Waldsterben

Beiträge zum Thema Waldsterben

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Die vor zwei Jahren eingeschlagene Fläche am Werlenkopf wird erst einmal zu großen Teilen sich selbst überlassen.
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"Natur hilft sich selbst“
Haubergsvorsteher Konrad Theis gegen übertriebenen Aktivismus im Wald

thor Bruche/Scheuerfeld. Keck reckt sich die blutjunge Rotbuche dem Sonnenlicht entgegen. der feste Wille ist jetzt schon erkennbar: Aus 20 Zentimetern sollen irgendwann 20 Meter werden. Ähnliche Ziele verfolgen nebenan einige kleine Fichten, Eichen, Ahorn-Bäume, ja sogar Weißtannen. Sie alle sind mehr oder weniger zufällig hier gelandet, hier, auf einer Anhöhe am sogenannten Werlenkopf im Gebiet der Haubergsgenossenschaft Bruche/Scheuerfeld. Es ist Naturverjüngung pur. Konrad Theis setzt auf...

  • Betzdorf
  • 06.09.21
LokalesSZ
Die Arbeitsgemeinschaft „Wiederbewaldung und Jagd“ schaut sich eine von abgestorbenen Fichten geräumte Fläche hoch oben auf dem Kindelsberg an.
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Exkursion auf den Kindelsberg
Jäger bei der Wiederbewaldung mit Schlüsselrolle

goeb Kreuztal. Auf die Jäger wird es entscheidend ankommen, jetzt, wo gigantische Flächen entstanden sind, auf denen einst der „Brotbaum“ des Siegerlandes, die Fichte, wuchs. Gerade oben auf den Kämmen standen die ältesten Exemplare – und die hat sich der Borkenkäfer zuerst vorgeknöpft. Wie auf dem Kindelsberg, wo sich am Freitag bei bester Fernsicht Förster, Vertreter der Waldgenossenschaften Ferndorf, Littfeld, Kreuztal und des Stiftswaldes Keppel versammelten, darunter auch viele, die selbst...

  • Kreuztal
  • 05.09.21
Lokales
Wie sieht der Wald der Zukunft aus? Darüber wurde beim Waldwirtschaftssymposium der Jungen Union Südwestfalen gesprochen.
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Symposium der Jungen Union Südwestfalen
Wiederaufbau des Waldes muss unbürokratisch erfolgen

sz Voßwinkel/Bad Berleburg. Das Waldwirtschaftssymposium der Jungen Union (JU) Südwestfalen fand jetzt in besonderem Ambiente unter einem offenen Zelt im Wildwald Vosswinkel statt. Im Mittelpunkt standen laut JU-Mitteilung der heimische Wald und dessen Zukunft. Der Themenschwerpunkt beim diesjährigen südwestfälischen Wirtschaftssymposium sollte gezielt aufgreifen und verdeutlichen, welche Bedeutung der Wald vor allem auch für die junge Generation hat. Gemeinsam mit der nordrhein-westfälischen...

  • Bad Berleburg
  • 21.08.21
LokalesSZ
Die heimische Landschaft hat sich sehr verändert, in vielen Ortslagen erkennt man sie nicht wieder. Was passiert mit den von kranken und abgestorbenen Fichten geräumten Flächen? Zwei Jahre warten und dann punktuell pflanzen, sagt das Forstamt. Doch an einigen Stellen sieht man bereits Fichten-Nachpflanzungen in Reinkultur.
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Fachleute geben der Fichte keine Chance
Der Borkenkäfer bleibt bis zum bitteren Ende

goeb Siegen/Bad Berleburg. Waldbesitzer suchen stets nach Baumarten, die wenig Arbeit machen. Die Fichte, der „Brotbaum“ unserer Region, ist so eine Baumart – oder sollte man besser sagen: Sie war es? Spaziergänger und Wanderer entdecken hier und da – in letzter Zeit sogar wieder vermehrt – Nachpflanzungen der Fichte in Kultur. Auf die Frage, ob die Fichte hier noch eine Zukunft hat, zögert Forstamtsdirektor Manfred Gertz mit der Antwort. „Wenn es genug Regen gibt, ja“, sagt er zögerlich und...

  • Siegen
  • 20.08.21
Lokales
„Diese entstandenen Freiflächen wieder aufzuforsten, wird eine Herkulesaufgabe für die Waldgenossenschaften“ – davon ist Norbert Uebach, Vorsitzender der forstwirtschaftlichen Vereinigung südwestfälischen Gemeinschaftswaldes, überzeugt.

Symposium der FDP
Waldbesitzer sollen selbst über Wiederaufforstung entscheiden

sz Siegen/Bad Berleburg. Die FDP-Fraktion im Kreistag Siegen-Wittgenstein hatte jetzt Jäger und Waldbauern zu einem öffentlichen Symposium über die Zukunft des heimischen Waldes eingeladen, nach langer Corona-Pause die erste öffentliche politische Veranstaltung mit 40 Teilnehmern im Lÿz. Streit blieb an diesem Abend aus, denn die Ausführungen der beiden geladenen Experten aus dem Bundes- und Landtag, Karl Heinz Busen (MdB) und Markus Diekhoff (MdL), fanden Anklang. „Der Wald ist für alle...

  • Siegen
  • 18.07.21
Lokales
Für jede verkaufte Fleischwurst wird ein Baum im Rahmen einer Baumpflanzaktion für die Wiederaufforstung auf dem Hahnenkopf gespendet. Das Bild zeigt (v. l.) Sabrina Schmidt, Dirk Schmidt, Matthias Grohs und Klaus Willwacher.

Spezielle Aktion für Naturverjüngung
"Fleischwurstbäume" zur Wiederaufforstung

rai Daaden. Einen Kringel Fleischwurst und einen kleinen Baum hält Metzgermeister Dirk Schmidt in Händen. Hinter ihm der kahle Hahnenkopf. Im Rahmen einer Baumpflanzaktion sollen dort Traubeneiche und Winterlinde gepflanzt werden: Für jede verkaufte Fleischwurst wird die Familie Schmidt einen Baum für die Wiederaufforstung spenden. Der Aktionszeitraum erstreckt sich übrigens von Montag, 5. Juli, bis Samstag, 10. Juli. Im Herbst wird mit Kitas und Grundschulen gepflanzt. Es ist ein trauriges...

  • Daaden
  • 30.06.21
LokalesSZ
Mit den riesigen Freiflächen im Kreis Altenkirchen, hier in Brachbach, muss in Zukunft etwas geschehen.
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Wenig Setzlinge und No-Go-Areas
Holzmangel als traurige Zukunftsvision

damo Kreis Altenkirchen. Der trockene Sommer 2020 hat nicht nur in den Wäldern ein trauriges Bild hinterlassen: „Auch in vielen Baumschulen sind die Pflanzen nicht so gewachsen, wie wir uns das gewünscht hätten“, berichtet Frank Schneider. Und das beeinflusst auch die Wälder der Zukunft: „Wir mussten bei den Pflanzungen bisher ziemlich viel improvisieren“, ergänzt der Technische Produktionsleiter des Forstamts Altenkirchen. „Und wir sind noch lange nicht fertig: Im Herbst geht’s weiter – wenn...

  • Altenkirchen
  • 29.06.21
Lokales
Für jede verkaufte Fleischwurst wird ein Baum im Rahmen einer Baumpflanzaktion für die Wiederaufforstung auf dem Hahnenkopf gespendet. Das Bild zeigt (v. l.) Sabrina Schmidt, Dirk Schmidt, Matthias Grohs und Klaus Willwacher.

Ein Baum pro Kringel gepflanzt
Fleischwurst für den guten Zweck

rai Daaden. Einen Kringel Fleischwurst und einen kleinen Baum hält Metzgermeister Dirk Schmidt. Hinter ihm der kahle Hahnenkopf. Im Rahmen einer Baumpflanzaktion sollen dort Traubeneiche und Winterlinde gepflanzt werden: Für jede verkaufte Fleischwurst wird die Familie Schmidt einen Baum für die Wiederaufforstung spenden. Im Herbst wird mit Kitas und Grundschulen gepflanzt. Es ist ein trauriges Bild entlang des Weges von Daaden hoch zum Hahnenkopf: Meterhoch türmen sich Fichtenstämme. Löcher...

  • Daaden
  • 23.06.21
LokalesSZ
Fährt man die L723 von Wilden in Richtung Gilsbach, dann bietet sich wenige Hundert Meter oberhalb des Quartier Landeskrone ein weiteres erschreckendes Bild. Riesige vom Borkenkäfer befallene Fichtenbestände sind gerodet worden. Seitlich bzw. hinter den kahlen, ehemals bewaldeten Flächen, sieht man die A45 und den unterhalb der Talbrücke liegenden Landeskroner Weiher.
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Wettlauf gegen die Zeit
Förster in großer Sorge: Borkenkäfer wütet wieder

sp Siegen/Bad Berleburg. Wenn Manfred Gertz, Leiter des Regionalforstamtes Siegen-Wittgenstein, und sein Team mehr als 3000 Borkenkäfer in einer einzigen Falle finden, ist das alarmierend. „Dann wird es kritisch“, sagt er. Ende Mai/Anfang Juni, in den Kalenderwochen 22 bis 23, war es sogar mehr als das zehnfache an Tieren. „Da hat das begonnen mit einem massiven Schwarmflug.“ Etwa 36 000 Käfer befanden sich in der KW 22 in der Falle. 20 Prozent der Borkenkäfer haben den Winter überlebt Im April...

  • Siegen
  • 20.06.21
LokalesSZ
Ein Leben ohne Holzofen könnten sich in unserer Region viele gar nicht vorstellen. Gerade im grimmig-kalten Frühling haben etliche Hausbesitzer ihre Vorräte aufgefüllt, trotz steigender Preise. Wenn man 50 Prozent Fichte beimischt, macht man nichts falsch, sagt Ulrich Daub aus Feuersbach. Und preiswerter wird’s auch.

Brennholzpreise ziehen an
Die richtige Mischung macht's

goeb Siegen/Nistertal. Was der Bausektor gerade zu spüren bekommt – zum Beispiel Preissteigerungen für Schnittholz um bis zu 400 Prozent – , ist in diesem Maße zwar nicht auf dem Brennholzmarkt spürbar, gleichwohl ziehen auch dort die Preise kräftig an. Mehr noch: Nicht mehr alle Brennholz-Lieferanten haben genügend Ware. „Es gibt aktuell kaum noch Holz im Markt“, fasst Klaus Kümpflein, Inhaber der Fa. Brennholz Westerwald in Nistertal, die Situation in Worte. „Und das wird sich erstmal nicht...

  • Siegen
  • 09.06.21
LokalesSZ
Kleiner Käfer, große Wirkung – ganze Fichtenwälder sind wegen dieses Tieres verschwunden.
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Bei 16 Grad wird das Insekt aktiv
Waldbauern in Angst: Borkenkäfer sitzt in den Startlöchern

sp Siegen/Bad Berleburg. Noch ein paar Plusgrade fehlen dem Borkenkäfer, dann wird er wieder in Massen unterwegs sein. Die Ersten haben sich bei den steigenden Temperaturen bereits blicken lassen. Wer aufmerksam entlang der abgeholzten Flächen geht, der kann sie an den Holzresten und an Rindenstücken sehen. Dass die Käfer langsam aktiv werden, zeigen auch die aufgestellten Fallen des Regionalforstamtes Siegen-Wittgenstein. Zwischen 20 und 100 Käfer pro Woche sind darin gefunden worden. Noch sei...

  • Siegen
  • 27.04.21
Lokales
Sonnenaufgang über die bewaldeten Berge des Ebbegebirges: Der Wald als prägendes Element der heimischen Landschaft wird sich langfristig verändern. Eine Homepage soll darüber informieren.

Sauerland-Tourismus
Neue Homepage mit allen Infos zum Umbau der Wälder

sz Olpe/Bad Fredeburg. Freizeitparks, Gaststätten, Biergärten, Schwimmbäder – vieles, was üblicherweise in der Freizeit Menschen anlockt, ist durch den Ausbruch der Corona-Pandemie gesperrt oder geschlossen. Doch ein Ort blieb stets verfügbar und erfreut sich einer stärkeren Nachfrage denn je: der Wald. Spaziergänger, Wanderer und Mountainbike-Fahrer treffen hier zusammen. Hier freilich spielt ein anderer Grund gegen Besuchsmöglichkeiten: Buchdrucker und Kupferstecher. Die Schädlinge haben ein...

  • Stadt Olpe
  • 08.04.21
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Friederike Klöckner will künftig in jeder Pflanzperiode, also im November und März, zur Pflanzaktion aufrufen. Die Initiatorin von Bergmischwald Siegerland und Waldvorsteher Gerhard Johnson dazu ein Aufforstungskonzept entwickelt.
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„Bergmischwald Siegerland“
Waldgenossenschaft Obernetphen startet Pflanzaktion

tile Netphen. Die Landschaft in Siegerland und Wittgenstein hat sich drastisch verändert. Wo einst üppige Wälder standen, bieten nun Kahlflächen vielerorts ein trostloses Bild. Etwa ein Viertel des heimischen Fichtenbestandes wird bald verschwunden sein, das sind über 10.000 Hektar geschädigter Wald. 5,5 bis 6 Millionen Festmeter mussten bisher wegen des Borkenkäfers eingeschlagen werden, ca. 5000 Hektar sind kahl. Und es wird noch schlimmer: „Wir stehen vor der dritten Welle“, sagt Manfred...

  • Netphen
  • 13.03.21
LokalesSZ
Die Zeit der Fichte ist definitiv vorbei. Darüber sind sich alle Experten einig. Nur gibt es kein Patentrezept für den Wald der Zukunft.

Waldbesitzer im AK-Land schlagen Alarm
"Das Wasser wird das größte Problem"

dach Kreis Altenkirchen. Was das Coronavirus für den Menschen, ist die Trockenheit für den Wald. Aus diesem Grund stellte Anna Neuhof am Mittwochabend in einer Digitalrunde die kurze wie prägnante Frage: „Was nun?“ Die grüne Landtagskandidatin aus Kirchen hatte dazu unter anderem die beiden größten Privatwaldbesitzer des AK-Landes zu Gast: die Hatzfeldt-Wildenburg‘sche Verwaltung in Vertretung von Forstdirektor Dr. Franz Straubinger sowie Friedrich Freiherr von Hövel. Borkenkäfer sorgt für...

  • Altenkirchen
  • 05.03.21
LokalesSZ
In Höhenlagen wie auf dem Kindelsberg ist der Fichtenbestand noch vergleichsweise wenig vom Borkenkäfer befallen. Rund 30.000 Hektar Wald mit zwölf Millionen Festmetern Holz sollen nun durch ein Pilotprojekt geschützt werden.

Pläne von Umweltministerium und Landesbetrieb
Ist das die Rettung vor dem Borkenkäfer?

pm Siegen/Bad Berleburg/Olpe. Gäbe es die Corona-Pandemie nicht, wäre der Borkenkäfer bei der Frage nach der größten Plage des Jahres 2020 noch weiter vorne zu finden gewesen. Der lästige Schädling frisst sich munter durch die Wälder Nordrhein-Westfalens, hat mittlerweile über 30 Millionen Festmeter Holz beschädigt und beispielsweise in Ostwestfalen schon 90 Prozent des Fichtenbestands zerstört. Dem Treiben des Käfers wollen das NRW-Umweltministerium und der Landesbetrieb Wald und Holz nun ein...

  • Siegen
  • 21.01.21
LokalesSZ
Die Gruppe besichtigte eine Fläche der Waldgenossenschaft „Nassau-Dillenburger Hochwald“, rund drei Hektar mit Fichten sind hier nicht mehr zu retten. Die Bäume werden demnächst gefällt. Fotos: Sarah Panthel
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Folgen der Trockenheit im Wald
„Ein katastrophaler Zustand“

sp Wiederstein. Horst Arnold Bäcker hat seine kleine Kamera in der Hand, als er durch den Fichtenwald läuft und zwischen den am Boden liegenden, toten Ästen herumkraxelt. Er macht Bilder von den Stämmen und will, wie er sagt, eine Erinnerung haben. Mit Wehmut blickt er auf die Bäume. Sie sind tot. Markierungen zeigen, dass sie gefällt werden sollen – eine drei Hektar große Fläche wird bald kahl sein. Die anhaltende Trockenheit und der damit einhergehende Borkenkäferbefall haben die Bäume...

  • Neunkirchen
  • 07.08.19
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