden Themen

soph Brachthausen. Jeder hat auf einem Waldspaziergang wohl schon einmal gestapelte Holzstämme gesehen, auf denen mit Sprühfarbe unverständliche Zahlen vermerkt worden sind. Unverständlich jedenfalls für „Otto Normal Waldbesucher“, denn Simon Wiese weiß ganz genau, was sie bedeuten. Sollte er auch, denn die Stämme, vor denen ich gerade mit ihm stehe, hat er selbst mit knallpinker Farbe beschriftet. „Die erste Zahl markiert das Revier, die danach ist eine fortlaufende Polternummer“, erklärt mir...

  • Stadt Olpe
  • 02.08.19
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