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Mit cleverer Technik

Energiesparhäuser: So erhält man ein Plus an Wohnkomfort und schont zugleich die Umwelt

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Je besser die Gebäudehülle und die Energiespartechnik aufeinander abgestimmt sind, desto günstiger wirkt sich das auf die Energiebilanz des Hauses aus. Fotos: AdobeStock

Eine zentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung ist empfehlenswert.Ob sich ein Eigenheim auch in energetischer Hinsicht rechnet, hängt maßgeblich von der Energiebilanz des Hauses ab. Je besser die Gebäudehülle und die Energiespartechnik aufeinander abgestimmt sind, desto günstiger wirkt sich das auf die Energiebilanz des Hauses und auf Ihr Portemonnaie aus“, sagen die Experten der Fertigbau Informationsdienst GmbH, eine Tochtergesellschaft des Bundesverbandes Deutscher Fertigbau e.V. (BDF).Die Vorteile eines energiesparenden Fertighauses liegen dabei auf der Hand: Es punktet beispielsweise mit niedrigen Energie- und Wohnkosten und einer Energiesparktechnik, die auf Architektur, Gebäudehülle und Nutzungsgewohnheiten der Baufamilie abgestimmt ist. Kühlen und Wärmen sind ohne hohen Stromverbrauch möglich, ebenso ein konstruktiver Sonnenschutz und eine verbesserte Wohnhygiene. „Energiesparhäuser in der Holzfertigbauweise sind die ideale Wahl“, heißt es von Seiten der Experten. Sie bleiben im Sommer kühl, ohne den Stromverbrauch in die Höhe zu treiben – dank cleverer Planung und etwas Physik. Sie werden mit Technikpaketen ausgestattet, die nicht nur den Heizwärmebedarf im Winter senken, sondern auch für Kühlung im Sommer sorgen.

Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, die Temperaturregulierung in einem Energiesparhaus optimal auf die Bedürfnisse seiner Bewohner hin anzupassen. Zu diesen Möglichkeiten zählen:

- Konstruktiver Sonnenschutz: Verschattung an den richtigen Stellen, um direkte Sonneneinstrahlung zu verringern und für eine geringere Aufheizung der Räume zu sorgen.

- Weite Dachüberstände, die für ausreichend Schatten sorgen.

- Ein elegantes Vordach ist sinnvoll bei Flachdächern oder beliebten Pultdächern.

"Ob sich ein Eigenheim auch in energetischer Hinsicht rechnet, hängt maßgeblich von der Energiebilanz des Hauses ab."

Experten der Fertigbau Informationsdienst GmbH

- Passive Kühlung durch sogenanntes „Phase Change Material“, wie zum Beispiel eingekapseltes Paraffin.

- Beheizung mit erneuerbaren Energiequellen.

- Wärmepumpe mit Zusatzfunktion, die auch die Kühlung des Energiesparhauses übernehmen.

- Eine Eisheizung nutzt den Effekt der Energie, die beim Gefrieren von Wasser zu Eis entsteht.

- Sonnenschutz durch Markisen und Rollläden im Energiesparhaus, die mit Zeitschaltuhr gesteuert werden.

- Elektrochromes Glas: Fensterscheiben lassen sich auf Knopfdruck dimmen und lassen so weniger Sonnenstrahlung durch, Solarsensoren machen es möglich, die Durchlässigkeit des Glases automatisch zu regulieren.

- Ein Erdwärmetauscher verbessert den Wirkungsgrad und kann die Luft in Energiesparhäusern im Sommer auch ein wenig kühlen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, das eigene Energiesparhaus kontrolliert zu lüften. Hierfür werden dezentrale Lüftungsanlagen für einzelne Räume und Zentrallüftungsanlagen für das gesamte Gebäude unterschieden. Einfache Abluftanlagen leiten die verbrauchte Luft aus Bad und Küche ab, die Frischluft strömt durch Ventile in die Wohnräume nach. Für ein Energiesparhaus ist eine zentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung empfehlenswert. Sie sorgt für den notwendigen Luftaustausch, gleichzeitig erwärmt sie die angesaugte Außenluft.

Eine kontrollierte Lüftung verbessert außerdem die Wohnhygiene, denn sie transportiert CO2 und Feuchtigkeit ab und filtert Staub und Pollen aus der Raumluft. In einem Vier-Personen-Haushalt wird pro Tag eine Frischluftmenge von 2000 bis 3000 Kubikmeter benötigt, was in einem Einfamilienhaus einer kompletten Lufterneuerung etwa alle drei Stunden entspricht.

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Moderne Energiesparhäuser punkten mit niedrigen Energie- und Wohnkosten und einem Plus an Komfort.

Holz bietet eine geringe Wärmeleitfähigkeit. Das macht es zum perfekten Baumaterial, denn die Wärme gelangt bei einem Holz-Fertighaus sehr viel langsamer durch die Wände nach außen, als bei anderen Bauweisen. Das liegt nicht zuletzt auch an dem durchdachten Aufbau der Häuser: Ihre mehrschichtigen Wände ermöglichen eine hervorragende Dämmung. Die Dämmwerte der Wände eines Holz-Fertighauses unterbieten dadurch die Grenzwerte der Energieeinsparverordnung (EnEV) deutlich – beste Voraussetzungen also für den Bau eines Energiesparhauses. Ein hohes Potenzial der Energiespartechnik liegt im mehrschaligen Wandaufbau, der gerade bei Häusern in Holz-Fertigbauweise durch eine dichte Gebäudehülle leicht erreicht wird. Bei Fertighauswänden wird die Dämmung nicht einfach auf die Wand aufgebracht, sondern schon während der Vorfertigung zwischen den Holztafeln eingebaut. Die Wände eines Holzfertighauses nehmen also weniger Raum ein als konventionell gemauerte Wände bei gleicher Dämmqualität.

Qualitätsgeprüfte Hersteller von Häusern in Holzfertigbauweise sind Technologieführer im energieeffizienten Bauen. Sie konstruieren schon heute Häuser mit der Energiespartechnik von morgen. Der neueste Standard des energieeffizienten Bauens sind so genannte Plus-Energie-Häuser. Diese bieten folgende Highlights:

- Hervorragende Dämmung
- Erzeugung von Strom und Wärme aus erneuerbaren Energiequellen
- Sie sind nicht nur hervorragend gedämmt, sondern erzeugen darüber hinaus Strom und Wärme aus erneuerbaren Energiequellen.

Der Plus-Energie-Standard ist laut Definition des Bundesbauministeriums erfüllt, wenn der Bedarf des Hauses an Primärenergie wie auch an Endenergie über das Jahr hinweg negativ ist. Für QDF-geprüfte Fertighaushersteller sind die Regelungen besonders strikt und dadurch im Ergebnis so energieeffizient, dass fast jedes von ihnen von der KfW-Bank im Programm „Effizienzhaus bauen“ gefördert wird. sz