NS-Opfer

Beiträge zum Thema NS-Opfer

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Gerd Bäumer, Benjamin Geldsetzer und Horst Vetter (v. l.) fanden bei der Gedenkfeier eindringliche Worte.

Erinnerung wachhalten und mehr Toleranz
Kranzniederlegung in Betzdorf

nb Betzdorf. Es war diese Mahnung, die die Gedenkfeier, mit der am Dienstagabend in Betzdorf an die Reichspogromnacht erinnert wurde, prägte: nicht vergessen. Unter anderem Vertreter der Stadtratsfraktionen, Mitglieder des Vereins Betzdorfer Geschichte sowie der türkischen Gemeinde waren zur Gedenkfeier an der Gedenksäule zwischen Bahnhofstraße und Viktoriastraße gekommen, wo erinnert wurde an eines der dunkelsten Kapitel deutscher Geschichte. In der Pogromnacht brannten Synagogen, wurden...

  • Betzdorf
  • 10.11.21
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Konfirmanden legen an der Gedenktafel für jeden ermordeten jüdischen Mitbürger eine Rose nieder.

Eine Rose für die Toten
Schüler aus Erndtebrück erinnern an die Pogromnacht

vc Erndtebrück. Sich zu erinnern und zu gedenken, sich aufzulehnen, erfordert Mut. Und es braucht Mut, vor seinen Klassenkameraden und vielen anderen Kindern und Jugendlichen zu sprechen. Diese Courage bringen Jahr für Jahr Konfirmanden auf, wenn sie am Gedenktag der Pogromnacht vom 9. November 1938 in der evangelischen Kirche in Erndtebrück an das Mikrofon treten. Anlass war auch am Dienstag der Jahrestag jenes 9. Novembers, an dem Synagogen in Deutschland brannten, jüdische Geschäfte und...

  • Erndtebrück
  • 10.11.21
LokalesSZ
„Die virtuelle Rekonstruktion der Synagoge ist eine eindringliche Konfrontation mit dem Gewesenen“, sagte Bürgermeister Steffen Mues, „aber auch ein Zeichen der Versöhnung".
17 Bilder

Hunderte erinnern an Opfer der Pogromnacht
Künstlerin lässt Siegener Synagoge wiedererstehen

goeb Siegen. „Zum großen Bösen“, sagt der Schriftsteller Michael Köhlmeier in einem seiner Romane einmal, „kamen die Menschen nie mit einem großen Schritt, sondern mit vielen kleinen, von denen jeder zu klein schien für eine große Empörung“. Dass am 9. November 1938 in Deutschland 1200 Synagogen und Bethäuser niederbrannten und damit in der jüdischen Geschichte ein Wendepunkt eingeleitet wurde, der in eine bis dahin beispiellose Verhaftungswelle und immer schärfere Gesetze mündete, das hatte...

  • Siegen
  • 09.11.21
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Die Bad Berleburger Schüler gestalteten die Gedenkfeier.

Gedenken an Pogromnacht in Bad Berleburg
Schüler-Plädoyer für Toleranz und Willen

vö Bad Berleburg. Ein wichtiges Zeichen für Toleranz und den Willen, sich gegen Hass und Hetze zu stemmen, setzte der Arbeitskreiskreis für Toleranz und Zivilcourage der Bad Berleburger Ludwig-zu-Sayn-Wittgenstein-Schule am Dienstagabend am jüdischen Mahnmal im Berlebach. Die Schüler gestalteten die Gedenkfeier exakt 83 Jahre nach der Pogromnacht vom 9. November 1938, in der auch zahlreiche Berleburger Juden in Konzentrationslager verschleppt und später getötet wurden. Ines Weller, Lehrerin der...

  • Bad Berleburg
  • 09.11.21
LokalesSZ
Bürgermeister Dirk Terlinden (l.) und Rainer Becker, der Vorsitzende des Freundeskreises, vor einem Lichtermeer. Schüler des Schloss-Gymnasiums lasen die Namen der Verstorbenen vor, Licht für Licht wurde dann gelöscht. Weiter brannten indes die Kerzen von Hannelore Präger, Herbert Präger, Max Hony, und Karl Janson junior, sie sind die letzten Überlebenden.

Bad Laasphe gedenkt ermordeter Juden
Eine Stadt vergisst nicht

vc  Bad Laasphe. Gemeinsam haben die Bad Laaspher an den 83. Jahrestag der Pogromnacht vom 9. November 1938 erinnert: Auf Einladung der Stadt Bad Laasphe wie auch des Freundeskreises für christlich-jüdische Zusammenarbeit trafen sich 150 Gäste aus Wittgenstein und dem benachbarten Hessen am Dienstagabend im Haus des Gastes. Rainer Becker, Vorsitzender des Freundeskreises, erinnerte an eben jene Opfer des Nationalsozialismus, „die aus unterschiedlichsten Gründen ausgegrenzt und verfolgt wurden“....

  • Bad Laasphe
  • 09.11.21
LokalesSZ
Bei der Bushaltestelle an der Banfer Eiche soll demnächst ein Gedenkstein aufgestellt werden, der an die Ermordung der Banfer Familie Burg vor 80 Jahren erinnern soll.
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Erinnerung an die Familie Burg
Freundeskreis will Gedenkstein in Banfe errichten

howe Banfe. Man kann sich so etwas nicht vorstellen: Würde heute eine alteingesessene Wittgensteiner Familie aus Banfe einfach mit einem Bus abgeholt, irgendwo hingebracht und ermordet, wären die Schlagzeilen riesig, die Erschütterung der Mitbürger unermesslich. Vor 80 Jahren interessierte das eher wenig. Die Nationalsozialisten herrschten schrecklich, die Leute mussten kuschen. Man hatte den Mund zu halten, das Deckmäntelchen des Schweigens darüber zu legen. Man musste mitschwimmen auf der...

  • Bad Laasphe
  • 20.10.21
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Ein Foto, das 1916 entstand und fast die gesamte Familie Päulgen nebst Haushälterin Elsa Wagner (l.) zeigt. Otto wird von seinem Vater gehalten – bezeichnend für das innige Verhältnis, das die beiden pflegten.
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„Stolperstein“ für Opfer der NS-„Euthanasie“: Otto Päulgen
Verzweifelter Hilferuf per Postkarte

nb Niederschelderhütte/Siegen. Es sind kurze Sätze auf einer Karte, die den Soldaten Artur Päulgen im Oktober 1942 per Feldpost erreicht. Geschrieben hat sie sein Bruder Otto – und nur beim ersten Überfliegen mag der Inhalt eher sachlich erscheinen. Wer genauer hinschaut, erkennt die Verzweiflung. „Ich hoffe darum, daß Du mein Schreiben richtig verstehst und mich daher bald abholst“, schreibt Otto. Er lebt zu dieser Zeit in der Provinzial-Heil- und Pflegeanstalt Bonn. Sein Elternhaus in...

  • Kirchen
  • 21.08.21
LokalesSZ
Unter großer Anteilnahme der Bevölkerung verlegte Künstler Gunter Demnig die Stolpersteine in Herdorf, gleicht acht davon (plus Kopfstein) an der Hellerstraße.
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Zwölf Stolpersteine in Herdorf
"Auf grausamste Art ermordet"

thor Herdorf. Es ist so eine Sache mit der Erinnerungskultur in Herdorf. Zwar wird gerne auf die alte Hütten- und Bergbautradition an der Heller verwiesen, darüber stolpern wird man beim Rundgang durchs Städtchen aber nicht. Vieles, zu vieles, ist verschwunden, um diesen Teil der Geschichte bei jüngeren Generationen tatsächlich im Bewusstsein zu verankern. Zwölf Stolpersteine verlegtUnd doch kann, darf und muss ab sofort in Herdorf gestrauchelt werden – auch wenn es sich dabei um ein düsteres...

  • Herdorf
  • 28.10.20
Lokales
Karl-Heinz Fischer vom städtischen Bauhof brachte den Stolperstein in den Gehweg vor Ernst Cansteins ehemaligem Wohnhaus in der Bad Laaspher Schloßstraße. Foto: Stadt

Verlegung in Bad Laasphe
Stolperstein erinnert an das NS-Opfer Ernst Canstein

sz Bad Laasphe. Es war eine besondere Stolpersteinverlegung am Donnerstag in der Bad Laaspher Schloßstraße vor dem Haus Nummer 6. Nicht nur, weil aufgrund der aktuellen Corona-Situation der Rahmen ganz klein ausfallen musste. Sondern auch, weil dieser neue Stolperstein, der 86. in Bad Laasphe, der erste ist, der nicht an ein durch die Nationalsozialisten umgekommenes Mitglied der jüdischen Gemeinde oder der beiden verfolgten Sinti und Roma-Familien erinnert. Mit ihm wird ab sofort für jeden...

  • Bad Laasphe
  • 15.05.20
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