Stolpersteine

Beiträge zum Thema Stolpersteine

LokalesSZ
Ein Foto, das 1916 entstand und fast die gesamte Familie Päulgen nebst Haushälterin Elsa Wagner (l.) zeigt. Otto wird von seinem Vater gehalten – bezeichnend für das innige Verhältnis, das die beiden pflegten.
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„Stolperstein“ für Opfer der NS-„Euthanasie“: Otto Päulgen
Verzweifelter Hilferuf per Postkarte

nb Niederschelderhütte/Siegen. Es sind kurze Sätze auf einer Karte, die den Soldaten Artur Päulgen im Oktober 1942 per Feldpost erreicht. Geschrieben hat sie sein Bruder Otto – und nur beim ersten Überfliegen mag der Inhalt eher sachlich erscheinen. Wer genauer hinschaut, erkennt die Verzweiflung. „Ich hoffe darum, daß Du mein Schreiben richtig verstehst und mich daher bald abholst“, schreibt Otto. Er lebt zu dieser Zeit in der Provinzial-Heil- und Pflegeanstalt Bonn. Sein Elternhaus in...

  • Kirchen
  • 21.08.21
LokalesSZ
Ein Stolperstein erinnert an ein Opfer des nationalsozialistischen Regimes.
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Opfer der NS-„Euthanasie“
Stolperstein erinnert an Justus Kraemer aus Kirchen

nb Kirchen. Keine Tafel, kein Schild weist auf dem Gräberfeld in Haar bei München auf die Menschen hin, die hier beerdigt sind. Einer von ihnen bekommt nun seinen Namen zurück und damit ein Stück Würde. Ein „Stolperstein“ wird zukünftig an prominenter Stelle an ihn und sein Schicksal während der nationalsozialistischen Herrschaft erinnern: Justus Kraemer. Am 21. Juni 1896 wurde Justus Kraemer in Kirchen geboren, gestorben ist er am 28. Juli 1943 in der bayerischen Heilanstalt Eglfing-Haar – ein...

  • Kirchen
  • 28.07.21
Lokales
Mitglieder des SPD-Ortsvereins Erndtebrück reinigten jetzt die Stolpersteine, die in den Gehwegen der Edergemeinde eingelassen sind.
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Erndtebrücker SPD reinigt Stolpersteine
Gedenken an Gräueltaten

sz Erndtebrück. Gegen das Vergessen: Der SPD-Ortsverein Erndtebrück reinigte jetzt wieder die Stolpersteine in der Edergemeinde. Da diese ganzjährig der Witterung ausgesetzt sind, im Winter außerdem dem Streusalz, sollten sie einmal im Jahr gereinigt werden, damit sie nach über 75 Jahren an die einst verübten Gräueltaten an jüdischen Mitbürgern erinnern. In Erndtebrück setzte sich der pensionierte Gymnasiallehrer Bernd Härtel einst dafür ein, dass der Künstler Gunter Demnig die Stolpersteine...

  • Erndtebrück
  • 01.05.21
LokalesSZ
Das Grab von Otto Schneider auf dem Wallmenrother Friedhof.

Mann aus Wallmenroth wurde von den Nazis vergast
Stolperstein für Paul Jünger "beantragen"

dach Wallmenroth. Stolpersteine – kaum ein anderes Projekt hält die Mahnung an die Verbrechen der Nazis derart wach wie die groß angelegte Initiative des Künstlers Gunter Demnig. Im AK-Land hatte das Verlegen dieser Steine in Herdorf, u. a. für die Geschwister Dendel, im Oktober zuletzt ein Schlaglicht auf die Erinnerungskultur als solches und auf die einzelnen Schicksale geworfen. "Auf grausamste Art ermordet" Dabei kam Wallmenroths Ortsbürgermeister Michael Wäschenbach, der in seiner Funktion...

  • Betzdorf
  • 21.01.21
LokalesSZ
Unter großer Anteilnahme der Bevölkerung verlegte Künstler Gunter Demnig die Stolpersteine in Herdorf, gleicht acht davon (plus Kopfstein) an der Hellerstraße.
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Zwölf Stolpersteine in Herdorf
"Auf grausamste Art ermordet"

thor Herdorf. Es ist so eine Sache mit der Erinnerungskultur in Herdorf. Zwar wird gerne auf die alte Hütten- und Bergbautradition an der Heller verwiesen, darüber stolpern wird man beim Rundgang durchs Städtchen aber nicht. Vieles, zu vieles, ist verschwunden, um diesen Teil der Geschichte bei jüngeren Generationen tatsächlich im Bewusstsein zu verankern. Zwölf Stolpersteine verlegtUnd doch kann, darf und muss ab sofort in Herdorf gestrauchelt werden – auch wenn es sich dabei um ein düsteres...

  • Herdorf
  • 28.10.20
LokalesSZ
Ohne Zwischenfall verlief diesmal der Stolperstein-Spaziergang der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit (CJZ) auf der Hammerhütte.
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Stolperstein-Spaziergang auf der Hammerhütte
Keine erneute Störung durch den „III. Weg“

tile Siegen. Ohne Zwischenfall verlief diesmal der Stolperstein-Spaziergang der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit (CJZ) auf der Hammerhütte. Begleitet von zwei Polizisten in Uniform und Bürgermeister Steffen Mues blieben erneute Störfeuer der rechtsextremistischen Kleinstpartei „Der III. Weg“ wie vor drei Wochen (die SZ berichtete) aus. Die Stadtteilführung war Corona-bedingt auf 20 Teilnehmer beschränkt, dreimal so viele Anmeldeanfragen waren eingegangen. Weitere Führungen...

  • Siegen
  • 18.10.20
LokalesSZ
„Stolpersteine“ als Auslöser: Mitglieder der Splitterpartei sollen die Gedenktäfelchen – u. a. hier auf der Wiesenstraße – und die Teilnehmer einer Stadtführung verunglimpft und mit antisemitischen Ausdrücken beschimpft haben. In der Nacht zu Dienstag wurde das nahe gelegene Ladenlokal der rechtsextremen Kleinstpartei verunstaltet. Droht dem Viertel jetzt eine Spirale von Gewaltanwendung?

Nach verbalem Übergriff von „III. Weg“-Mitgliedern
Eskalation im Quartier Hammerhütte droht

ch Siegen. Am Dienstagnachmittag trudelt das „Bekennerschreiben“ in der Redaktion ein. „Wir haben das Parteibüro der faschistischen Partei ,Der III. Weg’ in Siegen angegriffen und mit Farbe markiert.“ Dieser Satz der Antifa-Initiative „Kein ruhiges Hinterland“ steht in fetten Lettern in der E-Mail, die von einem anonymen Server verschickt worden ist und die eine Straftat erklärt. Ausgeübt an der Schlachthaus-Straße in der Nacht von Montag auf Dienstag, von der Polizei in den frühen...

  • Siegen
  • 29.09.20
LokalesSZ
Der Staatsschutz ermittelt nach III.-Weg-Pöbelei in Siegen.

Staatsschutz Hagen ermittelt
III.-Weg-Mitglieder rufen "du Drecksjude"

ch Siegen. Der Zwischenfall ereignete sich am Sonntagnachmittag. Beim von der städtischen VHS und vom „Aktiven Museum Siegen“ organisierten Spaziergang entlang der symbolischen Stolpersteine im Quartier Hammerhütte wurden die Teilnehmergruppe von Mitgliedern des „III. Weges“ angegangen. Jetzt ermittelt der Staatsschutz in Hagen, für Straftaten mit politischem Hintergrund zuständig. Wört wie "du Drecksjude" fielen Augenzeugen schilderten, dass rund sechs Personen, die aus Richtung des Partei-...

  • Siegen
  • 28.09.20
Lokales
Noah Trapp, Sarah van Vorst, Klaus Stötzel, Rico Binner und Roman Mengel (v. l.) brachten die Stolpersteine in Hilchenbach wieder zum glänzen.

Team des Kinder- und Jugendbüros
Stolpersteine in Hilchenbach glänzen wieder

sz Hilchenbach. Stolpersteine sind kleine Gedenktafeln, die im Boden verlegt, an das Schicksal der Opfer erinnern, welche in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt, ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden. In der Stadtmitte Hilchenbachs liegen seit dem Jahr 2008 insgesamt zwölf Stolpersteine an vier verschiedenen Standorten. Die 10 x 10 x 10 cm großen, mit Messingplatten belegten Betonsteine erinnern mit einer persönlichen Inschrift an zwölf während der NS-Zeit...

  • Hilchenbach
  • 22.09.20
LokalesSZ
Paula Dendel: Auf ihre digitalisierte Krankenakte stieß Carsten Trojan bei seinen Recherchen. Er blieb dran und förderte damit eine unfassbar tragische Familiengeschichte zutage.
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Herdorfer in Hadamar ermordet
Stolpersteine für die Geschwister Dendel

dach Herdorf. Das ist heute alles so weit weg: An Menschen, die anders sind, wurden krude Experimente durchgeführt. Letztlich wurden sie reihenweise umgebracht. Von der „öffentlichen Hand“. Euthanasie lautete in der Nazi-Zeit das Schlagwort, altgriechisch für schöner, guter Tod. Hadamar, die Kleinstadt im hessischen Teil des Westerwalds, ist damit – und den Greueltaten von Josef Mengele – unweigerlich verbunden. Und gleichsam ist das alles so nah. In Herdorf etwa wurde im Rahmen des...

  • Herdorf
  • 02.06.20
Lokales
Karl-Heinz Fischer vom städtischen Bauhof brachte den Stolperstein in den Gehweg vor Ernst Cansteins ehemaligem Wohnhaus in der Bad Laaspher Schloßstraße. Foto: Stadt

Verlegung in Bad Laasphe
Stolperstein erinnert an das NS-Opfer Ernst Canstein

sz Bad Laasphe. Es war eine besondere Stolpersteinverlegung am Donnerstag in der Bad Laaspher Schloßstraße vor dem Haus Nummer 6. Nicht nur, weil aufgrund der aktuellen Corona-Situation der Rahmen ganz klein ausfallen musste. Sondern auch, weil dieser neue Stolperstein, der 86. in Bad Laasphe, der erste ist, der nicht an ein durch die Nationalsozialisten umgekommenes Mitglied der jüdischen Gemeinde oder der beiden verfolgten Sinti und Roma-Familien erinnert. Mit ihm wird ab sofort für jeden...

  • Bad Laasphe
  • 15.05.20
LokalesSZ
Gemeinsam mit Initiator Bernd Härtel und Bürgermeister Henning Gronau (hinten, v. l.) reinigten Karl Ludwig Völkel, Michael Rothenpieler und Antje Laues-Oltersdorf (vorne, v. l.) die Erndtebrücker Stolpersteine.

SPD putzt Stolpersteine
Starke Geste gegen das Vergessen

tika Erndtebrück. Die Dankbarkeit stand Bernd Härtel ins Gesicht geschrieben. Ob seines Alters war der Erndtebrücker „nur“ Zuschauer im Rahmen der Reinigungsaktion der Stolpersteine in der Edergemeinde. Aber zumindest diese Rolle war dem einstigen Initiator der Verlegung der Stolpersteine in Erndtebrück eine Herzensangelegenheit. Die Steine erinnern an ehemalige jüdische Erndtebrücker, die die Nationalsozialisten während ihrer rechten Terrorherrschaft von 1933 bis 1945 deportiert und grausam...

  • Erndtebrück
  • 28.01.20
LokalesSZ
Rosel Six (l.) gab beim Gang durch die Hilchenbacher Innenstadt ihr umfangreiches historisches Wissen preis.
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Jüdischer Rabbi besuchte Heimat seiner Vorfahren
Spurensuche in einem „neuen Deutschland“

bjö Hilchenbach „Ich bin glücklich, dass ich hier bin“, sagt Ammos Chorny. Er hat auf einer kleinen Steintreppe in der Hilchenbacher Gerbergasse Platz genommen und ist sehr nachdenklich. „Die Familie meiner Mutter wollte nie zurück nach Deutschland“, erklärt der Rabbiner; „mit dieser Ideologie bin ich groß geworden. Und jetzt, im Alter von 58 Jahren, habe ich die Kraft gefunden, hierherzukommen.“ Sein Großvater Herbert Hony verbrachte seine Kindheit in Hilchenbach, bis er nach dem Kriegstod...

  • Hilchenbach
  • 23.08.19
LokalesSZ
„Das lebende Gedächtnis Bürbachs“, der 95-jährige Günther Dieterich, ließ sich mit wachem Interesse von Ralf Schumann (Stadtjugendring) den Stolperstein zeigen, der vor dem Heimathaus verlegt wurde.  Fotos: ihm
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Stolpersteine verlegt
Kein Entrinnen vor der Grausamkeit der Nazis

ihm Bürbach/Weidenau. Karl Reuter und Theresia Dornseiffer hatten keine Chance. Psychisch krank war die in Weidenau lebende zweifache Mutter Theresia Dornseiffer, Karl Reuter aus Bürbach war vermutlich Epileptiker. Beide wurden von den Nazis ermordet – Theresia Dornseiffer im KZ Hadamar, Karl Reuter in der Heilanstalt Warstein. Zwei bronzene Stolpersteine erinnern seit Donnerstag an ihr Schicksal. Als Gunter Demnig, Initiator der Stolpersteinaktion, die er weltweit bekannt gemacht hat, in...

  • Siegen
  • 01.08.19
Lokales
Im Rahmen der Projektwoche an der Bad Berleburger Realschule haben sich 15 Jugendliche und Lehrerin Sabine Sonneborn aufgemacht, die Geschichten von Siegen-Wittgensteiner Juden fassbar zu machen und zu erzählen. Foto: Sarah Benscheidt
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Projektwoche der Realschule
Auch mit einer kleinen Aktion Einfluss nehmen

sabe Bad Berleburg. Erinnern, erzählen, entgegenwirken: Es ist ein Herzensprojekt von Sabine Sonneborn, Lehrerin an der Bad Berleburger Realschule – und auch ihrer Schüler, das merkt man schnell. Hier geht es nicht um Stunden absitzen oder um nervige Pflichtveranstaltungen – hier geht es um ehrliche Anteilnahme, den Kampf gegen das Vergessen, es geht um Reflexion, Respekt, Menschlichkeit. Im Rahmen der Projektwoche an der Bad Berleburger Realschule hat Sabine Sonneborn es sich zur Aufgabe...

  • Bad Berleburg
  • 09.07.19
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