Sprache

Beiträge zum Thema Sprache

Lokales
Wie viel Wandel hält die deutsche Sprache aus – und was muss sie aushalten können? Was haben Gendersternchen mit unseren Lebensrealitäten zu tun? Und ist „Crowdfunding“ besser als „Gruppenfinanzierung“?
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Interview mit Prof. Dr. Friedemann Vogel
Streit um Sprache

sabe Siegen. Wortneuschöpfungen, Lehnwörter, Anglizismen, Gendersternchen. Der Streit um Sprache ist heiß. Zum „Tag der deutschen Sprache“ am 12. September: Prof. Friedemann Vogel von der Uni Siegen im Interview. Herr Prof. Vogel, gendern Sie? Ich verwende meist Doppelformen, so wie „Bürgerinnen und Bürger“ oder das Binnen-I, also „BürgerInnen“, manchmal das Gendersternchen – was genau, hängt davon ab, über was und mit wem ich kommuniziere. Auch das generische Maskulinum ist für mich kein Tabu,...

  • Siegen
  • 11.09.21
Lokales
SZ-Redakteur Michael Roth.

BIS AUF WEITERES
Fußball und Sprache

Jogis Jungs haben die Fußball-EM vorzeitig verlassen müssen, nur ein Sieg gegen Portugal reicht halt nicht. Alle haben es mitbekommen, keiner hat richtig getrauert. Weil es verdient war. Die Franzosen waren in allen Belangen reifer, schneller, pfiffiger, sogar die Ungarn ebenbürtig. Ralf Rangnick, der gerne Bundestrainer geworden wäre, hat sein eigenes Urteil in einem Fachblatt kundgetan: Kimmich hat auf der falschen Position gespielt, der Müller auch, einen Mittelstürmer gab es nicht. Kann man...

  • Siegen
  • 09.07.21
KulturSZ
In der Musik-Tanz-Sprachperformance „Neuschied und Abbeginn“ flirtet Lara Süß schon mal mit dem Marimbaphon, das David Friederich im Siegener Bruchwerk-Theater virtuos zu bespielen weiß.

Lara Süß und David Friederich verzaubern mit Stimme und Percussion
„Neuschied und Abbeginn“ im Bruchwerk

ne Siegen. Eine kleine Wundertüte war im Angebot der hiesigen Wochenendveranstaltungen: Lara Süß und David Friederich gaben ein Gastspiel in der Siegbergstraße – und es sollte ein Mix aus Stimme, Stepdance, Schlagzeug werden, eine kleine Wundertüte eben. Die man mit großen Erwartungen kauft in der Hoffnung, der unbekannte Inhalt möge sich als begehrenswert, fantastisch oder mindestens „wundervoll“ erweisen. Um es vorweg zu nehmen: Alle Wünsche wurden erfüllt. Das der Pandemie-Prävention...

  • Siegen
  • 15.06.21
Lokales
Freuen sich über die Kooperation (v. l.): Holger Köster, Birgit Graumann und Winfried Fischer.

Multiprofessionelle Zusammenarbeit geplant
Deutsch als Fremdsprache

sz Olpe/Siegen. Das Sprachenzentrum der Universität Siegen wird das Städtische Gymnasium Olpe künftig bei der Planung, Etablierung und Weiterentwicklung eines Sprachförderprogramms für Schülerinnen und Schüler, die neu im deutschen Bildungssystem sind, beraten. Der internationale Zweig des SGO wird dabei ab dem kommenden Schuljahr u.a. durch die Mitarbeit bei der Konzeption des Programms, dem Unterricht in Sprachkursen und der Durchführung von Sprachtests sowie der curricularen Planung eines...

  • Stadt Olpe
  • 15.06.21
Lokales
SZ-Redakteur Holger Böhler.

BIS AUF WEITERES
Pause mit Problemen

Neulich fragte mich jemand, ob meine Journalisten-Kollegen vom „heute journal“ einen kollektiven Sprachfehler besäßen. Seit einiger Zeit nämlich bemüht das ZDF-Nachrichtenmagazin die sogenannte Gender-Pause. Diese kurze Sprechpause soll das Gender-Sternchen zum Ausdruck bringen, das von manchen inzwischen als Mittel der „geschlechtergerechten Schreibung“ glorifiziert wird. Es soll dazu dienen, neben männlichen und weiblichen auch weitere Geschlechter und Geschlechtsidentitäten inhaltlich...

  • Siegen
  • 01.06.21
Lokales
SZ-Redakteur Michael Wetter

BIS AUF WEITERES
Das Plappermäulchen

Mit der Kommunikation ist das ja so eine Sache. Mit Kindern ebenfalls. Beides zusammen – nun ja. Unsere Kleine zum Beispiel: Was waren wir froh über die ersten Worte. Mama, Papa, die Klassiker halt. Dann, etwas weiter in der Sprachentwicklung, Worte, deren Bedeutung meine Frau und ich uns erst mit Ratespielchen erarbeiten mussten. Das Hakukuch zum Beispiel war das Taschentuch, der Deckel die Kuscheldecke, der Pover der Pullover. Und auch die vielen leckeren Dinge auf dem Frühstückstisch wusste...

  • Bad Berleburg
  • 29.04.21
KulturSZ
Die rein englische Beschriftung der Werke in der Ausstellung „Die Wolken und die Wolke“ im MGKSiegen hat zu Verärgerung und Irritationen bei Besuchern geführt. Das Foto zeigt die Arbeit von Hans-Peter Feldmann, Wolken, 2004, Sammlung Gegenwartskunst, MGKSiegen.

Alles nur auf Englisch im Museum für Gegenwartskunst?
Wie "spricht" Kunst? Neue Wege der Vermittlung

gmz Siegen. Kunst ist international, überwindet, genau wie Musik, Grenzen, sprachliche, politische oder auch kulturelle. Zumindest kann sie diese Grenzen überwinden, weil die Sprache der Kunst zwar manchmal „verschlossen“ ist, aber im Prinzip universell. Und trotzdem kann die Präsentation von Kunst zu Irritationen führen. Beschriftungen nur auf EnglischSo erging es einigen Besucherinnen und Besuchern des Siegener Museums für Gegenwartskunst (MGKSiegen), als sie beim Besuch z. B. der Ausstellung...

  • Siegen
  • 27.04.21
Lokales
SZ-Redakteur Jörg Winkel.

BIS AUF WEITERES
Un-genau

Freie Rede fällt vielen schwer. Gottseidank gibt es da Füllwörter, die helfen. So kann man einen Satz beispielsweise mit „Äh“ einleiten. Oder mit „Also“. Oder „Tja“ oder einem langgezogenen „Jaaa“. Doch das alles ist wohl bald passé. Denn ein neues Füllwort tut sich an, all dies zu übernehmen. Ahnen Sie, welches? Genau. Kollegin -nja- hat das neulich schon am Rande „tatsächlich“ erwähnt. Eigentlich mal für „räumlich nah“ und „ganz nah beieinander“ stehend, höre ich seit gefühlt zwei Jahren das...

  • Stadt Olpe
  • 20.04.21
Lokales

Studierende sollen sich anpassen
Gender-Sprache als Norm

ihm Siegen. Die „geschlechtergerechte Sprache“ fordert von den Studierenden an der Universität Siegen Anpassung. Viele Dozenten gerade in den Geistes- und Sozialwissenschaften verlangen in Seminar- und Examensarbeiten die durchgehende Genderung, also den Gebrauch von männlicher und weiblicher Form, nach Möglichkeit mit der Erweiterung auf diverse Geschlechter. Ob bei Nichteinhaltung dieser Vorgabe eine Abwertung der Note droht, ist nicht belegt. Entsprechende Gerüchte sind allerdings immer...

  • Siegen
  • 19.03.21
Lokales
Logopädin Clara Scholl und ihre Kolleginnen aus der Ferndorfer Gemeinschaftspraxis Althaus & Scholl helfen ihren Patienten oft auch spielerisch.

Zum Tag der Logopädie
Sprachstörungen bei Kindern haben „alarmierend zugenommen“

ap Ferndorf. „Sprache ist der Schlüssel zur Welt“ – das sagte Wilhelm von Humboldt schon im 19. Jahrhundert. Damals wie heute ist sie (eine) Voraussetzung für die gesellschaftliche Teilhabe. Ohne Kommunikation kein soziales Miteinander. Doch manche Menschen haben Schwierigkeiten mit der Sprache, dem Sprechen, der Stimme oder dem Schlucken – und dann kommen Logopäden wie Clara Scholl ins Spiel. Sie diagnostizieren und behandeln solche Störungen, um die Kommunikationsfähigkeit bei Kindern und...

  • Kreuztal
  • 06.03.21
LokalesSZ
Blätter, Pilze und allerlei anderes gab es für die Teilnehmer des Ferien-Intensiv-Trainings (FiT) in Deutsch gestern mit Försterin Barbara Schumacher (r.) zu entdecken.
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Beim Ferien-Intensiv-Training wurde gestern der Klassenraum gegen den Wald getauscht
Schüler sollen voneinander vor Ort lernen

soph ■  „Könnt ihr mir sagen, was hier der Unterschied ist?“ Försterin Barbara Schumacher hält in der einen Hand ein gelbes Ahornblatt, in der anderen ein Stück von einem Fichtenzweig mit grünen Nadeln. Ihre Frage richtet sie an 25 Kinder und Jugendliche im Alter von zehn bis 18 Jahren. Nun könnte man meinen, dass die den Unterschied zwischen Laub- und Nadelbäumen doch sicherlich kennen. In dieser speziellen Situation geht es allerdings nicht um das reine naturkundliche Wissen, sondern darum,...

  • Stadt Olpe
  • 17.10.19
KulturSZ
Sie laden zum Besuch der Ausstellung im Waldlandhaus Forsthaus Hohenroth ein (v. l.): Thomas Vehoff (Verein Waldland Hohenroth), Dr. Marlies Obier, Diethard Altrogge (Regionalforstamt Siegen-Wittgenstein).
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Forsthaus Hohenroth: Ausstellung von Dr. Marlies Obier
Der Wolf ist im Märchen immer böse

Dr. Marlies Obier entführt auf Hohenroth in den Märchenwald der Brüder Grimm. ciu Obersdorf/Brauersdorf. Es scheint, als habe jemand mit Tannenzapfen eine Spur gelegt. Denn der Weg, der über die Lichtung in den hohen Wald führt, droht, sich zu verlieren im dichten Grün, einem Raum für das Verbergen. Wo Fuchs und Reh Ruhe finden, kann auch der Mensch geborgen sein. Dieses Bild, eine von fast 30 Fotografien und/oder Collagen im goldenen Rahmen, verweist auf manches von dem, was die in Obersdorf...

  • Siegen
  • 26.09.19
Kultur
Von 1973 bis 2004 lehrte Gerhard Augst als Professor für deutsche Sprache an der Universität Siegen; bis zum Ende des Sommersemesters 2019 war er dann als Lehrbeauftragter an der Justus-Liebig-Universität Gießen tätig. Nun hat er ein Buch vorgelegt, das Bildungssprache verständlich(er) macht.

Prof. Dr. Gerhard Augst untersuchte Phänomen Bildungswortschatz
Krimi rund um die Sprache

ciu Siegen. „Kan nit verstan“ – so sollte dieser Text beginnen. Und dann, geschärft von der Lektüre eines Buches, das sich mit dem Bildungswortschatz befasst, das nach der Herkunft und damit nach der grundlegenden Bedeutung von Wörtern und Wendungen fragt, zumal solchen, die nicht immer und unbedingt für alle verständlich sind, führte die Recherche zum Erkenntnis-Gewinn: Das „Kan nit verstan“, verwendet im Sinne von „Ich verstehe (es/dich) nicht“, bezieht sich auf „Kannitverstan“ und damit auf...

  • Siegen
  • 18.07.19
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