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Gewerbestandort Freudenberg

Glaslieferant mit eigenen Herstellungskriterien

Mit Hightech und Know-How: Das Glaszentrum Weber + Wagener produziert täglich mehr als 4000 Gläser

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Etwas mehr als 4000 Gläser produzieren die Mitarbeiter vom Glaszentrum Weber + Wagener in Freudenberg - und das pro Tag. Fotos: Glaszentrum Weber + Wagener

Jeder kennt es, jeder hat es – ein Fensterglas. Bestand seine Hauptaufgabe früher mehr oder weniger darin, Licht zu spenden, so hat ein modernes Fensterglas von heute gleich mehrere Aufgaben zu erfüllen: Idealerweise soll es nicht nur eine gute Wärmedämmung, sondern auch einen ordentlichen Schall- und Einbruchschutz vorweisen. Das geschieht zum Beispiel durch nicht sichtbare Folien zwischen den Gläsern. „Im Fensterglas steckt sehr viel Hightech und Know-how“, sagt Thomas Alexander Wagener vom Glaszentrum Weber + Wagener. Er muss es wissen, denn das Freudenberger Familienunternehmen, das Thomas Alexander Wagener nun schon in vierter Generation gemeinsam mit seinen Kollegen Markus Wagener und Nils-Christian Plaum leitet, hat im Laufe der Jahre so manche Entwicklung mitgemacht. Im Jahr 1901 in Siegen zunächst als Farben-, Tapeten- und Bodenbelags-Einzelhandel gegründet, kam schon kurz darauf der Handel mit Gläsern hinzu. „Das war damals eine übliche Kombination“, weiß Wagener. In den späten 1950erJahren wurde schließlich mit der Fertigung von Isolierglas begonnen, dem heutigen Kernprodukt. Zunächst wurde es noch in Handarbeit zusammengebaut; schnell wurde allerdings klar, dass die professionelle Herstellung von Isolierglas mehr Platz benötigte als dieser in den vergleichsweise engen Räumen des innerstädtischen Stammhauses vorhanden war. So zog die Produktion Anfang der 1970er-Jahre nach Freudenberg. Dort stellt das Familienunternehmen noch heute sein eigenes Isolierglas unter der Marke WW-Glas her, fertigt Spezialisoliergläser wie zum Beispiel Wärme- oder Sonnenschutzisoliergläser und schneidet Einzel- und Verbundicherheitsgläser zu und verarbeitet diese weiter.

Um auch die Kunden in den Benelux-Ländern gut und schnell bedienen zu können, wurde 2008 in Schwalmtal am Niederrhein ein weiterer Firmenstandort in Betrieb genommen: Auf dem über 20.000 Quadratmeter großen Grundstück werden seither Isoliergläser sowie veredelte Glasprodukte produziert.

Grundsätzlich teilt sich der Geschäftsbereich des Unternehmens in zwei Felder auf. Der erste Bereich besteht aus dem Geschäft von Unternehmen zu Unternehmen, in dem die vor Ort produzierten Gläser an Betriebe des Fensterbaus, des Metallbaus oder an Glasgroßhändler geliefert werden. „Wir liefern die Gläser zu unseren Kunden oder auf Wunsch auf die Baustelle“, erklärt Plaum. Dort werden sie dann weiterverarbeitet. Im anderen Bereich wiederum werden unter der Marke die glaser Weber + Wagener direkt Endkunden beliefert. „Sie bekommen Glasprodukte aller Art“, sagt Plaum und verweist auf die vielfältigsten Einsatzmöglichkeiten – zum Beispiel in Bad und Küche, als Spiegel, in Form von Treppenstufen, Treppengeländern oder als Glastüranlagen. Auf Wunsch gibt es den Komplettservice, also alles vom Aufmaß bis zur Endmontage, egal ob Badezimmerspiegel, hochwertige Duschanlage oder Balkonverglasung.

Das Glas kann selbstverständlich in unserer eigenen Schleiferei bearbeitet werden, wir stellen Tischplatten, Vitrinenscheiben, Spiegel und mehr auf Maß her. Diese können die unterschiedlichsten Formen und Kantengeometrien haben“, erklärt Wagener. Glas ist vielseitig einsetzbar – und ziemlich beliebt. Um dem Kunden Qualität zu liefern, sind die Herstellungskriterien, die Roh- und Hilfsstoffe sowie deren Verarbeitung bei Weber + Wagener exakt festgelegt. „Nur ausgewählte Materialien kommen zum Einsatz und gewährleisten die gleichbleibend hohe Qualität der Isolier- und Funktionsgläser von WW-Glas.“

Insgesamt 180 Mitarbeiter – davon 100 in Freudenberg – produzieren Tag für Tag im hochmodernen Maschinenpark etwas mehr als 4000 Gläser. Was jetzt noch fehlt, sind weitere Nachwuchskräfte: „Für beide Standorte suchen wir noch Flachglastechnologen, Betriebsmechatroniker, Fachkräfte für Lagerlogistik oder auch Glaser“, sagt Thomas Alexander Wagener abschließend.