Forstamt

Beiträge zum Thema Forstamt

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Graue Baumleichen mit braunen, toten Nadeln – dieser Fichtenwald bei Hillmicke wird komplett fallen. Kein einziger Baum hat den Käfer überlebt. Auch die Bäume, die noch ein wenig Grün tragen, sind vom Borkenkäfer befallen und rettungslos verloren.
2 Bilder

Schon ein Käfer kann eine Fichte töten
Der Wald wird anders aussehen

win Olpe. „Es war einmal.“ Märchenhaft war der Einstieg in ein Pressegespräch, zu dem das Regionalforstamt Kurkölnisches Sauerland jetzt geladen hatte, um eine Standmitteilung zu machen. Allerdings ist es ein Gruselmärchen. „Es war einmal ein geliebter Fichtenwald“, so Amtsleiter Jürgen Messerschmidt. Er zeigte gemeinsam mit Fachgebietsleiter Marc Muckenhaupt auf, warum derzeit im Forstamt fast nichts so ist wie üblich. Stürme und heiße SommerEs begann 2018 mit den Stürmen „Burglind“ und...

  • Stadt Olpe
  • 05.10.20
  • 184× gelesen
Lokales
Sieg durch Knock-out: Der Borkenkäfer hat die Fichte besiegt.

„Wir haben längst verloren“
Borkenkäfer auch mit Gift nicht mehr zu stoppen

damo Kreis Altenkirchen. Dass die Überbringer schlechter Nachrichten in früheren Zeiten eine ziemlich überschaubare Lebenserwartung hatten, wissen auch Michael Weber und Frank Schneider. Aber was sollen sie schon sagen? Wo man im AK-Land hinschaut, springen ganze Hänge toter Fichtenwälder ins Auge. Und so versuchen die beiden Förster im SZ-Gespräch auch nicht einmal, ihre bittere Wahrheit hübsch zu verpacken: „Wir haben längst gegen den Borkenkäfer verloren, wir können nur noch die weiße Fahne...

  • Betzdorf
  • 27.07.20
  • 892× gelesen
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Das Wittgensteiner Land klassifiziert Manfred Gertz vom Regionalforstamt als „Großschadraum“. Auch aus dem Altkreis wird inzwischen wieder Käferholz nach China verschifft, so wie hier auf dem Hainberg bei Feudingen.

Export von Schadholz nach China
Mickrige 10 Euro Gewinn pro Festmeter

cs Siegen/Bad Berleburg. 20 Mill. Festmeter Schadholz – mit dieser unvorstellbaren Menge rechnet der Landesbetrieb Wald und Holz NRW für das laufende Jahr. Das ist der anhaltenden Borkenkäfer-Plage sowie der monatelangen Trockenheit geschuldet, ein Ende des Dramas in den heimischen Wäldern ist kaum absehbar. Daran ändert auch der im Zuge der Corona-Krise ins Stocken geratene und inzwischen wieder anlaufende Export des Holzes nach China nichts. Bei Transportkosten von 60 bis 70 Euro blieben den...

  • Siegen
  • 09.06.20
  • 846× gelesen
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Wachwechsel im Altenkirchener Forstamt: Franz Kick (r.) geht in den Ruhestand, Michael Weber wird sein Nachfolger.  Foto: damo

Franz Kick vor dem Ruhestand
Im Wald geht eine Ära zu Ende

damo Kreis Altenkirchen. „Er hinterlässt seinem Nachfolger ein gut bestelltes Feld“: Wenn Chefs in Ruhestand gehen, gibt’s neben einem Sektempfang gerne auch diesen Satz. Im Fall von Franz Kick aber wird dieses Kompliment ungesagt bleiben – zu schwierig ist das Fahrwasser, in dem sich sein Nachfolger als Forstamtschef behaupten muss. Der Wald sieht verheerend aus, die Waldbesitzer sind alles andere als gut gelaunt, und die nächste Strukturreform wird weitere schmerzhafte Einschnitte...

  • Kirchen
  • 26.05.20
  • 213× gelesen
Lokales
Im AK-Land (Blick von der Katzenbacher Straße) braucht es in der Tat keine v Soldaten, um Käferbäume zu entdecken. Foto: thor

Soldaten suchen Borkenkäfer
Forstamt verzichtet auf Hilfe der Bundeswehr

sz Mainz/Kreis Altenkirchen. Rheinland-Pfalz greift beim Kampf gegen den Borkenkäfer auf die Bundeswehr zurück: Rund 100 Soldaten helfen seit gestern für zunächst zwölf Wochen den Forstleuten bei ihrer Aufgabe, den massiven Käferbefall einzudämmen. Im Kreis Altenkirchen wird jedoch bewusst auf ihre Hilfe verzichtet. „Der Wald kann wirklich jede Hilfe akut gebrauchen. Durch die Klimakrise breitet sich der Borkenkäfer rasant aus, auch andere Baumkrankheiten sind wegen der vergangenen beiden...

  • Kirchen
  • 14.05.20
  • 397× gelesen
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Auch nach seinem Eintritt in den Ruhestand Ende April wird Diethard Altrogge mit Laila im Wald unterwegs sein – „ich kann mich den Wäldern nicht entziehen“, sagt er mit hintergründigem Lächeln.

Forstamtsleiter Diethard Altrogge geht in den Ruhestand
Der Baumflüsterer

ihm Hilchenbach. Mit Diethard Altrogge und Labrador-Hündin Laila im Wald. Laila schaut und schnuppert. Ihr Herrchen wandert bedächtig voran, die Hände auf dem Rücken, die Augen überall. Er sieht Leben, wo andere nur Bäume sehen. Die hellen Stellen an der Rinde? Da hat das Rotwild sich gütlich getan. Die unscheinbare Pflanze am Waldboden? Echte Naturverjüngung, nickt Altrogge zufrieden. Er sieht noch mehr zwischen Wurzeln und Laub. Nicht über alles spricht er, manches bleibt sein...

  • Hilchenbach
  • 24.04.20
  • 498× gelesen
Lokales
Der Wald lockt gerade im Moment viele Wanderer – aber die sollten auch Regeln beachten. Foto: Björn Weyand

Wichtige Regeln beachten
Im Wald Erholung finden – aber immer mit Rücksicht

sz Bad Berleburg. Ein fast wolkenloser Himmel, Sonne, Temperaturen bis zu 20 Grad und das bereits seit geraumer Zeit. Der eine oder andere entdeckt das Spazieren und Wandern gerade für sich, genießt die frische Luft, herrliche Ausblicke und das Zwitschern der Vögel – bis die Motocross-Maschine vorbeiknattert und eine Staubwolke hinterlässt. So geschehen am Wochenende in und um Bad Berleburg. „Wir haben am Sonntag mehrere Hinweise bekommen, dass Motocross-Fahrer im Bereich Girkhausen,...

  • Bad Berleburg
  • 24.04.20
  • 172× gelesen
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Sturm „Sabine“ hat im Februar viele geschwächte Fichten umgeworfen. Danach haben Waldgenossenschaften überall versucht, das Schadholz aufzuarbeiten, konnten aber – auch wegen Corona – die Arbeiten nicht zu Ende bringen. Der Borkenkäfer, der jetzt wieder aus seinem Winterquartier krabbelt, hat vermutlich leichtes Spiel. Das Foto zeigt einen ehemaligen Fichtenbestand im Insbachtal zwischen Grund und Allenbach.

Milliarden der Tiere werden ihr Werk fortsetzen
Borkenkäfer kennt kein Kontaktverbot

ihm Siegen. Für diese Woche ist wunderbares Frühlingswetter angesagt – die Waldbesitzer und Förster in Siegerland und Wittgenstein hören’s mit Grausen. Denn das merkt auch der Borkenkäfer. Temperaturen über 16 Grad sind für den schlimmsten Fichtenschädling, den Buchdrucker, das Signal zum Schwärmen. Der Käfer beginnt dann sein zerstörerisches Werk, denn er hat weder Kontaktverbot noch Ausgangssperre. 300 000 Käfer pro HektarDas Borkenkäfer-Monitoring des Landesbetriebs Wald und Holz hat...

  • Siegen
  • 06.04.20
  • 3.803× gelesen
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