Jagd

Beiträge zum Thema Jagd

LokalesSZ
In dem schmalen Grünstreifen oberhalb des Hagebaumarktes in Betzdorf macht es sich regelmäßig mindestens eine Rotte Wildschweine gemütlich. Nun soll versucht werden, die Tiere aus diesem Bereich zu verbrämen.
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Tiere sollen vertrieben werden
Wildschweine treiben am Hagebau in Betzdorf ihr Unwesen

thor Betzdorf. Sie brauchen weder Fliesenkleber noch Dachlatten, interessieren sich nicht für das Schraubensortiment, und Glühbirnen würdigen sie keines Blickes. Dennoch belagern sie regelrecht den Hagebau an der Wilhelmstraße in Betzdorf. Den kleinen Grünstreifen zwischen dem Baumarkt und der Gregor-Wolf-Straße hat sich eine Rotte Wildschweine zur neuen Heimat auserkoren. Und mancher Hagebau-Mitarbeiter hat schon ungewollte Bekanntschaft mit den Sauen gemacht. So sollen die Tiere vergrämt...

  • Betzdorf
  • 30.06.21
LokalesSZ
Knietiefes Gras bietet aus Sicht einer Ricke den perfekten Schutz für den Nachwuchs. Leider haben Rehe die Rechnung ohne das Mähwerk gemacht.
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Hegering ist bestens gerüstet
Rehkitz-Rettung mit der Drohne

damo Kirchen. Wenn man schutzlos, aber geruchsneutral ist, dann ist Wegducken eine ausgesprochen clevere Strategie. Und gegen Wölfe, Bären und Füchse hat sich die Taktik der Rehkitze auch jahrtausendelang bestens bewährt. Allerdings haben die Rehe die Rechnung ohne das Mähwerk gemacht: Wenn ein Kreiselmäher über die Wiese zieht, hat es fatale Folgen, die Ohren einzuziehen und sich unsichtbar zu machen – Jahr für Jahr werden in Deutschland zigtausende Rehe bei der Wiesenmahd getötet. Das wissen...

  • Kirchen
  • 11.05.21
LokalesSZ
SZ-Redakteur Dr. Andreas Göbel.

KOMMENTAR
Mit dem Wolf leben lernen

Dass eitel Frieden herrschen wird zwischen Naturschutz- und Landwirtschaftsverbänden, wenn man sich erst auf einen Praxisleitfaden zum Umgang mit Wölfen verständigt hat, ist ausgeschlossen. Zu stark rückt die Wolfspopulation in immer mehr Regionen des Industrielandes Deutschland vor, einem Land, wohlgemerkt, dass über klassische Wildnisgebiete so gut wie gar nicht mehr verfügt.Man muss sich verabschieden von der Vorstellung Grimm’scher Wälder als Zuhause des Wolfs. Als Nahrungsopportunist geht...

  • Altenkirchen
  • 25.04.21
LokalesSZ
Nachdem in den vergangenen Jahren durchziehende Wölfe gesichtet worden sind, gibt es in der Leuscheider Heide im Kreis Altenkirchen und im Oberbergischen bereits feste Rudel mit Nachwuchs.

Wölfe bekommen in immer mehr Bundesländern Nachwuchs
Das große Comeback

goeb Altenkirchen. Wer einmal ausgerottet war oder fast ausgerottet und dann zurückkommt, der tut das selten zaghaft. Wiederbesiedlungsquoten von 30 Prozent jährlich sind typisch für Tiere, die man eigentlich schon abgeschrieben hatte und sich dann doch wieder erholen. Wir erleben das gerade beim Steinbock, dessen Bestand in den Alpen jetzt die magische Zahl 50 000 geknackt hat. Sein Bestand war bis auf drei Dutzend Köpfe auf dem Gran Paradiso in den 1820er Jahren zusammengeschossen worden. Die...

  • Altenkirchen
  • 25.04.21
LokalesSZ
Die beiden Vereinsvorsitzenden Lukas Zöller (l.) und Sven Achenbach befestigten im Beisein von Mitgliedern und den Jägern ein erstes Hinweisschild am Anfang des Giebelwalds. Nachfahrten sind ein großes Ärgernis und werden auch von organisierten Bikern abgelehnt.
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Mountain-Biker und Jäger im Dialog
Nachtfahrten im Wald sorgen für Zündstoff

thor Oberschelden/Mudersbach. Es ist eine durchaus ungewöhnliche Koalition, die da demnächst im Giebelwald anzutreffen sein wird: Organisierte Mountain-Biker und Jäger wollen gemeinsam dafür werben, dass im Wald gewisse Regeln eingehalten werden, um ein halbwegs entspanntes Miteinander zu erreichen. Es ist dies eine Initiative, die noch vor wenigen Jahren einer gemeinsamen Weihnachtsfeier von Schalke- und BVB-Fanclubs gleichgekommen wäre – also undenkbar. Denn seit das erste Enduro-Bike durch...

  • Siegen
  • 22.04.21
LokalesSZ
In Scheuerfeld sorgt ein Fall von Wilderei für Aufregung; Am helllichten Tag ist ein Rehbock erlegt worden.
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Täter erlegt Reh und lässt den Rumpf liegen
Wilderei am helllichten Tag

thor Scheuerfeld. In früheren Zeiten wilderten die Menschen in den Wäldern der Adeligen, um nicht zu verhungern – von dieser Not ist man im 21. Jahrhundert längst weit entfernt. Umso schändlicher und perfider erscheint daher eine Tat, die sich am Samstag oberhalb der Muhlau in Scheuerfeld ereignet hat. Im Bereich des Muhlhof-Haubergs, an der Grenze zu Mittelhof, ist am helllichten Tag ein Rehbock geschossen worden. Dem Wilderer ging es dabei einzig und allein um das Gehörn, die Trophäe. Er...

  • Betzdorf
  • 11.04.21
Lokales
Dass einige die Zunahme der Wölfe bejubeln, dafür hat CDU-Mann Erwin Rüddel kein Verständnis.
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Erwin Rüddel fordert Regulierung des Bestandes
Familien haben Angst vor dem Wolf

sz Kreis Altenkirchen. „Durch zahlreiche Gespräche sehe ich mich in meiner Meinung zum Thema ‚Wolf‘ zunehmend verstanden und bestätigt“, erklärt der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete Erwin Rüddel. „So hat der Wolf in meinem Wahlkreis, der die Landkreise Altenkirchen und Neuwied umfasst, gerade in der jüngsten Vergangenheit wiederholt durch Schafsrisse eine Blutspur hinterlassen. Dabei sind es nicht mehr nur Weide- und Nutztierhalter, die besorgt auf den Wolf reagieren, sondern vermehrt auch...

  • Altenkirchen
  • 07.04.21
LokalesSZ
Einsame Angelegenheit: die Jagd in Corona-Zeiten. Forstamtsleiter Michael Weber hat für die SZ auf den Auslöser gedrückt und diese Momentaufnahme von der Drückjagd in Wehbach festgehalten.

Wegen der Käferkatastrophe: "Jedes erlegte Tier zählt"
Gesellschaftsjagd ohne Gesellschaft

damo Wehbach. Wenn die Jäger am Dienstag im Wald bei Wehbach ihre Kollegen überhaupt gesehen haben, dann allenfalls durch die Windschutzscheibe: Im Staatswald hat jetzt eine Drückjagd der etwas anderen Art stattgefunden. Kein Schüsseltreiben, keine Jagdhörner, kein gemeinsames Streckelegen: „Wenn die Zeiten wieder normal sind, werden wir auch wieder mit sozialer Komponente jagen“, erklärt Forstamtsleiter Michael Weber, „aber im Moment geht es nur so“. Gesellschaftsjagden "nicht verzichtbar"Rund...

  • Kirchen
  • 18.12.20
LokalesSZ
Treiber in orangefarbenen Warnwesten, Hundemeuten und Schüsseltreiben: All das wird’s in diesem Winter im Hegering Betzdorf/Kirchen nicht geben, denn die großen Bewegungsjagden sind wegen der Pandemie abgesagt worden.

Hegering Betzdorf/Kirchen
Jäger verzichten wegen Corona auf Bewegungsjagden

damo Freusburg. Noch liegen die Borkenkäfer-Flächen brach – aber schon bald werden sich dort die Rehe in einer Wildnis aus Farn und Brombeere praktisch unsichtbar machen. Und noch wütet die Afrikanische Schweinepest nicht in unseren Wäldern – aber niemand kann mit Gewissheit sagen, wie lange wir noch verschont bleiben. Für die Jäger könnte die Ausgangslage also kaum eindeutiger sein: Gerade in diesen Tagen ist es von enormer Bedeutung, die Wildbestände zu regulieren. Trotzdem hat der Hegering...

  • Kirchen
  • 25.11.20
LokalesSZ
Nur mit Gesellschaftsjagden unter Einsatz von Hunden wird man effektiv jagen können, denn das Wild wird sich in den großen Dickungen verstecken.

Der Wald im Wandel (SZ-Serie)
Die Jagd wird immer schwieriger

goeb Altenkirchen. Unsere Mittelgebirgslandschaft hat sich schon heute verändert, weil in kürzester Zeit Wald in einem Maße eingeschlagen worden ist, als hätte sich ein mittelalterlicher Herrscher plötzlich entschlossen, eine riesige Flotte bauen zu lassen. Es musste sein – wegen des Borkenkäfers, unserer „Begleitart“ in Zeiten der Dürre. Das hat erhebliche Konsequenzen für die Jagd auf Rehe, Hirsche und Wildschweine, jene Tiere also, die im und vom Wald leben, sei es, dass sie dort ihre...

  • Altenkirchen
  • 22.10.20
Lokales
Im Jagdrevier Emmerzhausen hat der Pächter derzeit mit einigen Schwierigkeiten zu kämpfen – unter anderem mit Vandalismus.

Beunruhigende Beobachtungen unterhalb des Stegskopfs
Wilderer im Daadener Land?

damo Emmerzhausen. Nein, Wilderei ist keineswegs nur ein Thema für den Förster vom Silberwald: Auch im Daadener Land wird offenbar Rehen, Hirschen und Wildschweinen illegal nachgestellt. Zumindest lässt das, was der Emmerzhäuser Jagdpächter jetzt in seinem Revier erlebt hat, kaum einen anderen Schluss zu. Mountainbiker als ProblemDr. Matthias Grübl aus Neunkhausen hat seit einigen Jahren das Jagdrevier am Fuße des Stegskopfs gepachtet. Und bislang waren seine größte Sorge die Mountainbiker, die...

  • Betzdorf
  • 21.09.20
LokalesSZ
Wer so etwas macht, muss im wahrsten Sinne des Wortes eine gehörige Portion kriminelle Energie aufbringen. Allein der Weg zu diesem zerstörten Hochsitz war schon beschwerlich.
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Mehrere Ansitze zerstört
Perfide Perfektion im Wald

thor Bruche/Scheuerfeld. Wer zu einem Spaziergang oder einer Radfahrt in die heimischen Wälder aufbricht, hat unter Umständen ein Fernglas dabei, vielleicht auch Butterbrot und Wasserflasche oder eine Regenjacke. Die Allerwenigsten dürften sich mit einem Arsenal an Inbus-Schlüsseln oder einem Ziegenfuß auf den Weg machen. Warum auch? Diese Frage stellt sich indes nur denjenigen, die nichts Böses im Schilde führen und einfach die Natur genießen wollen. Dass es auch einen anderen Personenkreis...

  • Betzdorf
  • 12.07.20
LokalesSZ
Ein Reh in der Morgensonne.
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Interview mit Elisabeth Emmert, Bundesvorsitzende des Ökologischen Jagdverbands
„Kronzeugen einer ungenügenden Jagd“

goeb Wissen. Neben dem Klimastress, dem die Wälder ausgesetzt sind, machen ihnen Reh und Hirsch das Überleben schwer, vor allem verhindere ein überhöhter Wildbestand den Aufwuchs eines artenreichen gesunden Waldes. Damit geht der Ökologische Jagdverband in scharfe Opposition zum DJV, dem größeren Deutschen Jagdverband. Die Biologin Elisabeth Emmert (Wissen) hält auch nichts von der Trophäenjagd. Die Siegener Zeitung bat sie um eine Einschätzung zur Lage des Waldes, des Wildes – und der...

  • Betzdorf
  • 03.07.20
LokalesSZ
Knapp 4500 Rehe sind im Jagdjahr 2019/20 im AK-Land erlegt worden. Und geht es nach dem Kreisjagdmeister, dann wird diese hohe Strecke beibehalten.  Foto: damo

Wald leidet auch ohne Verbissschäden
„Die Jäger sind gefordert“

damo Kreis Altenkirchen.  Falls irgendeines der Wildschweine im AK-Land so etwas wie eine Jahreschronik anlegt, dann wird der Eintrag für 2019 ausgesprochen finster ausfallen. 2751 Schwarzkittel sind zwischen dem 1. April 2019 und dem 31. März 2020 erlegt worden – so viele wie noch nie zuvor. „Das ist eine Rekordstrecke“, berichtet Kreisjagdmeister Franz Kick im Gespräch mit der SZ. Und auch die weiteren Zahlen des vergangenen Jagdjahres, das traditionell am 31. März zu Ende geht, bestätigen...

  • Kirchen
  • 22.05.20
LokalesSZ
In mehreren Jagdrevieren sind am Wochenende vor allem Wildschweine und Rehe bejagt worden. Unser Foto entstand an der Jagdhütte bei Freusburgermühle.
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300 Jäger, Treiber und Helfer im Einsatz
Gut 30 Wildschweine erlegt

damo Kirchen. Milde Winter, in denen selbst schwächliche Frischlinge locker durchkommen, und große Maisfelder, die Deckung und Futter gleichermaßen bieten: Könnten Wildschweine Tagebuch führen, würde wohl häufig der Satz „Heute war wieder ein schöner Tag“ darin zu finden sein. Schreiben können Keiler und Bachen natürlich nicht – aber sie zeigen auf ihre Art und Weise, dass sie seit einigen Jahren perfekte Rahmenbedingungen vorfinden: Sie vermehren sich üppig. Und was des Wildschweins Freude,...

  • Kirchen
  • 08.12.19
LokalesSZ
Vier groß angelegte Bewegungsjagden sind im Hegering Betzdorf/Kirchen geplant. Allein bei der größten, die Anfang Dezember stattfinden wird, dürften mehr als 400 Akteure mit von der Jagdpartie sein.  Archivfoto: damo

400 Jäger und Treiber im Einsatz
Vier harte Tage für Wildschweine

damo Betzdorf/Kirchen. Ganz so einfach wie im „Jäger aus Kurpfalz“ ist’s dann doch nicht: Durch den grünen Wald zu reiten und das Wild daher zu schießen, wie es einem gefällt, hat wenig mit dem zu tun, was Josef Jendrek und seine Mitstreiter seit Monaten organisieren – nämlich rekordverdächtig große Bewegungsjagden. Der Hegering Kirchen und sein Leiter planen erneut revierübergreifende Jagden. „Anders lässt sich der Wildbestand nicht regulieren“, lautet Jendreks Einschätzung. Denn während der...

  • Kirchen
  • 01.10.19
Lokales
Sich zu ducken und still zu sein, mag eine gute Taktik sein, um Fuchs und Wildschwein fernzuhalten – gegen Kreiselmäher wirkt sie nicht. Um den Nachwuchs der Rehe vor dem Tod im Mähwerk zu bewahren, will der Hegering moderne Technik einsetzen.

Junge Rehe sind keine Meister der Selbstverteidigung
Drohne soll Rehkitze retten

damo Kirchen. Niedlich, aber hilflos: Rehkitze sind nicht gerade Meister der Selbstverteidigung. Also wählen sie eine andere Strategie, wenn Gefahr droht: Sie drücken sich flach auf den Boden und hoffen, dass sie im dichten Gras übersehen werden. Und weil Rehkitze kaum einen Eigengeruch verströmen, funktioniert diese Strategie gegen Füchse, Dachse und Wildschweine erstaunlich gut. Leider haben die Rehe aber die Rechnung ohne Kreiselmäher gemacht. Wenn ein Bauer im Frühsommer seine Wiese mäht,...

  • Kirchen
  • 25.06.19
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