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Finanz Journal

WIEDER VOLL IM TREND: Der Bausparvertrag

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Eine gute Beratung ist essenziell, so die Baufinanzierer von Dr. Klein in Siegen. Fotos: Dr. Klein Privatkunden AG

Frank Klein von Dr. Klein Finanzierungen und Freiraum Immobilien.
Frank Klein von Dr. Klein Finanzierungen und Freiraum Immobilien.

Lange Zeit war er in der Mottenkiste verschollen, jetzt ist er wieder attraktiv geworden. Der Bausparvertrag feiert zurzeit ein wahres Comeback. Was ihn für viele Darlehensnehmer aktuell so interessant macht? Die rechtzeitige Zinssicherung sowie niedrige Darlehenszinsen. Denn in Zeiten steigender Kosten für den Kauf und Bau einer Immobilie verspricht er Bauherren Planungssicherheit. Aber nicht nur für künftige Bauherren und -frauen ist der Bausparvertrag eine echte Alternative geworden. Warum und für wen er jetzt wieder sinnvoll ist, weiß Frank Klein. Er ist Spezialist für Baufinanzierung bei Dr. Klein in Siegen.

Niedrige Zinsen adé - schon vor einigen Monaten hat sich das attraktive Zinsniveau, welches uns viele Jahre lang begleitet hat, verabschiedet. Dass sich die Zinsen auf lange Sicht von ihrem starken Aufwind wieder erholen, ist eher unwahrscheinlich. Aus diesem Grund wird der zuletzt etwas vernachlässigte Bausparvertrag für viele Darlehensnehmer wieder interessant - insbesondere für sicherheitsorientierte Immobilieninteressenten, die sich gegen weiter steigende Bauzinsen schützen möchten. ,,Viele Häuslebauer überlegen jetzt vermehrt, ob sie sich für den Abschluss eines Bausparvertrages entscheiden sollen. Ganz gleich, ob ihr Immobilienbau oder -kauf für jetzt oder später geplant ist. Käufer können sich mit einem Bausparvertrag zumindest für einen Teil ihrer Finanzierung günstige Konditionen für die Zukunft sichern", erläutert Frank Klein.

Günstige Zinsen für die Zukunft sichern

Noch in den 1990ern und Anfang der 2000er sprach vor allem die sehr gute Verzinsung des angesparten Guthabens für das Bausparen. Seitdem die Zinsen sich jedoch auf einem dauerhaft niedrigen Niveau bewegten, war die Verzinsung nicht mehr der Rede wert - Bausparen lohnte sich schlicht und ergreifend lange Zeit nicht mehr. Das hat sich nun geändert: Die rasanten Zinsanstiege in diesem Jahr haben die Bausparkassen noch nicht eingepreist. Deshalb ist das Kreditangebot der Baukassen zurzeit deutlich günstiger als das der klassischen Banken, die Differenz kann bis zu 2,5 Prozentpunkte betragen.

So funktioniert Bausparen

Erst sparen, dann auszahlen lassen. Das Prinzip des Bausparens ist so simpel wie effektiv. Nach der Beantragung eines Bausparvertrages werden zunächst zwischen 40 und 50 Prozent des benötigten Darlehens angespart, damit der Vertrag zuteilungsreif wird. Im Anschluss gewährt die Bausparkasse ein Darlehen über die restlichen 60 Prozent. Und zwar zum jetzt noch günstigen Zinssatz.

Die Beispielrechnung verdeutlicht, welche Summe monatlich sieben Jahre lang gespart werden muss, um 50.000 Euro zu erhalten.

40 Prozent von 50.000 Euro = 20.000 Euro 20.000 Euro / 7 Jahre = 2.857 Euro pro Jahr / 12 Monate = 238 Euro Sparrate pro Monat

Hierbei handelt es sich um eine vereinfachte Darstellung, Abschlussgebühren und Zinserträge sind nicht berücksichtigt.

Spießig war gestern: Bausparen ist wieder modern

Ursprünglich machten sich besonders junge Leute einen Bausparvertrag zunutze, wenn sie auf ein Eigenheim gespart haben. Aktuell befreit sich das Bausparen allerdings vom Image des ,,Spießer-Sparens", denn der langfristige Planungshorizont ist nicht nur für zukünftige Käufer interessant. Derzeit profitieren auch diejenigen, die ihre Immobilie bereits gekauft oder gebaut haben - nämlich für die Absicherung der Anschlussfinanzierung. Denn wie hoch die Finanzierungszinsen nach Ablauf der Zinsbindung sind, weiß aktuell niemand. ,,Darlehensnehmer haben verschiedene Möglichkeiten, um sich einen Bausparvertrag zunutze zu machen. In Kombination mit einer Baufinanzierung kann er sich positiv auf die Restschuld auswirken und das Zinsänderungsrisiko minimieren. Denn wer sich noch vor Kurzem ein Baudarlehen zu sehr günstigen Zinsen sichern konnte, der ist nach Ablauf der Zinsbindung, beispielsweise in acht Jahren, eventuell mit einem wesentlich höheren Zinsniveau konfrontiert. Es macht in solchen Fällen also durchaus Sinn, über einen Bausparvertrag nachzudenken. Wie genau eine passende Konstellation aus Bausparvertrag und Annuitätendarlehen aussehen kann, sollte immer in einem persönlichen Gespräch durchgerechnet werden", rät Frank Klein.

Ein Bausparer als Instandhaltungsrücklage

Die Lebenshaltungskosten und Energiepreise explodieren. Grund genug für viele Immobilienbesitzer, die in älteren Bestandshäusern leben, in einen energetischen Umbau zu investieren. Ganz gleich, ob es sich dabei um eine Warmwasserwärmepumpe, ein neues Dach mit Solarpaneelen oder eine neue Fassadendämmung dreht: In den meisten Fällen stehen große Summen für die Modernisierungen ins Haus. Aufgrund seiner Beschaffenheit eignet sich für deren Finanzierung auch ein Bausparvertrag, denn er ist unter anderem beleihbar. Das bedeutet, wenn Bausparer schnell Geld benötigen, können sie ihren Bausparvertrag direkt bei der Bausparkasse beleihen. Diese zahlt den Anfragenden dann einen günstigen Kredit in Höhe des vorhandenen Sparguthabens aus: eine sehr gute Option, wenn es doch einmal schnell gehen muss.

Die Kreditnehmer müssen außerdem nicht den Bausparvertrag kündigen und profitieren dennoch von den günstigen Konditionen und einer schnelleren Abwicklung. Darüber hinaus kann ein Bausparvertrag kurzfristig gekündigt werden. „Das bereits angesparte Guthaben eines Bausparvertrags ist innerhalb einer Frist von drei bis sechs Monaten kündbar. Anfragende bekommen es dann dennoch inklusive Verzinsung ausgezahlt und können so auch kurzfristig Reparaturen und Instandhaltungen an ihrer Immobilie durchführen", erklärt Frank Klein.

Fallstricke vermeiden und flexibel bleiben

Ein häufiger Stolperstein beim Bausparen ist das Verhältnis der Raten zwischen Anspar- und Darlehensphase. Denn nach Auszahlung des Bauspardarlehens erhöht sich die monatliche Belastung gegenüber der Rate in der Ansparphase oft deutlich. „Darüber müssen sich Darlehensnehmer im Vorfeld bewusst sein - oder in Absprache mit dem Berater oder der Beraterin einen anderen Tarif wählen. Ich rate generell dazu, auf Transparenz zu achten - und darauf, dass man wirklich alles versteht. Eine gute Beratung ist essenziell", so Frank Klein.

Ganz gleich, wofür der Bausparvertrag schlussendlich genutzt wird, ob für die Erst- oder Anschlussfinanzierung oder für spätere Modernisierungen und Reparaturen: Je nach Einzelfall sollten die Vorteile unter die Lupe genommen und mit den Kosten für Abschluss- und Kontoführungsgebühren abgeglichen werden. „Wir von Dr. Klein arbeiten mit vielen verschiedenen Bausparkassen zusammen. Je nach Anbieter und Vorhaben variieren natürlich die Konditionen und Leistungen. Ein umfassender Vergleich verschiedener Lösungen ist demnach immer ratsam. Wichtig dabei ist, immer das Ziel im Blick zu behalten und nicht das Produkt." Text: Dr. Klein, Privatkunden AG