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Ausbildungs- und Studienmesse Biedenkopf 2022

Das Handwerk ist überall

BIEDENKOPF: Kreishandwerkerschaft wirbt für den vielfältigsten Wirtschaftszweig des Landes

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Handwerk ist immer und überall – und hat Zukunft. Warum, das erklärt die Kreishandwerkerschaft Biedenkopf. Fotos: AdobeStock

Ob Kleidung oder Ernährung, ob Reinigung oder Technik: Für alle Bereiche gibt es Handwerksberufe.Was wäre die Welt ohne Handwerk? Als vielfältigster Wirtschaftszweig des Landes spielt Handwerk in allen Lebensbereichen eine wichtige Rolle. Egal ob Ernährung, Kleidung, Wohnen, Gesundheit, Reinigung, Technik oder Mobilität: Für alle Bereiche gibt es Handwerksberufe.Handwerk ist also so vielseitig wie die Welt um uns herum und hält das Land am Laufen. „Handwerk baut, repariert, hilft, schützt, bewegt, modernisiert, erfindet und verbindet. Handwerk schmeckt, ist kreativ und macht schön. Zum Leben gehört Handwerk“, heißt es in einem Pressetext der Kreishandwerkerschaft Biedenkopf.

- Gigantischer Arbeitgeber: Über 1 Million vor allem kleine und mittlere Betriebe bilden demnach mit rund 5,6 Millionen Handwerkerinnen und Handwerkern das Kernstück der deutschen Wirtschaft. Das Handwerk beschäftigt damit 13 Prozent aller Erwerbstätigen in Deutschland – mehr Menschen als alle 30 DAX-Unternehmen zusammen.

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- Duales Ausbildungssystem: Die parallele Ausbildung in Betrieb und Berufsschule ist dem Pressebericht zufolge ein echtes Erfolgsmodell. „Die Kombination aus Theorie und Praxis bereitet die Auszubildenden optimal auf das vor, was sie später benötigen: Fachwissen und die Fähigkeiten, dieses Wissen anzuwenden. Im internationalen Vergleich ist das duale Ausbildungssystem einzigartig und hoch angesehen.“ Bis zur Gesellenprüfung dauert es in der Regel drei bis dreieinhalb Jahre.

Danach sind systematische Weiterbildungen möglich bis zur Meisterprüfung. Der Meistertitel wiederum befähigt zur Unternehmensführung und zur Ausbildung von Fachkräften. Er steht auf einer Stufe mit dem Bachelorabschluss an einer Hochschule.

Auch finanziell sind Meister/-innen mit vielen Akademiker/-innen gleichgestellt. Gesell/-innen und Meister/-innen können zahlreiche weitere Möglichkeiten der Fortbildung wählen. Der Meisterbrief berechtigt außerdem zum Studium an einer Fachhochschule oder Universität – und das auch ganz ohne Abitur.

„Es geht im Handwerk also nicht um Alt gegen Neu, sondern um die Symbiose aus beidem. Menschen und ihr traditionelles Wissen werden nicht ersetzt, sondern unterstützt.“

Kreishandwerkerschaft Biedenkopf
... über das Handwerk

- Selbstbestimmung und Karriere: Direkt durchstarten oder nach und nach gucken, was kommt? Im Handwerk kann man das Tempo fürs Karrieremachen selbst bestimmen. „Meister/-in mit 21, Studium und dann Chef/-in mit Mitte 20? Das geht. Gerade in kleineren Unternehmen mitflachen Hierarchien ist das keine Seltenheit“, schreibt die Kreishandwerkerschaft. Für rund 200 000 Betriebe werden in den nächsten zehn Jahren Nachfolger/-innen gesucht.

Beste Chancen also für junge Talente, um schnell in Führungspositionen zu kommen. Es geht aber auch entspannter und für jeden gibt’s den richtigen Weg. Die Meisterin oder den Meister kann man nämlich auch mit 40 machen. Und dann ist immer noch genug Zeit für eine erfüllte Berufslaufbahn.

- Die Zukunft: Die Welt steht vor großen Herausforderungen. Um diese zu meistern, braucht es das Handwerk. Es treibt Digitalisierung und Vernetzung voran, leistet einen immensen Beitrag zur Gesundheitsversorgung der alternden Gesellschaft, bringt Elektromobilität mit auf den Weg und modernisiert die Infrastruktur für die Energiewende. Klimaschutz ist integraler Bestandteil, denn Handwerkerinnen und Handwerker arbeiten ganz automatisch nachhaltig; sie reparieren und restaurieren, sie erschaffen und bewahren, setzen Materialien sparsam ein und schonen so Ressourcen. Nachhaltigkeit bedeutet im Handwerk aber auch: Betriebe werden generationsübergreifend auf lange Sicht geführt, wertvolles Wissen und exzellente Fertigkeiten werden weitergegeben und neue Fachkräfte werden entwickelt. Wer im Handwerk arbeitet, ermöglicht der Welt ein lebenswertes Morgen. „Und sich selbst hervorragende berufliche Zukunftsaussichten.“

- Tradition trifft Hightech: Komplexe Technik und Digitalisierung machen natürlich vor dem Handwerk nicht halt. 3-DDrucker, Drohnen, Robotik oder Tracking-Systeme gehören heute längst dazu. „Nicht selten ist es das Handwerk selbst, das neue Technologien, Verfahren und Materialien anstößt, entwickelt, erprobt und als zukunftsweisende Innovationen zur Marktreife bringt“, heißt es weiter.

Bei allem Fortschritt verlieren traditionelle Methoden trotzdem nicht an Bedeutung. Die klassische Handwerkskunst bleibt im Trend und erfährt sogar regelmäßig Aufschwung: gerade dort, wo Unikat-Charakter und menschliche Fertigkeiten essenziell sind. „Es geht im Handwerk also nicht um Alt gegen Neu, sondern um die Symbiose aus beidem. Menschen und ihr traditionelles Wissen werden nicht ersetzt, sondern unterstützt“, schreibt die Kreishandwerkerschaft abschließend. Technologie entlaste und versetze sie in die Lage, ihre Fähigkeiten noch zielgerichteter zur Geltung zu bringen. sz