Insektensterben

Beiträge zum Thema Insektensterben

LokalesSZ
SZ-Redakteur Dr. Andreas Göbel.

KOMMENTAR
Mit ganzer Kraft

Früher war alles besser – ich kann diesen Satz nicht leiden. Beim Thema Artenvielfalt lasse ich ihn allerdings gelten. Gestern las ich in einer alten Novelle des russischen Dichters Turgenjew, die im Frühling spielt, folgenden Satz: „Und die ersten Käfer dröhnten schwer durch die Luft“. Mich packt bei solchen Aussagen immer Verlusttraumatraurigkeit. Heute würde das niemand mehr schreiben können, denn es gibt diese Käfer einfach nicht mehr. Wir leben in der Ära des Insektensterbens, des...

  • Siegen
  • 22.05.21
LokalesSZ
Das Braunkehlchen symbolisiert wie kaum eine zweite Vogelart in der Region die Bedrohung, der feuchte, extensiv bewirtschaftete Wiesen ausgesetzt sind. Sein Vorkommen auf der Lipper Höhe und im Wetterbachtal zählt zum letzten zahlenmäßig nennenswerten Bestand in ganz NRW. Sehr schön zu sehen sind auf diesem Foto auch die Blütenstände des Schlangen-Wiesenknöterichs, der Wirtspflanze des Ameisenbläulings, einem kleinen Falter, der es dem Braunkehlchen in puncto Seltenheit leider nachtut.

Samstag ist "Tag der Artenvielfalt"
Lebensraumschutz wird bitter benötigt

goeb Lippe/Waigandshain. Das Braunkehlchen hat sich rar gemacht bei uns, dabei war es früher im Siegerland ein Allerweltsvogel, der sich auf den mit Trollblumen und Sumpfblutauge üppig bewachsenen feuchten Wiesen wohl fühlte und reichlich Nachwuchs bekam, wenn er von der Reise aus dem Winterquartier zurückgekehrt war. Heute gibt es ihn nur noch sporadisch, auf kleinen Inseln im Wetterbachtal bei Holzhausen etwa, auf der Lipper Höhe im Raum Burbach oder im Westerwald rund um den Weiler...

  • Burbach
  • 22.05.21
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