Stolperstein

Beiträge zum Thema Stolperstein

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Zurück in der Heimat – zurück in den Herzen
Stolperstein für Otto Päulgen verlegt

thor Niederschelderhütte. Als am späten Freitagnachmittag der Stolperstein für Otto Päulgen an der Augustastraße verlegt wurde, da sorgte der Himmel selbst für eine symbolträchtige Inszenierung: Dunkle Wolken ballten sich zusammen, passend zum düstersten Kapitel der deutschen Geschichte. Es regnete in Strömen. Doch dann: ein blasser Regenbogen über dem Siegtal. Zeichen der Hoffnung, Zeichen der Toleranz. Des gegenseitigen Respekts. Ja, der Menschenwürde. Genau dafür fand diese kleine, aber sehr...

  • Kirchen
  • 28.08.21
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Ein Foto, das 1916 entstand und fast die gesamte Familie Päulgen nebst Haushälterin Elsa Wagner (l.) zeigt. Otto wird von seinem Vater gehalten – bezeichnend für das innige Verhältnis, das die beiden pflegten.
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„Stolperstein“ für Opfer der NS-„Euthanasie“: Otto Päulgen
Verzweifelter Hilferuf per Postkarte

nb Niederschelderhütte/Siegen. Es sind kurze Sätze auf einer Karte, die den Soldaten Artur Päulgen im Oktober 1942 per Feldpost erreicht. Geschrieben hat sie sein Bruder Otto – und nur beim ersten Überfliegen mag der Inhalt eher sachlich erscheinen. Wer genauer hinschaut, erkennt die Verzweiflung. „Ich hoffe darum, daß Du mein Schreiben richtig verstehst und mich daher bald abholst“, schreibt Otto. Er lebt zu dieser Zeit in der Provinzial-Heil- und Pflegeanstalt Bonn. Sein Elternhaus in...

  • Kirchen
  • 21.08.21
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Markus Stinner setzte den Stolperstein vor der Villa Kraemer in Zement, unter den Blicken vieler Anwesender.
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Bewegende Veranstaltung in Kirchen
Stolperstein erinnert an Justus Kraemer

rai Kirchen. Ein Stolperstein erinnert an Justus Kraemer, und zwar vor seinem früheren Wohnhaus, der Villa Kraemer. 78 Jahre nach Kraemers Tod setzte Jörg Grindel am Samstag den Stein mit der Messingplatte. Groß war die Beteiligung, bewegend die Veranstaltung, bei der das Gedenken an Kraemer und die weiteren Opfer der NS-Euthanasie im Blick standen. Wichtiger Anlass „gegen das Vergessen“Man erinnere sich an Geschichte aus einer Zeit, „derer wir uns nicht rühmen müssen“, so Hubertus Hensel,...

  • Kirchen
  • 01.08.21
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Ein Stolperstein erinnert an ein Opfer des nationalsozialistischen Regimes.
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Opfer der NS-„Euthanasie“
Stolperstein erinnert an Justus Kraemer aus Kirchen

nb Kirchen. Keine Tafel, kein Schild weist auf dem Gräberfeld in Haar bei München auf die Menschen hin, die hier beerdigt sind. Einer von ihnen bekommt nun seinen Namen zurück und damit ein Stück Würde. Ein „Stolperstein“ wird zukünftig an prominenter Stelle an ihn und sein Schicksal während der nationalsozialistischen Herrschaft erinnern: Justus Kraemer. Am 21. Juni 1896 wurde Justus Kraemer in Kirchen geboren, gestorben ist er am 28. Juli 1943 in der bayerischen Heilanstalt Eglfing-Haar – ein...

  • Kirchen
  • 28.07.21
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Das Grab von Otto Schneider auf dem Wallmenrother Friedhof.

Mann aus Wallmenroth wurde von den Nazis vergast
Stolperstein für Paul Jünger "beantragen"

dach Wallmenroth. Stolpersteine – kaum ein anderes Projekt hält die Mahnung an die Verbrechen der Nazis derart wach wie die groß angelegte Initiative des Künstlers Gunter Demnig. Im AK-Land hatte das Verlegen dieser Steine in Herdorf, u. a. für die Geschwister Dendel, im Oktober zuletzt ein Schlaglicht auf die Erinnerungskultur als solches und auf die einzelnen Schicksale geworfen. "Auf grausamste Art ermordet" Dabei kam Wallmenroths Ortsbürgermeister Michael Wäschenbach, der in seiner Funktion...

  • Betzdorf
  • 21.01.21
LokalesSZ
Ohne Zwischenfall verlief diesmal der Stolperstein-Spaziergang der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit (CJZ) auf der Hammerhütte.
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Stolperstein-Spaziergang auf der Hammerhütte
Keine erneute Störung durch den „III. Weg“

tile Siegen. Ohne Zwischenfall verlief diesmal der Stolperstein-Spaziergang der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit (CJZ) auf der Hammerhütte. Begleitet von zwei Polizisten in Uniform und Bürgermeister Steffen Mues blieben erneute Störfeuer der rechtsextremistischen Kleinstpartei „Der III. Weg“ wie vor drei Wochen (die SZ berichtete) aus. Die Stadtteilführung war Corona-bedingt auf 20 Teilnehmer beschränkt, dreimal so viele Anmeldeanfragen waren eingegangen. Weitere Führungen...

  • Siegen
  • 18.10.20
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Marie Daub mit ihren Eltern, 1927.

Weiteres Euthanasie-Schicksal in Herdorf
Stolperstein für Marie Daub

sz Herdorf. Zuletzt hatte allen voran Carsten Trojan den Herdorfer Schicksalen nachgespürt, die mit der Euthanasie der Nazis so schrecklich endeten. Am 28. Oktober sollen nun Stolpersteine für die Opfer verlegt werden, die meisten davon für die Geschwister Dendel. Nach der Berichterstattung über die Nachforschungen hat sich eine weitere tragische Lebensgeschichte aufgetan, nämlich die von Marie Daub, geboren am 26. Oktober 1896 in Herdorf, ermordet am 30. Oktober 1944 in der Anstalt Kaufbeuren....

  • Herdorf
  • 02.10.20
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Der Staatsschutz ermittelt nach III.-Weg-Pöbelei in Siegen.

Staatsschutz Hagen ermittelt
III.-Weg-Mitglieder rufen "du Drecksjude"

ch Siegen. Der Zwischenfall ereignete sich am Sonntagnachmittag. Beim von der städtischen VHS und vom „Aktiven Museum Siegen“ organisierten Spaziergang entlang der symbolischen Stolpersteine im Quartier Hammerhütte wurden die Teilnehmergruppe von Mitgliedern des „III. Weges“ angegangen. Jetzt ermittelt der Staatsschutz in Hagen, für Straftaten mit politischem Hintergrund zuständig. Wört wie "du Drecksjude" fielen Augenzeugen schilderten, dass rund sechs Personen, die aus Richtung des Partei-...

  • Siegen
  • 28.09.20
Lokales
Noah Trapp, Sarah van Vorst, Klaus Stötzel, Rico Binner und Roman Mengel (v. l.) brachten die Stolpersteine in Hilchenbach wieder zum glänzen.

Team des Kinder- und Jugendbüros
Stolpersteine in Hilchenbach glänzen wieder

sz Hilchenbach. Stolpersteine sind kleine Gedenktafeln, die im Boden verlegt, an das Schicksal der Opfer erinnern, welche in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt, ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden. In der Stadtmitte Hilchenbachs liegen seit dem Jahr 2008 insgesamt zwölf Stolpersteine an vier verschiedenen Standorten. Die 10 x 10 x 10 cm großen, mit Messingplatten belegten Betonsteine erinnern mit einer persönlichen Inschrift an zwölf während der NS-Zeit...

  • Hilchenbach
  • 22.09.20
Lokales
Mit viel Fingerspitzengefühl wurde der Gedenkstein mithilfe von Ralf Schumann, Leiter der Bluebox, in das Pflaster eingepasst.
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100. Stolperstein verlegt
In Gedenken an Wilhelm Reuter

tos Siegen. Bereits seit mehreren Jahren befasst sich die Jugend des Technischen Hilfswerk Siegen immer wieder mit der Geschichte des Nationalsozialismus. Im Jahr 2009 erarbeitete eine Gruppe das Schicksal der Zwangsarbeiterin Nadja Potemkina und verlegte einen Stolperstein mit dem Künstler Gunter Demnig am Siegener Kaisergarten. Nun beteiligte sich die THW-Jugend, gemeinsam mit dem Stadtjugendring Siegen, zum zweiten Mal an dem Projekt und konnte im Zuge dessen den 100. Stolperstein auf der...

  • Siegen
  • 22.09.19
LokalesSZ
Pastor Thies Friederichs von der ev. Kirchengemeinde Kreuztal begann seine Ansprache mit den Worten seines früheren Kollegen Pastor August Wehmeier. Dieser hatte zur Trauerfeier für Karl Dornseifer 1933 mutig aus der Bibel zitiert: „Herr wärest Du hier gewesen, mein Bruder wäre nicht gestorben!“ (Johannes 11, Vers 21).  Fotos: Anja Bieler-Barth
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Stolperstein in Kreuztal/Ernsdorf
Erinnerung und Mahnung zugleich

nja Kreuztal. Auf den Tag genau, am 5. August  vor 86 Jahren,  wurde in Ernsdorf, der Kreuztaler Keimzelle,  der Sozialdemokrat Karl Dornseifer ermordet. Kaltblütig erschossen, auf offener Straße von dem  SA-Mann und überzeugten Nationalsozialisten  Karl Pfeifer. Dort, wo der damals 42-jährige Kriegsinvalide – aus dem 1. Weltkrieg war er schwer verwundet zurückgekehrt – mit seiner Frau Hedwig und seinem Sohn Manfred wohnte, im Bereich des heutigen Kreisels an der Einmündung von Ernsdorfstraße...

  • Kreuztal
  • 05.08.19
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