Meinung

Beiträge zum Thema Meinung

Lokales
SZ-Redakteur Jörg Winkel.

BIS AUF WEITERES
Unübertrefflich

„Faking Hitler“, also „Hitler fälschend“, ist der Arbeitstitel eines Mehrteilers, den der Onlinedienst eines Privat-Fernsehsenders gerade abdreht. Es geht, man ahnt es, um die „Hitler-Tagebücher“, eine eigentlich plumpe Fälschung des kongenialen Konrad Kujau, auf die der „Stern“ hereinfiel und einen Skandal auslöste, der die Republik erschütterte. Doch warum, bitte, verfilmt jemand diesen Stoff? Es gibt doch „Schtonk“, jenen unfassbar großartigen Film, in dem alles gesagt wird, was zu diesem...

  • Stadt Olpe
  • 29.07.21
Lokales
SZ-Redakteur Jörg Winkel.

BIS AUF WEITERES
Schlimmer als Gaffen

Die Bilder von der Flutkatastrophe erschüttern. Auch Tage später, auch beim x-ten „ARD extra“. Da stimmt es hoffnungsfroh, dass es Menschen gibt, die angesichts dieser Bilder ihr Werkzeug zusammenpacken und einfach losfahren – helfen, ohne groß zu fragen. Von den ehrenamtlichen Profis von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk, DLRG, Maltesern, Johannitern und wie sie alle heißen ganz zu schweigen – dazu hat Kollege -dach- hier alles Nötige gesagt. Und wenn man liest oder hört, wie die Betroffenen...

  • Stadt Olpe
  • 20.07.21
LokalesSZ
SZ-Redakteur Michael Roth.

KONTRA
Beispiel Österreich

Die Rente ist sicher, das hat uns Norbert Blüm in seiner Zeit als Arbeitsminister in der Ära Kohl immer wieder eingetrichtert. Millionen Menschen in der Republik haben das für bare Münze genommen. Nicht nur CDU-Wähler wollten an so eine einfache Formel glauben. Später wurde heftig geriestert und gerürupt, beides Hallo-Wachwerden-Signale – es kam zumindest eine Ahnung auf, dass die Jahreszahl 65 als Renteneintrittsalter bald fallen würde. Der Sündenfall ist längst eingetreten, jetzt soll die 67...

  • Siegen
  • 14.06.21
LokalesSZ
SZ-Redakteur Andreas Goebel.

PRO
Arbeiten dürfen

Die Wahrheit ist dem Menschen zumutbar, so hat es die Schriftstellerin Ingeborg Bachmann einmal formuliert. Die Wahrheit lautet in diesem Falle: Die Rente ist unsicher, und wir werden in Zukunft länger arbeiten, weil wir ja auch immer älter werden und weil uns das die Bevölkerungsentwicklung mit immer mehr Alten so vorgeben wird. In Dänemark wird es schon in neun Jahren so weit sein – Rente mit 68. Dass unser Rentensystem auf tönernen Füßen steht, erkennt man leicht daran, dass schon jetzt...

  • Siegen
  • 14.06.21
LokalesSZ
SZ-Redakteur Christian Hoffmann.

KOMMENTAR
Nachdenken, überleben!

Es verhält sich wie bei Covid-19: Wer keinen kennt, der an den Folgen der Krankheit – ausgelöst durch das Coronavirus – leidet oder gar gestorben ist, für den ist die Pandemie nur eine Statistik von Fallzahlen und Inzidenzen und ganz weit weg. Auf die Sucht Rauchen übertragen heißt das: Wer als Konsument des blauen Dunstes keinen Raucher kennt, dessen Gliedmaßen amputiert worden sind, oder den gar der Krebs- oder COPD-Tod ereilt hat, für den ist die krasse Abschreckung auf der...

  • Siegen
  • 31.05.21
LokalesSZ
SZ-Redakteurin Irene Hermann-Sobotka.

KOMMENTAR
Entfesselte Bürokratie

Die dritte Corona-Welle ebbt ab, alle fiebern einem entspannteren Sommer entgegen. Alle? Nein! Die Referenten in den Düsseldorfer Ministeriumsstuben haben Stress. Die neue Corona-Schutzverordnung hat ihnen alles abverlangt. 30 Seiten Vorschriften. Eine detailverliebter als die andere. Lockerungen gibt es, aber Bedingungen noch viel mehr. Beispiel gefällig? Musikunterricht mit Gesang ist bei Inzidenzstufe 3 drinnen nur in Gruppen von höchstens fünf Personen und bei „vollständig durchlüfteten...

  • Siegen
  • 27.05.21
Lokales
SZ-Redakteur Jörg Winkel.

BIS AUF WEITERES
Un-genau

Freie Rede fällt vielen schwer. Gottseidank gibt es da Füllwörter, die helfen. So kann man einen Satz beispielsweise mit „Äh“ einleiten. Oder mit „Also“. Oder „Tja“ oder einem langgezogenen „Jaaa“. Doch das alles ist wohl bald passé. Denn ein neues Füllwort tut sich an, all dies zu übernehmen. Ahnen Sie, welches? Genau. Kollegin -nja- hat das neulich schon am Rande „tatsächlich“ erwähnt. Eigentlich mal für „räumlich nah“ und „ganz nah beieinander“ stehend, höre ich seit gefühlt zwei Jahren das...

  • Stadt Olpe
  • 20.04.21
Lokales
SZ-Redakteurin Irene Hermann-Sobotka.

PRO
Endlich Klarheit

Empörung bei Ländern und Kommunen: Die Bundesregierung will per Gesetz die Corona-Bekämpfung einheitlich regeln. Das Argument, dass man doch nicht mit der Gießkanne überall unabhängig von der Infektionslage die gleichen Einschränkungen in Kraft setzen könne, hat schon eine gewisse Dreistigkeit. Denn genau das tut der Gesetztentwurf ja nicht. Er folgt dem Wenn-dann-Prinzip: Wenn die Inzidenz landkreisbezogen über 100 steigt, dann treten bestimmte Maßnahmen in Kraft. Das kann für den Kreis...

  • Siegen
  • 12.04.21
Lokales
SZ-Redakteur Michael Roth.

KONTRA
Föderal bleiben

Einst waren die Deutschen froh, nicht mehr in einem einheitlich regierten Staat leben zu müssen. Die Aufgliederung nach Ländern und Landkreisen fand allseits breite Zustimmung. Mit enormen Vorteilen für alle. Warum auch soll sich der Rostocker Werftarbeiter mit dem Sonthofener Almbauern vergleichen lassen? Es lebe die Vielfalt in einer bunten Bundesrepublik. Die Corona-Pandemie hat diese föderale Struktur an ihre Grenzen gebracht, das stimmt. Länderinteressen scheinen Vorrang zu haben, oder...

  • Siegen
  • 12.04.21
Lokales
SZ-Redakteur Jörg Winkel.

BIS AUF WEITERES
Buße für „Badenser“

Aus Fehlern wird man klug. So informierte mich SZ-Leser Klaus Feidler darüber, dass die von mir so wenig geschätzte Band „Pur“, die ich hier kürzlich lobend erwähnte, aus Bietigheim-Bissingen, genauer: aus dem Ortsteil Bietigheim stammt. „Und das liegt in Württemberg. Nicht alle Württemberger sind Schwaben. Und erst recht sind nicht alle Schwaben Württemberger. Aber bei ,Pur’ handelt es sich eindeutig um eine schwäbische Band.“ Und ich hatte sie „Badenser“ genannt. Das aber „ist ein...

  • Stadt Olpe
  • 10.04.21
Lokales
SZ-Redakteur Dr. Andreas Göbel.

KONTRA
Nüsse und Dukaten

Die KVen sind begeistert von der Bereitschaft medizinischen Personals, in den Impfzentren zu arbeiten. Mich wundert das nicht. 150 Euro gibt’s dafür. Am Tag? I wo!, Pro Stunde. Dazu 100 Euro „Antrittsgeld“. Dagegen zahlt die KV Hausärzten für eine Grippeimpfung 12 Euro einschließlich Vor- und Nachbereitung. Das Geld muss Personalkosten und sonstige Betriebskosten decken. Wenn im April in ausgewählten Praxen gegen Corona geimpft wird, müsste der gleiche Maßstab angelegt werden. Man kann nicht...

  • Siegen
  • 12.03.21
Lokales
SZ-Redakteur Björn Weyand.

PRO
Ein echter Kraftakt

Es führt doch gar kein Weg daran vorbei, dass die Haus- und Fachärzte (auch die Zahnärzte übrigens) über kurz oder lang die Corona-Schutzimpfungen in ihren Praxen übernehmen. Dafür müssen selbstverständlich die notwendigen großen Mengen an Vakzinen zur Verfügung stehen, davor ist es wenig sinnvoll. Insofern stellt sich nicht die Frage, ob die Hausärzte die Impfungen übernehmen sollen, sondern nur wann. Sie sind es, die ihre Patienten kennen und deshalb auch bestens entscheiden können, wer...

  • Siegen
  • 12.03.21
add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.